Trotz Aufholjagd – Salavat Yulaev verliert auch zweites Spiel

Von Casper Thiriet

Die Russen, die bereits gestern im Einsatz standen, mussten gegen den finnischen Letztplatzierten eine 4:3 Niederlage einstecken. Trotz dem Anschlusstreffer kurz vor Spielende.

Ausgelastete Russen

18 Jahre ist es her, seit TPS Turku das letzte Mal Teil des Spengler Cups war. In der Zwischenzeit konnte Salavat Yulaev zwei Mal ins Finale kommen. Nun trafen die beiden Mannschaften das erste Mal aufeinander. Yulaev hat das Startspiel mit 4:1 gegen Ambrì-Piotta verloren, ohne Pause mussten sie gegen das frisch angereiste Turku antreten.

Beide Teams starteten gut in das Spiel. Nach dem ersten Powerplay konnte Turku mit Oskari Lehtinen in der sechsten Spielminute den Führungstreffer lancieren, was Yulaev so nicht auf sich sitzen lassen wollte. Nach einem schwachen Powerplay ist es Ufa gelungen, in der 12. Spielminute auszugleichen.


Kurz vor dem ersten Drittelende wurde es noch spannend, die Finnen kamen mit einem Pfostenschuss, gleich darauf musste der Turku Torhüter Tirronen die Scheibe mit einem Dolphin-Jump sichern. Es war das Ende eines Drittels, indem beide noch das Spiel für sich hätten entscheiden können.


Dreierpack entschied Mitteldrittel

Auch im zweiten Drittel ging es ähnlich zu und her. Das 1:1, welches bis zur Spielhälfte bestehen blieb, war ein Spiegel des Spiels. Immer wieder klingte die Torumrandung oder war einer der Torhüter die letzte Station. In der 31. Spielminute war es dann Aleksi Anttalainen, der einen Blueliner sauber ins Netz schoss. Scheinbar befreite das die Torlust bei den Finnen, in den folgenden Minuten schoss sich TPS bis zum 4:1 – von denen das 3:1 ein wahrer Schmaus war: Backhand von der blauen Linie, abgelenkt und dann ins Tor!


Überraschendes Comeback

Doch das Spiel war noch lange nicht entschieden. Obschon die Russen lange einen eher demotivierten Eindruck hinterliessen, konnten sie in den letzten fünf Minuten die Niederlage relativ schnell minimieren, wobei ein Unentschieden nicht erzwungen werden konnte. Mit dem Torhüter draussen konnte man noch bis zum 4:3 vorringen, doch die kurzfristige Leistungssteigerung reicht für den Spengler Cup auf keinen Fall.

Etwas schade ist es schon, dass Ufa einige Spieler nicht zum Spengler Cup mitgenommen hat. Man könnte einmal mehr meinen, dass diese das Turnier nicht Ernst nehmen, sondern nur deren Bosse. Das ist aber sicher keine Entschuldigung für die heutige Niederlage, Turku konnte mit Spielfreude und schönen Spielzügen das Spiel verdient für sich entscheiden.


TPS Turku – Salavat Yulaev Ufa 4:3 (1:1, 3:0, 0:2)

Eisstadion Davos – 6300 Zuschauer (ausverkauft)

Schiedsrichter: Micha Hebeisen (SUI), Anssi Salonen (FIN) – Lauri Nikulainen (FIN), Dominik Schlegel (SUI)

UBS Key Player: Ilar Filppular (TPS), Eduar Gimatov (Ufa)

Tore: 5:50 1:0 PP1 Oskari Lehtinen (Pajuniemi, Holm), 12:01 1:1 Eduard Gimatov (Kartaev, Tsulygin), 30:51 2:1 Aleksi Anttalainen (Korpikoski, Filppula), 32:30 3:1 Tony Sund (Nurmi), 35:08 4:1 Ilari Filppula (Windlert), 55:36 4:2 Stanislav Gareyev (solo), 59:29 4:3 Rodion Amirov (Tsulygin, Baranov)

Schüsse: Turku 38 (15, 14, 9) – Salavat Yulaef 22 (7, 7, 8)

Strafminuten: 2 mal 2 Minuten gegen Turku; 4 mal 2 Minuten gegen Salavat


TPS Turku

Tor: Tirronen (ET: Pohjanoksa)

1. Linie: Windlert, Olsson, Budish, Filppula, Koprikoski

2. Linie: Anttalainen, Piskula, Suoranta, Wirtanen, Lehtinen

3. Linie: Sund, Larsson, Pajuniemi, PArssinen, Nurmi

4. Linie: Viro, Karvonen, Janatuinen, Kuru, Holm


HC Salavat Yulaev Ufa:

Tor: Sokhatsky (ET: Kareyev);

1. Linie: Sergeyev, Tsulygin, Solodukhin, Shevchenko, Mayorov

2. Linie: Lisovets, Tsulygin, Bashkirov, Kartaev, Gimatov

3. Linie: Mukhamadullin, Gareyev, Amirov, Pimenov, Lukin

4. Linie: Petrishchev, Kuzmin, Pustozerov, Baranov


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