NLA - Donnerstag, 7. Januar 2021

7 : 3 (1:2, 4:1, 2:0) 

Stadion

Vernets, Genf

Schiedsrichter

Joris Müller, Alex Dipietro; Dominik Schlegel, Nathy Burgy

Tore

04:170:1Reto Suri
J. Lajunen, A. Chiesa
Damien Riat1:109:55
D. Winnik, H. Tömmernes
18:571:2Mikkel Bodker
M. Arcobello, A. Bertaggia
Simon Le Coultre2:220:32
D. Winnik
Henrik Tömmernes3:221:06
J. Vermin, N. Rod
Damien Riat [PP]4:229:54
S. Le Coultre, D. Winnik
Marco Miranda [PP]5:231:13
J. Vermin, E. Fehr
33:565:3Jani Lajunen [PP]
R. Herburger
Tanner Richard6:345:06
J. Vermin, N. Rod
Noah Rod7:347:24
J. Vermin, M. Völlmin

Strafen

11:08Alessandro Chiesa
2 min - Beinstellen
28:27Raphael Herburger
2 min - Haken
Effektive Dauer: 87 Sekunden
30:34Matteo Nodari
2 min - Behinderung
Effektive Dauer: 39 Sekunden
Jonathan Mercier33:53
2 min - Stockschlag
Effektive Dauer: 3 Sekunden

Aufstellung / Statistik

Torhüter Torhüter
#79 D. Manzato                #35 D. Fadani 72,7% 29:48   
#34 G. Descloux 90,3% 60:00    #34 N. Schlegel 83,3% 30:12   
Verteidiger Verteidiger
#17 A. Jacquemet +2       1S    #27 A. Chiesa ±0    1A    2'
#25 R. Karrer +1       1S    #72 T. Heed -1            
#90 S. Le Coultre +1 1T 1A 2S    #58 R. Loeffel -1       1S   
#47 M. Maurer ±0       1S    #22 M. Nodari ±0       1S 2'
#22 J. Mercier ±0       3S 2' #37 E. Riva -1       1S   
# 7 H. Tömmernes +2 1T 1A 3S    #95 T. Wellinger -2       2S   
#52 M. Völlmin ±0    1A 3S    #32 B. Wolf -1       1S   
Stürmer Stürmer
#92 E. Berthon ±0             #36 M. Arcobello -1    1A 4S   
#16 E. Fehr ±0    1A 2S    #10 A. Bertaggia -3    1A      
#91 J. Fritsche jun. ±0             #89 M. Bodker -1 1T    4S   
#85 M. Miranda ±0 1T    3S    #87 D. Bürgler ±0            
#95 T. Moy ±0             #17 L. Fazzini -1       4S   
#67 L. Omark +1       1S    #16 R. Herburger -1    1A 3S 2'
#78 S. Patry ±0       2S    #24 J. Lajunen -1 1T 1A 3S   
# 9 D. Riat +1 2T    4S    #12 D. Lammer -1       1S   
#71 T. Richard +2 1T    3S    #23 G. Morini ±0       1S   
#96 N. Rod +2 1T 2A 4S    #70 M. Romanenghi ±0            
#27 D. Smirnovs ±0             #38 R. Sannitz ±0            
#86 J. Vermin +2    4A 2S    # 9 R. Suri +1 1T    5S   
#26 D. Winnik +1    3A       #91 J. Walker -1            

Genf gewinnt Offensiv-Spektakel gegen Lugano

Von David Leicht

Servette bleibt 2021 ungeschlagen und schlägt den HC Lugano mit 7:3 Toren. Den Grundstein für den Sieg legten die Grenat im Mitteldrittel, als sie vier Mal (zwei Doppelschläge innert 34, respektive 79 Sekunden) trafen.

Das Spiel zwischen den Nachbaren im Tabellenmittelfeld, die siegreich ins neue Jahr starteten (Lugano gewann zwei, Genf eine Partie), begann der Affiche entsprechend ausgeglichen und temporeich. Dabei legten die Gäste im Startdrittel zwei Mal vor: Nach einem Pfostenschuss von Reto Suri und einer unübersichtlichen Situation stocherte der Zürcher in Tessiner Diensten die Scheibe in der 5. Minute gleich selbst zur frühen Gästeführung ins Tor. Und, kurz vor Drittelsende traf Mikkel Bodker genau ins hohe Eck zum 2:1, nachdem Topscorer Arcobello seinen Pass auf den Dänen gekonnt verzögert hatte.


Zwischendurch konnte der GSHC ausgleichen, als Henrik Tömmernes Mitte des ersten Drittels einen Spielaufbau der Luganesi durchschaute, auf Daniel Winnik passte und dieser wiederum die Scheibe auf Damien Riat spielte, der für seinen sechsten Saisontreffer nur noch einzuschieben brauchte. Auch in der Folge hatte Genf mehr vom Spiel: Captain Rod traf zwei Minuten nach Riats Tor im Powerplay nur den Pfosten und in der 16. Minute ging wiederum höchste Gefahr von Damien Riat aus: Der Genfer, der überraschend nicht von den Washington Capitals ins Trainingscamp aufgeboten wurde, schloss aus kurzer Distanz ab, Niklas Schlegel konnte die Scheibe aber in Extremis und im Umfallen noch mit dem Beinschoner wegkicken.


Was nach dem ersten Tee folgen sollte, war aus Sicht der Gäste ein Drittel zum Vergessen: Nach nur 32 Sekunden im Mitteldrittel war die Scharte der Genfer Ineffizienz erstmals ausgewetzt: Der aufgerückte Verteidiger Simon LeCoultre traf nach einem smarten Pass von Daniel Winnik unter die Latte zum 2:2. Und nur 34 Sekunden später führte Genf erstmals in dieser Partie, Verteidiger Henrik Tömmernes traf von hoch im Slot mit einem satten Handgelenkschuss, der Niklas Schlegel auf dem falschen Fuss erwischte. Coach Serge Pelletier reagierte mit einem lautstarken Time-Out auf diesen Doppelschlag – was hingegen vorerst nichts nützte, denn seine Equipe spielte weiterhin völlig von der Rolle, respektive spielten sich die Genfer in einen Rausch.

 

Erst Minuten später fingen sich die Bianconeri. In der 26. Minute tauchte der wirblige Fazzini vor Gauthier Descloux auf, der statistisch beste Torhüter der National League (Save %) parierte aber reflexartig. Der aufkeimende Elan der Gäste wurde dann von den Offiziellen gebremst, sie schickten Raphael Herburger mit einer hart gepfiffenen Strafe in die Kühlbox – der Österreicher und Paul Di Pietro auf der Bank konnten sich nur noch ungläubig anstarren. Den Genfern war dies indes egal: Damien Riat traf zum zweiten Mal heute Abend in der 30. Minute. Und nur 18 Sekunden später traf Genf erneut: Verteidiger Marco Maurer hämmerte die Scheibe ins Tor, welches aber von den Offiziellen nach Videostudium wegen Torhüterbehinderung annulliert wurde.


Nichtsdestotrotz endete somit Torhüter Schlegels Arbeitstag zu Spielmitte. Nach nur 61 Sekunden musste sich allerdings Ersatztorhüter Davide Fadani auch schon wieder geschlagen geben, als die Genfer Fehr, Vermin und Torschütze Miranda mit dem Luganesi-Boxplay Tic-Tac-Toe spielten und auf 5:2 erhöhten. Symptomatisch für die defensive Havarie der Tessiner war das Verhalten von Back Tim Heed: Zum zweiten Mal heute Abend stand er beim Gegentreffer viel zu weit vom Genfer Torschützen und versuchte nicht mal erst, dessen Stock im Slot zu kontrollieren. Dass die Gäste nicht hoffnungslos ins letzte Drittel starten mussten, hatten sie einem äusserst effizienten Powerplay zu verdanken: Als Genf-Back Mercier in der 34. Minute auf die Strafbank wanderte, dauerte es gerade mal 3 Sekunden, bis Jani Lajunen zum 3:5 traf.


Dort angekommen versuchten die Gäste ein letztes Mal, sich aufzubäumen – Lajunen und Fazzini kamen in der 45. Minute zu zwei Abschlüssen aus guten Positionen. Sekunden später versuchte der Ex-Genfer Romain Loeffel, das Heft in die eigene Hand nehmen, sein Sololauf aus der eigenen Zone heraus scheiterte aber sogleich an Joel Vermin, der via Noah Rod zu Tanner Richard passte und der – vielleicht ahnen Sie es – im Slot nur noch zum 6:3 einzuschieben brauchte. Luganos Gegenwehr war gebrochen und Genf setzte zum Schaulaufen an, beispielsweise als Captain Rod in der 48. Minute alleine loszog und HCL-Back Fadani sehenswert vernaschte und den Treffer zum 7:3-Schlussstand erzielte. Es folgten noch lange zwölf Minuten (aus Gästesicht), in denen Lugano völlig von der Rolle agierte. Glücklicherweise wehrte sich der junge Torhüter Davide Fadani, der zu seinem zweiten Teileinsatz in der National League kam, weit wackerer als seine Vorderleute und bewahrte sein Team somit vor einer Totalblamage.


Nach dem 6:0-Sieg in Rapperswil hat Genf also auch heute Abend seine Offensivstärke wiedergefunden. Dies wird das Team von Pat Emond nach schwachen Leistungen zu Jahresende weiter stärker – und Stärke können die Genfer im Januar angesichts von 15 angesetzten Partien gut gebrauchen. Auch für die heute Abend (zumindest nach dem Startdrittel) defensiv schwachen Gäste aus dem Tessin gibt es eine gute Nachricht: Lange müssen sie nicht an dieser Niederlage nagen, denn schon in weniger als 24 Stunden kommt es in Genf zum Rückspiel der beiden Mannschaften.

 

Tabelle

1. Zug 22 12-4-4-2 74:51 48
2. Fribourg 22 13-1-2-6 65:59 43
3. Lausanne 21 12-3-0-6 69:47 42
4. ZSC Lions 22 12-2-2-6 77:59 42
5. Servette 19 9-2-2-6 63:45 33
6. Lugano 20 8-4-1-7 60:54 33
7. Davos 23 8-2-2-11 77:81 30
8. Biel 21 7-2-2-10 62:65 27
9. Ambrì 24 6-2-5-11 54:70 27
10. Rapperswil 24 6-3-2-13 63:81 26
11. SCL Tigers 23 5-1-3-14 46:83 20
12. Bern 19 5-1-2-11 40:55 19

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