NLA - 3. VF - Sonntag, 27. März 2022

1 : 0 (0:0, 0:0, 0:0) n.V.

Zuschauer

9182 Zuschauer (86% Auslastung)

Hallenstadion, Zürich

Schiedsrichter

Mark Lemelin, Micha Hebeisen; Marc-Henri Progin, Michael Stalder

Tore

Chris Baltisberger1:088:27
T. Kivisto

Strafen

Kyen Sopa07:47
2 min - Übertriebene Härte
07:47Robin Grossmann
2 min - Behinderung
07:47Robin Grossmann
2 min - Übertriebene Härte
Maxim Noreau09:02
2 min - Unsportliches Verhalten
Maxim Noreau09:02
2 min - Übertriebene Härte
09:02Noah Schneeberger
2 min - Übertriebene Härte
Kyen Sopa18:34
2 min - Crosscheck
Willy Riedi46:44
2 min - Stockschlag
Kyen Sopa50:08
2 min - Beinstellen
Phil Baltisberger67:53
2 min - Stockschlag
67:53Gilian Kohler
2 min - Stockhalten

Aufstellung / Statistik

Torhüter Torhüter
#43 J. Kovar 100,0% 88:27    #20 A. Beglieri               
#35 L. Waeber                #41 E. Paupe 97,1% 88:27   
Verteidiger Verteidiger
#24 P. Baltisberger ±0       1S 2' # 9 N. Delémont ±0            
# 4 P. Geering ±0       2S    # 4 K. Fey -1       2S   
#54 C. Marti ±0       2S    #29 B. Forster ±0       1S   
#56 M. Noreau +1       1S 4' #77 R. Grossmann ±0       3S 4'
#86 D. Trutmann ±0             #50 V. Lööv -1       3S   
# 6 Y. Weber ±0       3S    #32 N. Schneeberger ±0       1S 2'
Stürmer Stürmer
#10 S. Andrighetto ±0       5S    #96 D. Brunner ±0       6S   
#51 J. Azevedo ±0       4S    #40 E. Froidevaux ±0       1S   
#14 C. Baltisberger +1 1T    1S    #92 G. Haas ±0       2S   
#26 S. Bodenmann ±0       2S    #13 L. Hischier ±0            
#89 D. Diem +1       2S    #16 F. Hofer ±0       2S   
#91 D. Hollenstein ±0             #61 M. Hügli ±0       4S   
#62 D. Malgin ±0             #70 M. Indrasis -1       5S   
#87 M. Pedretti ±0       2S    #15 G. Kohler ±0       1S 2'
# 8 W. Riedi ±0          2' #73 M. Künzle ±0       2S   
# 9 G. Roe ±0       3S    #25 T. Rajala -1       5S   
#19 R. Schäppi ±0       3S    #76 J. Sallinen -1       1S   
#13 J. Sigrist +1       2S    #28 E. Schläpfer ±0       1S   
#78 K. Sopa ±0       1S 6' # 7 R. Tanner ±0            
#75 A. Yakovenko ±0       3S   
Weitere
#22 T. Kivisto       1A      

88:27 Minuten für ein Tor

Von Andreas Bernhard

Chris Baltisberger traf in der zweiten Verlängerung als einziger am heutigen Abend und verkürzte die Serie auf 1:2. Der EHC Biel hätte im Schlussdrittel alles klar machen können und hatten dafür in der ersten Verlängerung oftmals Glück. Jedes Spiel in dieser Serie ist anders. Jedes Spiel bietet Spektakel. Am Dienstag geht es in Biel weiter.

Der EHC Biel konnte heute wieder auf Damien Brunner zählen. Dafür fehlte auch heute Luca Cunti, der nicht mehr verletzt dafür krank gemeldet wurde. Auch Yannick Rathgeb musste krankheitshalber zuschauen. Umso überraschender liessen die Bieler heute Dmitry Shikin pausieren und liessen Elien Paupe zum ersten Mal in diesen Playoffs ran. Bei den ZSC Lions ersetzte Garrett Roe auf der Importposition Marcus Krüger. Da es heute das letzte Spiel des ZSC im Hallenstadion sein könnte, haben sich die Fans mit einer Choreo gebührend an die 72 Jahre erinnert und sich schon mal verabschiedet. Keiner hatte ernsthaft daran geglaubt, dass es sich heute um die Derniere handeln würde.

Der erste Abschnitt brachte ein Tor. Sonst war alles drin, was Playoff Hockey ausmacht. Härte, Emotionen, Chancen. Der EHC Biel begann vorsichtig. Sie wollten unbedingt verhindern, wieder einem Rückstand hinterherlaufen zu müssen. Die Lions gingen energischer in die Partie. Bereits in der zweiten Minute hätten die Zürcher in Führung gehen müssen. Nach einem Bullygewinn in der offensiven Zone kam Sven Andrighetto am rechten Pfosten völlig frei zum Schuss. Elien Paupe wehrte ab. Andrighetto kam nochmals zur Scheibe und passte in die Mitte zu Garrett Roe. Doch Roe konnte die Scheibe nicht kontrollieren und kam nicht zum Abschluss. Die Bieler kamen in der siebten Minute erstmals gefährlich vor das Zürcher Tor. Michael Hügli scheiterte backhand an Jakub Kovar. Die ZSC Lions vergaben weiterhin beste Chancen. So auch Denis Hollenstein in der siebten Minute. Die Bieler konnten nicht befreien und Hollenstein war im Abschluss zu umständlich. Es war der Auftakt zu einer emotionalen Phase dieses ersten Drittels. Robin Grossmann verhinderte mit einer Behinderung gegen Kyen Sopa in der achten Minute die Zürcher Führung. Danach bearbeitete er Sopa an der Bande mit Händen und Füssen, bis sich der Zürcher aufrappeln konnte. Das Verdikt der Schiedsrichter überraschte. Robin Grossmann wurde für Behinderung und übertriebene Härte bestraft, Kyen Sopa allerdings musste ebenfalls für übertriebene Härte auf die Strafbank. Den Lions blieb damit ein 2 Minuten Powerplay. Doch das Powerplay wurde durch die nächste interessante Schiedsrichterentscheidung verkürzt. Nach 9:02 beendete Noah Schneeberger den Abend für Denis Malgin. Der Ellbogencheck gegen den Kopf des Topscorers der ZSC Lions brachte Schneeberger nur eine 2 Minutestrafe ein. Maxim Noreau, der Malgin rächte, erhielt 2 + 2 Strafminuten. Weil Sven Andrighetto in der 12. Minute nur halbherzig den Abschluss suchte und Damien Brunner in der 18. Minute knapp am Tor vorbei schoss. Hiess es nach 20 Minuten weiterhin 0:0.

Die Pause kühlte die Gemüter vorübergehend. Auch Chancen blieben Mangelware. Dafür stieg die Spannung immer mehr. Marco Pedretti vergab eine der besseren in der 32. Minute. Die Höhe stimmte. Über dem Beinschoner von Paupe. Doch der Bieler Goalie hatte die Fanghand am richtigen Ort und krallte sich die Scheibe. Die Lions taten sich ansonsten eher schwer. Da stimmte wenig zusammen. Andrighetto fuhr seine Kreise ohne Wirkung und die Passgenauigkeit liess zu wünschen übrig. Alexander Yakovenko kam dem ersten Tor in der 36. Minute einiges näher. Kovar konnte für die Zürcher das 0:0 halten. Die fehlende Emotion half den Gästen aus Biel, die nun spielbestimmend auftraten. Während die Zürcher am Ende ihrer Kräfte verteidigen mussten, konnten die Bieler immer wieder neue Kräfte ins Drittel der Zürcher schicken. Nach langen Minuten konnten die Lions in der 38. Minute endlich wechseln, fanden sich aber gleich wieder unter Druck. Phil Baltisberger kam 18 Sekunden vor der zweiten Pause mit Glück an einer Strafe vorbei, als er Luca Hischier etwas gar unsanft bearbeitete. 0:0 stand es auch nach 40 Minuten. Die einzig gute Nachricht für die Zürcher nach zwei Drittel? Der EHC Biel verpasste es, in Führung zu gehen.

Das änderte sich in der 42. Minute beinahe. Nach einem Abschluss von Toni Rajala konnte Jakub Kovar im Liegen gerade noch seinen Stock auf die Linie bringen und den Puck abwehren. Er sorgte so sogar noch dafür, dass Jere Sallinen den Nachschuss verwerten konnte. Michael Hügli scheiterte als nächster Bieler in der 45. Minute am Tschechen. Auch in Unterzahl war Jakub Kovar der Grund dafür, dass es weiterhin 0:0 stand. Willy Riedi (47.) und Kyen Sopa (51.) kamen unbeschadet von der Strafbank zurück. Das brachte den Lions Aufwind. Die Angriffsbemühungen der Zürcher blieben weiterhin erfolglos. Fünf Minuten vor dem Ende des letzten Drittels stand es immer noch 0:0 und die Lions kamen immerhin zu ihrem zweiten und dritten Schuss in diesem Drittel. Mike Künzle scheiterte 2:09 vor der dritten Sirene als nächster Bieler an Kovar. Genau 69 Sekunden später wehrte Kovar einen Schuss von Viktor Lööv mit der Maske ab. Es kam zur Verlängerung, weil Damien Brunner wenige Sekunden vor Schluss ebenfalls nicht an Kovar vorbei kam.

Toni Rajala sündigte als erster in der Verlängerung. In der 63. Minute umspielte er auf der rechten Seite alle Zürcher, tanzte Jakub Kovar aus und schoss dann neben das Tor. Noch schlimmer traf es Sven Andrighetto. Der Zürcher traf in der 66. Minute nur den Pfosten. Während Kovar die Zürcher überhaupt in die Verlängerung brachte, hielt Paupe die Bieler in dieser im Spiel. In der 67. Minute hatte Reto Schäpppi den Matchpuck auf dem Stock. Er schoss aus zwei Metern direkt und wunderte sich, wie Paupe diesen Schuss noch abwehren konnte. Simon Bodenmann kam in der 73. Minute ebenfalls nicht an Paupe vorbei. Denis Hollenstein schoss in der 77. Minute aus bester Position über das Tor. Diem und Pedretti schafften es auch in der 79. Minute nicht, die Scheibe ins Tor zu bringen. Nach 80 Minuten hatten die Zuschauer immer noch kein Tor gesehen.

Andrighetto passte in der 81. Minute verheissungsvoll auf Simon Bodenmann, doch dem versprang die Scheibe. Grossmann schoss in der 84. Minute am Tor vorbei und sorgte damit für die perfekte Vorlage für Pedretti. Elien Paupe wollte noch nicht nach Hause und den Schuss ebenso, wie kurze Zeit später den Versuch von Garrett Roe. Zwei Minuten später wurde Kovar wiederholt zum Spielverderber und wehrte mirakulös gegen Alexander Yakovenko. Dann war es nach 88:27 kein geringerer als Chris Baltisberger, der die Zürcher erlöste. Sein Schoss zischte an der Stockhand von Elien Paupe vorbei zum 1:0. Es wird ein weiteres Spiel im Hallenstadion geben.

Schüsse aufs Tor: 37:39 (12:4;8:9;5:16;8:7;4:3)

Bully: 44:29 (9:8;7:6;10:7;15:5;3:3)

Turnover eigene Zone: 14:17 (2:3;6:1;2:8;3:3;1:2)

Mannschaftsaufstellung:

ZSC Lions: Kovar (Ersatz: Waeber); Geering, Weber; Marti, Noreau; Kivistö, Phil Baltisberger; Trutmann; Hollenstein, Malgin, Bodenmann; Andrighetto, Roe, Azevedo; Pedretti, Sigrist, Sopa; Diem, Schäppi, Chris Baltisberger; Riedi.

EHC Biel-Bienne: Paupe (Ersatz: Beglieri); Lööv, Fey; Grossmann, Yakovenko; Forster, Schneeberger; Delémont; Rajala, Sallinen, Hischier; Hügli, Haas, Hofer; Künzle, Indrasis, Brunner; Schläpfer, Froidevaux, Kohler; Tanner.

Bemerkungen:

ZSC Lions ohne Morant (verletzt), Guebey, Krüger, Quenneville und Flüeler (überzählig).

EHC Biel-Bienne ohne Stampfli, van Pottelberghe, Kessler (verletzt), Korpikoski, Karaffa, Shikin (überzählig), Cunti und Rathgeb (krank).

66. Pfostenschuss Andrighetto


Playoff

Viertelfinal

1Zug226
9Lugano012
2Fribourg124
6Lausanne105
3ZSC Lions1431
7Biel2540
4Rapperswil244
5Davos031

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