Die Schweiz verliert unglücklich nach Verlängerung gegen Kanada.

Von Maurizio Urech

Die Schweizer standen kurz bevor die Kanadier erneut zu schlagen. Sven Andrighetto und Nico Hischier hatten endlich im Powerplay getroffen, doch praktisch mit der Schlusssirene glichen die Kanadier zum 2:2 aus und Mark Stone entschied die Partie in der Verlängerung.

Für das Viertelfinale gegen Kanada musste Patrick Fischer auf den verletzten Verteidiger Yannick Weber verzichten, Praplan rückte wieder in die Mannschaft, Genoni stand wie erwartet im Tor. Bei den Kanadiern fehlte der gesperrte Mantha, Matt Murray war der Torhüter.

Die Schweizer Nationalmannschaft stand dicht davor die Kanadier zum dritten Mal in Folge zu schlagen, doch die Hockey-Götter hatten anders entschieden, 0,3 Sekunden vor Schluss glichen die Kanadier zum 2:2 aus und in der Verlängerung schoss Mark Stone die Kanadier ins Halbfinal.

Im Startdrittel hatten die Schweizer Chancen durch Niederreiter, Scherwey und nach einer schönen Kombination Fiala-Niederreiter, Stone, Fabbro nach einem Zuspiel von Stone und Dubois nach einem Rebound von Genoni hatten die besten Möglichkeiten für die Kanadier. In der 17. Minute kamen die Schweizer zu Ihrer ersten Überzahl, das Powerplay war ja bisher ein Schwachpunkt der Schweizer, doch es war Sven Andrighetto der mit einem satten Schuss der vielleicht noch abgelenkt wurde zum 1:0 traf.

Im Mitteldrittel traf Marchessault nach zwei Minuten die Latte, dann hatte Murray Glück als er einen Schuss von Loeffel nicht blockieren konnte, die Scheibe trudelte knapp am Pfosten vorbei. Dann führte eine Flüchtigkeitsfehler von Loeffel zu einem Scheibenverlust in der eigenen Zone und die Schweizer konnten sich in der Folge nicht befreien und es war Mark Stone der den Schuss von Fabbro unhaltbar zum 1:1 ablenkte. Nach einem Backhand Schuss von Henrique kamen die Schweizer zu zwei ausgezeichneten Chancen, zuerst durch Andrighetto und nach einem schnellen Gegenstoss Ambühl-Bertschy. Bertschy kam aus spitzem Winkel zum Abschluss, die Verteidiger retteten für den geschlagenen Murray. In der 39. Minute kassierte Marchessault die zweite Strafe für die Kanadier, nach einer ersten Möglichkeit durch Josi , stand Nico Hischier am zweiten Pfosten richtig um den Abpraller nach dem Schuss von Martschini zum 2:1 zu verwerten.

Cirelli hatte die erste Möglichkeit des Schlussdrittel, Ambühl prüfte mit einem Backhandschuss Murray, Genoni neutralisierte einen Schuss von Marchessault. Im dritten Powerplay der Schweizer kamen Josi zweimal und Haas zu gefährlichen Schüssen. Dann versuchten die Kanadier den Druck auf das Schweizer Tor zu erhöhen, Dubois und Nurse mit Chancen. Dann folgte die Turbulente Schlussphase, in der die Kanadier schon 130 Sekunden vor Schluss ohne Torhüter spielten, die Schweizer verteidigten bravourös, mit mehreren blockierten Schüssen, doch als die Partie praktische vorüber war, fand ein Pass von Stone Verteidiger Damon Severson der 0,2 Sekunden vor Schluss zum 2:2 ausgleichen konnte, das Tor wurde nach Videostudium gegeben, ein harter Schlag für die Schweizer.

In der fälligen Verlängerung kamen die Schweizer zu Abschlüssen durch Loeffel, Martschini und Fiala, doch es waren die Kanadier die zum 2:3 nach einer Kombination Dubois – Mark Stone trafen und damit die Medaillen-Träume der Schweiz beendete.

Eine mehr als bittere Niederlage für die Schweizer, die sich jedoch nichts vorwerfen lassen müssen, gegenüber den Spielen gegen Schweden und den Tschechen, konnte man die Eigenfehler drastisch reduzieren, am Schluss fehlte einfach auch noch das nötige Quäntchen Glück. Dass die Schweizer ausgerechnet am Tag als man zwei Powerplay-Tore schoss ausschied, ist mehr als unglücklich.

»Nico Hischier: Eine mehr als bittere Niederlage, ich glaube die letzten Sekunden waren Emotionen pur, Moser blockiert noch den ersten Schuss, hat seinen Körper geopfert, wenn so wenig fehlt ist es natürlich doppelt bitter. In der Verlängerung haben wir uns wieder aufgefangen, es war noch nichts verloren, aber man weiss bei drei gegen drei geht es schnell und die Kanadier brauchen nicht viele Chancen und haben ein Tor mehr geschossen. Wenn wir das ganze Spiel anschauen, können wir uns nicht vorwerfen, wir haben uns diesmal nicht selber geschlagen. Momentan überwiegt natürlich die Enttäuschung, wir haben eine sehr gute Mannschaft und ich freue mich jedesmal wenn ich für die Nationalmannschaft spielen kann und habe hier jeden Moment bei meiner ersten WM genossen.»

Patrick Fischer: «Meine Spieler haben alles gegeben, als Coaching Staff sind wir sowohl mit dem Einsatz als auch mit der Umsetzung der Vorgaben sehr zufrieden. Natürlich sind wir über das Ausscheiden enttäuscht, wir hatten uns mehr vorgenommen, aber du kannst im Sport leider nicht auswählen. In den letzten acht Spielen haben wir sehr viele gute Sachen gezeigt, ich persönlich glaube dass wir wieder einen Schritt näher an die Topsix gekommen sind, auch wenn wir die Spiele gegen die «Tenöre» verloren haben, wir hätten diese ebenso gut gewinnen können. Leider verlieren wir alle, die Differenz ist in den Details, aber ich bin extrem Stolz auf unsere Spieler und habe mich bei Ihnen für den Einsatz und den Willen den alle in jedem Spiel gezeigt haben, jeder hat wie ein Löwe gekämpft. Im Leben kann man nichts auswählen nur lernen, wir werden daran wachsen. Auch wenn es noch früh ist, wir freuen uns extrem auf die Heim-WM nächstes Jahr.»

Kanada - Schweiz 3:2 (0:1,1:1,1:0,1:0 )

Kosice – Steel Arena – 6'157 Zuschauer

Schiedsrichter : Frano (CZE), Rantala (FIN); Lhotsky (CZE), Sormunen (FIN)

Tore : 18’06 Andrighetto (Diaz, Fiala/Ausschluss McCann) 0:1; 25’45 Stone (Fabbro, Dubois) 1:1; 39’57 Hischier (Martschini, Niederreiter/Ausschluss Marchessault) 1:2; 59’59 Severson (Stone) 2:2; 65’07 Stone (Dubois, Theodore) 2:3

Strafen

Kanada : 3 x 2 Minuten

Schweiz : 1 x 2 Minuten

Bemerkungen:

56’25 Time-out Schweiz

59’07 Time-out Kanada

Kanada von 57’50 – 59’59 ohne Torhüter

Kanada : Murray; Nurse, Severson; Stecher, Chabot; Fabbro, Theodore; Myers; Stone, Dubois, Marchessault; Couturier, Reinhard, Cirelli; Jost, Turris, McCann; Strome, Henrique, Bertuzzi; Joseph

Schweiz : Genoni; Diaz, Josi; Loeffel, Genazzi; Fora, Frick; Fiala, Hischier, Niederreiter; Hofmann, Haas, Andrighetto; Scherwey, Kurashev, Martschini; Ambühl, Bertschy, Moser; Praplan, Rod

IIHF World Championship, QF CAN - SUI Matt Murray #30, Nino Niederreiter #22, Thomas Chabot #72 Steel Arena, Kosice ©hockeyfans.ch/Andreas Robanser
IIHF World Championship, QF CAN - SUI Joël Genazzi #76, Kyle Turris #19 Steel Arena, Kosice ©hockeyfans.ch/Andreas Robanser
IIHF World Championship, QF CAN - SUI Raphael Díaz #16, Kyle Turris #19, Leonardo Genoni #63 Steel Arena, Kosice ©hockeyfans.ch/Andreas Robanser
IIHF World Championship, QF CAN - SUI Anthony Cirelli #71, Sean Couturier #7, Kevin Fiala #21 Steel Arena, Kosice ©hockeyfans.ch/Andreas Robanser
IIHF World Championship, QF CAN - SUI Christoph Bertschy #64, Thomas Chabot #72 Steel Arena, Kosice ©hockeyfans.ch/Andreas Robanser
IIHF World Championship, QF CAN - SUI Nino Niederreiter #22, Matt Murray #30, Darnell Nurse #25 Steel Arena, Kosice ©hockeyfans.ch/Andreas Robanser
IIHF World Championship, QF CAN - SUI Kevin Fiala #21, Andres Ambühl #10, #85, Raphael Díaz #16 Steel Arena, Kosice ©hockeyfans.ch/Andreas Robanser
IIHF World Championship, QF CAN - SUI Matt Murray #30, Kevin Fiala #21, Kyle Turris #19 Steel Arena, Kosice ©hockeyfans.ch/Andreas Robanser
IIHF World Championship, QF CAN - SUI Pierre-Luc Dubois #18, Andres Ambühl #10 Steel Arena, Kosice ©hockeyfans.ch/Andreas Robanser
IIHF World Championship, QF CAN - SUI Mark Stone #61, Jonathan Marchessault #81, Shea Theodore #27 Steel Arena, Kosice ©hockeyfans.ch/Andreas Robanser
IIHF World Championship, QF CAN - SUI Michael Fora #45, Leonardo Genoni #63, Tyson Jost #10 Steel Arena, Kosice ©hockeyfans.ch/Andreas Robanser
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IIHF World Championship, QF CAN - SUI Nino Niederreiter #22, Gaëtan Haas #92, Nico Hischier #13, Mark Stone #61 Steel Arena, Kosice ©hockeyfans.ch/Andreas Robanser
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Donnerstag, 23. Mai 2019

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