«Poulet im Magen» - Davos verliert gegen Trinec mit 1:4

Von Casper Thiriet

Lange war es sehr ausgeglichen, kurz vor Schluss konnten die Tschechen einen Verteidigungsfehler ausnutzen und den Führungstreffer erzielen. «Es war schwierig in die O-Zone zu kommen», meinte Headcoach Christian Wohlwend nach dem Spiel.

Mit nur drei vollen Linien startete heute der HC Davos ins Spiel vom zweiten Spengler Cup Tag. Ausgerechnet am ersten Spiel von Davos mussten nochmals zwei zusätzliche Spieler ins Spital aufgrund einer Magendarm-Grippe. Währenddessen war Trinec bereits in dem Turnier etabliert und hatte das erste Spiel hinter sich, auch wenn sie das Spiel gegen Kanada mit 1:4 verloren hatten. So war es schwierig, im Vorhinein einen Favoriten für dieses Spiel kenntlich zu machen.


Davos mit den ersten Chancen

Diese nicht vorhandene Favoritenrolle zeigte sich in diesem Spiel besonders lange. Beide hatten einen ähnlich guten Start, dann war es der HCD mit der ersten Chance. Andres Ambühl konnte vor dem Stepanek vorbeifahren und versuchte in der Drehung zu skoren. Später im ersten Drittel hab es erneut eine heisse Phase, in der beide Teams gut unterwegs waren – es war ein unterhaltsames Spiel. Trinec konnte in der 15. Spielminute dann als erstes Team ein Tor verbuchen. Nachdem Martynek alleine vor dem Torhüter stand, konnte Kovarcik seinen Abpraller zum Tor nutzen.


Altbekannte Torflaute

Ab da ging es eigentlich wieder in den alten Trinec Strudel. Die Tschechen sind hinten zu undurchlässig, vor allem dank Torhüter Stepanek, aber vorne scheitern sie ebenfalls oft. So sah es auch Stürmer Mark Aeschlimann: «Wir wussten, dass sie hinten völlig zumachten. Wir probierten die Seite zu wechseln, aber das hat auch nicht immer funktioniert.»


Schneller Start

Kaum im dritten Drittel, konnte Davos den Ausgleich erzielen. Das Eisstadion war erleichtert, das hörte man am ausgelassenen Jubel. Doch ein Torrausch ergab sich dadurch nicht, weiter ging es mit der bisherigen knappen Ausgangslage. Und weiter mit der Abschlussflaute der Tschechen. Aus 24 Schüssen kurz vor ihren Toren resultierte kein Tor.


Und dann der Fehler in der Verteidigung, Nygren verlor ungünstig den Puck in der eigenen Verteidigungszone, sodass Kovarcik die Scheibe stehlen konnte und diese Doudera zuspielte, der diese an Van Pottelberghe vorbeibugsieren konnte. Zum Schluss noch ein Empty-Net und das Spiel war entgültig entschieden.


Poulet im Magen

«Es war ein enges Spiel bis zum Schluss», sagt Davos Headcoach Christian Wohlwend. «Schlussendlich haben Fehler das Spiel entschieden. Vielleicht hatten einige Spieler noch das Poulet vom Weihnachtsfest im Magen.»

Für Trinec gibt es nun einen Tag Pause, das Spiel Davos – Team Kanada vom 28.12. entscheidet, wie es für Trinec weiter geht. Davos darf sich morgen im Klassiker gegen das Team Kanada beweisen, eine weitere Hürde für die Bündner, denn auch dort können sie nur mit drei vollen Linien antreten.


HC Davos – HC Ocelari Trinec 1:4 (0:1, 0:0, 1:3)

Eisstadion Davos – 6300 Zuschauer (ausverkauft)

Schiedsrichter: Mark Lemelin (USA), Daniel Stricker (SUI) – Balazs Kovacs (SUI), Dmitri Shishlo (RUS)

Bestplayer Spiel:

Schüsse: Davos 17 (6, 5, 6) – Trinec 28 (10, 9, 6)

Strafminuten: 3 mal 2 Minuten gegen Davos; 4 mal 2 Minuten gegen Trinec


HC Davos

Tor: Van Pottelberghe (ET: Aeschlimann)

1. Linie: Jung, Nygren, Pesonen, M. Aeschlimann, Tedenby

2. Linie: Guerra, Rantakari, Kristo, Bader, Wellman

3. Linie: Heinen, Stoop, Palushay, Ambühl, Kessler

4. Barandun, Kienzle, Frehner


HC Ocelari Trinec

Tor : Stepanek (ET: Kvaca)

1. Linie: Gernat, Doudera, Dravecky, Marcinko, Stransky

2. Linie: Galvins, Musil, Martynek, M. Kovarcik, O. Kovarcik

3. Linie: Tahradnicek, Adamek, Adamsky, Polansky, Chmielewski

4. Linie: Hrachovsky, Hrna, Novotny, Szturc 

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