Lugano: Johansson positiv

Sonntag, 18. Oktober 2009, 21:29 - Maurizio Urech

Der HC Lugano ist wieder zum Siegen zurückgekehrt. hockeyfans.ch sprach mit dem Lugano-Trainer

Kenta Johansson der Präsident hat nach dem Spiel am Dienstag die Spieler attackiert und von euch eine Analyse der Probleme gefordert.
Es ist sicher nicht der richtige Moment um Spieler auf die Tribüne zu setzten oder ins Farmteam zu schicken. Wir müssen uns als Gruppe aus dieser Situation befreien, auch wenn im Moment das Selbstvertrauen sicher nicht optimal ist. Im Prinzip sind im Moment alle gegen uns, und genau dies ist der Moment wo wir als Kollektiv auftreten müssen. Wir stehen mit dem Rücken zur Wand, die Spieler sollen mit Herz und Emotionen auftreten.

Es gab allerdings ein längeres Meeting mit der Mannschaft.
Im Prinzip sind solche Meetings an und für sich schon vorgesehen nur war die Situation natürlich speziell, es ging vor allem darum dass nicht jemand alleine den Turnaround schaffen kann sondern nur wir als Gruppe, wir hatten offene, gute Gespräche, doch mir ist klar dass die Mannschaft jetzt auf dem Eis zeigen muss dass sie gewillt ist aus dieser Negativspirale zu kommen, es zählen nur noch Fakten nicht Worte.

Ist die Mannschaft des HC Lugano wirklich so schwer zu führen?
Ich weiss genau, dass die Mannschaft in den letzten Jahren viele Negativerlebnisse hatte, und versuche alles zu tun, damit wir wieder erfolgreich Eishockey Spielen, aber dies ist nicht so einfach. Es braucht Zeit, eine grosse Arbeit im mentalen Bereich, es gibt keine Zauberformel damit man von einem Tag auf den anderen wieder erfolgreich Eishockey spielt es ist schwierig die Mentalität zu ändern.

Ist es nicht auch so, dass man von den Ausländern z.B. Nummelin mehr erwarten kann?
Nummelin hatte diverse Probleme in den letzten Wochen und es ist normal, dass er noch nicht auf Top-Niveau spielt. Der Druck auf die Ausländer ist in der Schweiz natürlich höher als z.B. in Schweden, wo man doppelt so viele in der Mannschaft hat, aber wie schon vorher gesagt, alle sind in dieser Situation gefordert, also auch die Schweizer Spieler.

Ist Terrazzano wirklich eine Alternative zu Aebischer im Tor?
Ich habe in den letzten Spielen gesehen, dass Terrazzano die Fähigkeit hat auf diesem Niveau zu spielen. Letzte Saison hatte er ja nur ein Spiel bestritten, daher war es für mich unmöglich ihn zu beurteilen. Am Dienstag wollte ich ihn nicht schon nach dem ersten Drittel auswechseln, denn sonst hätte es so ausgesehen, als ob es seine Schuld war, dass wir in Rückstand waren. Doch dies war nicht der Grund. Die Davoser haben uns in den ersten 10 Minuten komplett dominiert, dies war der Hauptgrund.

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