Doch 2 Jahre im "Fall Busch"

Mittwoch, 24. Juni 2009, 18:42 - Martin Merk

Deftiges Urteil gegen den deutschen Nationalstürmer Florian Busch. Das Sportgericht CAS in Lausanne gab der Welt-Doping-Agentur WADA recht und sperrte ihn für zwei Jahre.

Busch hatte letztes Jahr eine unangekündigte Doping-Kontrolle anfänglich verweigert und den Kontrolleur der nationalen Doping-Agentur trotz Warnungen von seiner Haustür weggeschickt. Er sah zwar den Fehler später ein und liess über den Deutschen Eishockey Bund (DEB) eine nachträgliche Kontrolle mit demselben Kontrolleur nachführen, bei der keine verbotenen Substanzen nachgewiesen wurden, doch das CAS gab der WADA recht, dass damit die unangekündigte Kontrolle formell als verweigert gilt. Auch könnten keine mildernden Umstände geltend gemacht werden, die für "unter unglücklichen Umständen verfehlten" Kontrollen möglich wären, da er in Absicht gehandelt hatte. Daher wurde Busch zum vollen Strafmass von einer zweijährigen Sperre verurteilt. Das CAS rechnete ihm je einen Monat an, weil auf eine WM-Teilnahme 2009 verzichtet wurde und weil er die ursprüngliche, national geregelte Strafe (5000 Euro Busse, gemeinnützige Arbeit) abgegolten hatte. Der DEB sah ursprünglich von einer Sperre ab und setzte ihn gar an der WM 2008 ein. Busch wird damit national und international erst im Februar 2011 wieder spielberechtigt. Ein schwerer Schlag für den Spieler und seinen Club Eisbären Berlin. Buschs Anwalt ist jedoch voller Hoffnung, dass die Sperre für die DEL nicht gilt und kündigte einen Rechtsstreit auf nationaler Ebene an, falls die DEL die Sperre übernehmen sollte.

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