Kanada erleidet Totalschaden

Von Pascal Zingg

Die russische U20 demoralisiert den Titelfavoriten Kanada mit einem historischen 6:0. Als wäre dies nicht schon genug Ungemach, verloren die Kanadier auch Topstar Alexis Lafrenière mit einer Knieverletzung.

Es gibt Tage, da wärst du am besten gar nie aus dem Bett gekommen. Einen solchen erlebte das Team Kanada heute. Dabei war bereits das 1:0 der Russen symptomatisch für diesen gebrauchten Abend. Nach einer nicht gesehenen Offside-Situation, war es Alexander Khovanov, der von einem Flop von Nicolas Daws profitieren konnte. Wie schon gegen die US-Amerikaner war dies aus kanadischer Sicht nicht der einzige Ausrutscher, so dass die Russen bis zur Pause gar mit 3:0 führten.

Ähnlich wie im Startspiel wollten die Kanadier das Geschehen zumindest im zweiten Drittel auf ihre Seite zwingen. Beim Versuch den Anschlusstreffer zu schiessen, blieb Shootingstar Alexis Lafrenière allerdings im Eis stecken, weshalb sich der Stürmer das Knie verdrehte. Da der Stümer im Verlaufe des Spiels nicht mehr zurückkehrte ist zur Stunde nicht klar, ob wir ihn in diesem Turnier noch einmal sehen.

Neben dem Verlust von Lafrenière musste Kanada im zweiten Drittel drei weitere Tore einstecken. Einmal mehr zeigte sich dabei, dass die offensiv eingestellten Kanadier ein Problem auf der Goalieposition haben. Nach der Auswechslung von Nicolas Daws in der 23. Minute scheinen dessen Stunden als Nummer eins auf jeden Fall vorbei. In den kanadischen Medien wird sogar beraten, ob ihn Coach Hunter in Zukunft gleich ganz auf die Tribüne verbannen soll.

Zu einem Eklat kam es nach dem Spiel, als sich Kanadas Captain Barrett Hayton weigerte während der russischen Nationalhymne den Helm auszuziehen. Dies wiederum führte dazu, dass ihm der russische Captain Grigori Denisenko den anschliessenden Handshake verweigert.

Da die Kanadier nach der höchsten U20-Niederlage gegen Erzfeind Russland neben Lafrenière auch noch den Anstand verloren, kann man an diesem Abend nur mehr von einem Totalschaden für das Mutterland des Eishockeys reden.

 

Telegramm:

Russland – Kanada 6:0 (3:0, 3:0, 0:0)

Ostravar Arena, Ostrava: 8693 Zuschauer. – Schiedsrichter: Tscherrig (SUI), Vikam (FIN); Merten (FIN), Nordlander (SWE). – Tore: 1:44 Khovanov 1:0; 10:14 Dorofeyev (Alexandrov, Zhuravlyov) 2:0; 13:43 Rtishev (Pylenko, Kruglov) 3:0; 22:18 Alexandrov (Voronko) 4:0; 33:09 Sokolov (Zamula, Denisenko) 5:0; 36:24 Denisenko (Khovanov) 6:0. – Strafen: 3 x 2 Minuten + 10 Minuten (Sokolov) gegen Russland; 4 x 2 Minuten gegen Kanada.

Russland: Miftakhov (Askarov); Zhuralyov, Romanov; Zamula, Misyul; Galenyuk, Pylenkov; Malyshev; Morozov, Marchenko, Podkolzin; Voronkov, Alexandrov, Dorofeyev; Kruglov, Sorkin, Rtishev; Sokolov, Denisenko, Groshev;, Khovanov.

Kanada: Daws (23. Hofer); Bahl, Bernard-Docker; McIsaac, Smith; Addison, Byram; Drysdale; Veleno, Lafrenière, Foote; Byfield, Cozens, Hayton; Foudy, Dellandrea, Dudas; Thomas, McMichael, Mercer; Lavoie.

Bemerkungen: Russland ohne Isayev; Kanada ohne Rodrigue; 22. Ausfall Lafrenière (Knie).

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