Ambrì: Demuth 5 Spiele gesperrt

Freitag, 4. November 2011, 17:28 - Medienmitteilung

Der Einzelrichter für Disziplinarsachen Leistungssport, Reto Steinmann, hat den Stürmer des HC Ambri-Piotta, Alain Demuth, im ordentlichen Verfahren mit fünf Spielsperren und einer Busse von CHF 1000.- belegt. Alain Demuth checkte in der 57. Spielminute des Meisterschaftsspiels der National League A zwischen dem HC Ambri-Piotta und dem HC Lugano vom 29. Oktober 2011 den gegnerischen Spieler Stefan Ulmer gegen den Kopf. Eine Spielsperre hat Alain Demuth am 1. November 2011 bereits verbüsst.

Der Ablauf der Aktion zeige, dass diese nicht zufällig erfolgte. Der Angriff von Alain Demuth sei mit ausgefahrenem Ellbogen erfolgt und habe sich nicht gegen den Körper, sondern gegen den Kopf des Gegners gerichtet. Er habe einen Regelverstoss begangen, bei welchem er annehmen musste, dass er seinen Gegner verletzten könnte. Ein direkter Verletzungsvorsatz solle Alain Demuth selbstverständlich nicht unterstellt werden. Wer einen solchen Angriff mit erhobenem Ellbogen ausführe, nehme jedoch eine Verletzung des Gegners in Kauf.

Im Lichte der Rechtsprechung des Verbandssportgerichts könne der Angriff nicht mehr im untersten Bereich (eine bis vier Spielsperren) angesetzt werden. Es liege indessen auch kein qualifizierter Fall vor, der eine Sperre von mehr als zehn Spielen als angezeigt erscheinen lassen würde. Bei den Tätermerkmalen sei zu würdigen, dass Alain Demuth seit jeher als sehr korrekter Spieler gelte. Gleichwohl wiege das Verschulden in dieser Aktion erheblich bis schwer. Das Verhalten nach der Tat in Form der Stellungnahme mache es aus Sicht des Einzelrichters möglich, das Strafmass am untersten Bereich des für Fälle dieser Art und Schwere geltenden Strafrahmens anzusetzen.

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