NLA - Final - Samstag, 21. April 2018

4 : 3 (2:0, 0:3, 1:0) n.V.

Zuschauer

7624 Zuschauer (ausverkauft)

Swiss Arena, Kloten

Schiedsrichter

Stefan Eichmann, Micha Hebeisen; Cedric Borga, Roman Kaderli

Tore

Tommi Santala1:005:56
M. Lehmann, S. Abbott
Steve Kellenberger2:008:48
S. Abbott, T. Santala
23:292:1Fabian Maier
J. Primeau
27:522:2Martin Ness
L. Profico, C. Casutt
29:532:3Jan Mosimann
C. Geyer, M. Hügli
Denis Hollenstein [SH]3:359:11
S. Kellenberger, T. Ramholt
mit zusätzlichem Feldspieler
Thierry Bader4:367:24
D. Egli

Strafen

14:01Jan Mosimann
2 min - Haken
25:12Fabian Maier
2 min - Bandencheck
Dominik Egli57:45
2 min - Behinderung

Aufstellung / Statistik

Torhüter Torhüter
#59 D. Saikkonen                #60 M. Nyffeler               
#39 L. Boltshauser                #40 S. Rochow               
Verteidiger Verteidiger
#34 R. Back                # 8 T. Büsser               
#27 D. Egli       1A    2' # 6 C. Geyer       1A      
#96 E. Harlacher                #38 N. Gurtner               
#71 C. Kparghai                #45 J. Gähler               
# 6 T. Ramholt       1A       #56 F. Iglesias               
#57 L. Stoop                #11 F. Maier    1T       2'
#41 L. Profico       1A      
#22 R. Sataric               
#67 F. Schmuckli               
Stürmer Stürmer
#11 S. Abbott       2A       #66 F. Brem               
#97 T. Bader    1T          #14 C. Casutt       1A      
#44 M. Bieber                #61 M. Hügli       1A      
#91 D. Hollenstein    1T          #19 D. Knelsen               
#19 S. Kellenberger    1T 1A       #55 S. Lindemann               
#65 M. Lehmann       1A       #13 S. Mason               
#81 R. Leone                #27 J. Morin               
#13 P. Obrist                #28 J. Mosimann    1T       2'
#29 V. Praplan                #16 M. Ness    1T         
#40 T. Sallinen                #21 J. Primeau       1A      
#23 T. Santala    1T 1A       #17 A. Rizzello               
# 8 R. Schlagenhauf               
#53 M. Trachsler               
#61 A. Wetli               

Kloten fehlt noch ein Sieg zum Ligaerhalt

Von Rolf Schwarz

In einer verrückten Partie mit Höhen und Tiefen auf beiden Seiten sind die Hockey-Götter heute Abend dem EHC Kloten besser gesinnt und bescheren ihm einen 4:3 Overtime-Sieg gegen die Rapperswil-Jona Lakers.

Nachdem die Klotener die Serie vorgestern wieder haben ausgleichen können mit einem diskussionslosen 4:0 Auswärtserfolg stehen die Zähler quasi wieder auf null und die Serie ist nun noch zu einer Best-of-3-Serie geschrumpft. Wer die heutige Partie gewinnt, hat im nächsten Spiel die Gelegenheit, den Sack zuzumachen.

Bei Kloten ist neu Bozon verletzt, dafür figuriert Thierry Bader neu im Line-up. Die Lakers können wieder auf die Dienste Ihres erfahrenen Verteidigers Geyer zählen, welcher im letzten Spiel nach dem Aufwärmen aufgrund Beschwerden wieder hat abbrechen müssen.

Nach dem letzten souveränen Sieg der Klotener überrascht es nicht, dass Kloten fulminant beginnt und die Partie im Griff hat von der ersten Minute an. Nach Treffern von Santala (6’) und Kellenberger per Buebetrickli, wo Nyffeler nicht sehr gut aussieht (9’) sieht sich Rappi-Coach Jeff Tomlinson bereits früh gezwungen, sein Timeout zu nehmen. Kloten kann sich zu Beginn der Partie selbst bei numerischem Gleichstand oft im Rappi-Drittel festsetzen und immer wieder gefährlich abschliessen. Immerhin fangen sich die Lakers nach dem zweiten Treffer ein wenig und können jetzt auch etwas mehr Scheibenbesitz verbuchen. Wirklich gefährliche Aktionen entstehen daraus jedoch nur selten.

Die Gäste können im Mitteldrittel auf 1:2 verkürzen, nachdem Stoop hinter dem Tor im Zweikampf mit Primeau die Scheibe verliert und diese dann vom heranstürmenden Maier verwertet werden kann. Der Treffer hat den Gästen gutgetan und ihnen neues Leben eingehaucht und auch fürs Spiel war der Treffer sicher belebend. Unverständlicherweise hat aber Kloten nach der Zwei-Tore Führung einen Gang zurückgeschaltet, obschon Kellenberger im TV-Pauseninterview nach dem souveränen ersten Drittel noch sagt, sie müssten konzentriert weiterspielen. Und so nimmt die Partie einen kuriosen und völlig unerwarteten weiteren Verlauf. Rapperswil-Jona nimmt den Schwung mit und kommt durch Ness und Mosimann innert weniger Minuten gleich noch zwei Mal zum Torerfolg. Die Partie hat innert weniger als 7 Minuten gedreht und eigentlich weiss keiner, weshalb. Kloten hat aus dem Nix komplett abgebaut und Rappi ist aus dem Nix plötzlich da. Erwartungsgemäss nimmt jetzt Rötheli ebenfalls sein Timeout, in der Hoffnung, seine Mannschaft aus der Schockstarre befreien können. Die letzten paar Minuten bis zur zweiten Pausensirene sind dann wieder etwas ausgeglichener, aber eigentlich muss man sagen, dass eine wirkliche Reaktion der Klotener ausbleibt, und zwar auch im Schlussdrittel. Zwar kann man den Rappi-Höhenflug bremsen, aber wirkliche Chancen kann sich Kloten nicht mehr herausspielen. Es scheint unwahrscheinlich, dass Kloten noch einmal herankommen kann, zu rezeptlos ist ihr Auftritt und die Zeit läuft runter für die Gäste. Wo dann Klotens Egli gut zwei Minuten vor Ende der Partie die einzige Klotener Strafe nimmt scheint Klotens Schicksal besiegelt. Doch statt Powerplay zu spielen, wollen die Lakers die Scheibe verwalten und die knappe Führung mit einem Mann mehr über die Zeit retten. Dies spielt den verzweifelten Klotenern, welche gar nicht anders können, als mit allen möglichen Mitteln irgendwie doch noch den Ausgleich zu erzielen, in die Hände. Man wirft alles nach vorne und selbst Goali Boltshauser macht noch einem zusätzlichen Feldspieler Platz. Diese Massnahme war aber gar nicht mehr nötig gewesen, denn kaum hat Luca Boltshauser seinen Kasten verlassen, gleichen die Klotener mit ihrem Druck aufs Tor von Nyffeler in extremis noch aus. Für die Lakers ist dieser Treffer äusserst unglücklich, weil er durch Masons Schlittschuh ins eigene Tor befördert wird. 49 Sekunden vor Ende der Partie ist also der Ausgleichstreffer und somit die Verlängerung Tatsache.

In dieser Verlängerung gehen beide Teams die Sache wieder konzentrierter an und Kloten hat sich wieder gefangen, ist jetzt wieder aktiver und die etwas bessere Mannschaft. Nach 67:24 kann Youngster Thierry Bader vor 7'624 Zuschauern das game-winning Goal erzielen aus einem derart spitzen Winkel, wie ein Tor eigentlich gar nicht möglich ist. Aber irgendwie findet die Scheibe den Weg ins Tor - wohl via Nyffelers Schonerrückseite oder sein Bein. Die Schiris konsultieren zum dritten Mal heute Abend die Videobilder und kommen zum Schluss, dass der Treffer zählt. Bader selbst sagt dazu, er habe einfach mal das gemacht, was der Trainer fordere, nämlich die Scheibe aufs Tor zu bringen und damit vielleicht einen Fehler des Torwarts zu provozieren. Er wisse, dass man auf dem Videowürfel nicht genau gesehen habe, wie der Puck hinter der Torlinie liegt, aber er selber sei beim hinter dem Tor durch fahren im Anschluss an seinen Schuss sicher gewesen, dass die Scheibe drin war, weil er den Puck da liegen gesehen habe. Sein Papi Roger Bader, seit Oktober 2016 Trainier der österreichischen Eishockey Nationalmannschaft, war im Stadion zugegen und wird’s ebenfalls gefreut haben.

Telegramm

EHC Kloten – SC Rapperswil-Jona Lakers 4:3 (2:0, 0:3, 1:0; 1:0) n.V.

SWISS Arena, Kloten - Zuschauer: 7'624 (ausverkauft - Saisonrekord) - Schiedsrichter: Koch/Wehrli; Borga/Kaderli - Tore: 05:56 Santala (Abbott, Lehmann) 1:0; 08:48 Kellenberger (Abbott) 2:0; 23:29 Maier (Primeau) 1:2; 27:52 Ness (Profico) 2:2; 29:53 Mosimann (Geyer) 2:3; 59:11 Hollenstein (Kellenberger; Ausschluss Egli!) 3:3; 67:24 Bader 4:3.

Schussverhältnis: 44:33 (17:6, 7:16, 14:7; 6:4)

Strafen: 1 x 2 Minuten gegen Kloten, 2 x 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona.

PostFinance Topscorer: Hollenstein für Kloten, Knelsen für Rapperswil-Jona.

Kloten: Boltshauser; Kellenberger (A), Back; Stoop, Ramholt; Egli, Harlacher; Kparghai; Bieber (A), Sallinen, Hollenstein (C); Obrist, Trachsler, Wetli; Praplan, Schlagenhauf, Leone; Lehmann, Santala, Abbott.

Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Iglesias, Schmuckli; Geyer (A), Gurtner; Sataric, Maier; Gähler, Büsser; Profico, Ness, Casutt (A); Morin, Knelsen, Brem; Mosimann, Mason, Hügli; Primeau, Lindemann, Rizzello (C).

Bemerkungen: Kloten ohne Weber, Grassi, Lemm, Marchon, Spiller und Bozon (alle verletzt), Bäckman und Poulin (überzählige Ausländer) sowie Bircher (überzählig); Rapperswil-Jona ohne Aulin und Berger (beide verletzt) sowie Hüsler, Frei, Schir, Liechti, Kohli, Vogel und Trudel (alle überzählig); 08:48 Timeout Rapperswil-Jona; 54’ Brem verletzt ausgeschieden; Kloten von 59:06 bis 59:11 ohne Torhüter; Best Player Kloten: Hollenstein; Best Player Rapperswil-Jona: Maier.

Playoff

FINAL

4Lugano204324
7ZSC Lions315030

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