Luganos Frauen starten mit Sieg

Freitag, 25. Februar 2011, 20:57 - Maurizio Urech

Die Frauen-Mannschaft des HC Lugano startet mit einem knappen Sieg ins Finalturnier des Europacups.

Die Lugano Ladies legten gleich wie die Feuerwehr los auch dank zwei Powerplays gleich in der Anfangsphase des Spiels. Doch auch bei Gleichbestand waren es die Einheimischen, welche den Ton angaben. Die Spielerinnen aus Kasachstan kamen erst in der 8. Minute zu Ihrem ersten Torschuss, trotz diverser Torchancen blieb es bis zur ersten Pause beim 0:0.

Das zweite Drittel stand unter umgekehrten Vorzeichen. Diesmal waren es die Kasachinnen, die gleich in der Anfangsphase zweimal in Überzahl spielen konnten und sie hatten Pech als ein Schuss in der 21. Minute von Latte genau auf die Torlinie fiel, während im zweiten Powerplay die Ladies des HC Lugano nach einem Rush von Bullo beinahe einen Shorthander erzielt hätten, doch im ersten Powerplay für die Einheimischen mussten diese den Gästen zwei Gegenstösse zugestehen, zuerst parierte Torfrau Müller bei einer 2-gegen-1 Situation glänzend, während bei zweiten Mal Tukhtieva nur durch ein Foul zu stoppen war. Die Konsequenz war ein Penalty, welche die gleiche Spielerin mit einem platzierten Schuss verwertete, und trotz diverser heissen Szenen vor dem Tor der Kasachinnen blieb es beim knappen 0:1 nach 40 Minuten.

Das dritte Drittel sah die Lugano Ladies wieder das Spieldiktat in die Hände nehmen und schon in der 6. Minute vergab Koka die erste hochkarätige Torchance, als sie alleine vor dem Tor Backhand die Scheibe neben das Tor setzte. In einem Powerplay der Bianconeri dann ein Rush von Bullo, Abpraller für Muzerall, welche neben das Tor schoss, doch im gleichen Powerplay klappte es endlich nach einem Schuss von Koka. Captain Misikowetz stand am richtigen Ort um den Abpraller zu vielumjubelten Ausgleich zu verwerten. Auch in der Folge hatten die Lugano Ladies die besseren Chancen, so in der 14. Minute, als Bullo einen Befreiungsschlag abfangen konnte und die Scheibe zu Muzerall spielte, die jedoch zu hoch zielte. Oder zwei Minuten später durch Koka und McLeod.

In der fälligen Verlängerung tauchte Raselli in der 3. Minute alleine vor der gegnerischen Torfrau auf, ohne diese jedoch in zwei Anläufen bezwingen zu können, damit kam es zum Penaltyschiessen.

Das Penaltyschiessen war an Spannung kaum zu überbieten. Nach je drei Versuchen stand es 1:1. Tukthieva hatte erneut getroffen, während Misikowetz mit einer schönen Finte ausgleichen konnte. In der zweiten Serie scheiterte die Spielerin aus Kasachstan an Müller und es war Misikowetz, die mit Ihrem zweiten erfolgreichen Penalty den Siegestreffer erzielen konnte.

Entsprechend zufrieden war nach dem Spiel der Trainer der HC Lugano Ladies, Patrice Lefebvre. "ich muss meinen Spielerinnen ein Riesenkompliment machen. Wir haben unseren Plan von der ersten bis zur letzten Minute durchgezogen. Leider kassierten wir ein Tor in Überzahl, dann hielt uns Jessica Müller mit ein paar Paraden im Spiel. Wir haben mit viel Herz gekämpft und auch im 3. Abschnitt hatten wir die besseren Chancen. Das Tüpfelchen aufs I war natürlich das Penaltyschiessen. Ich glaube dies ist der Traum eines jeden der aktiv Eishockey spielt, vor eigenem Publikum ein Spiel im Penaltyschiessen zu entscheiden. Ich glaube unsere Girls können stolz auf sich sein."

Ein verdienter Sieg für die HC Lugano Ladies, die sicherlich mehr fürs Spiel gemacht haben, doch nach dem Rückstand hätte man auch verlieren können. Doch wie man das 3. Drittel begonnen hat, zeigte wie viel Charakter in dieser Mannschaft steckt und am Schluss wurde man mit dem Sieg belohnt, welcher den Traum einen Schritt näher bringt.

Ilves Tampere mit Startsieg

Im ersten Spiel der Final Four des European Women Champions Cup trafen der finnische Meister llves Tampere und auf den russischen Titelträger SKIF Nischni Nowgorod aufeinander.

Bereits nach den ersten 20 Minuten schien diese Spiel entschieden, da Ilves entschlossener Startete, seine Chancen nützte, und auch auf die "Mithilfe" der gegnerischen Torfrau zählen konnte, die nach 13 Minuten und vier erhaltenen Toren (darunter einen Shorthander) ersetzt wurde. Auf der Gegenseite machte die Torhüterin von Ilves sämtliche Abschlussversuche der Russinnen zu Nichte machte. Auch während fast der Hälfte des Mitteldrittels hatte Ilves alles unter Kontrolle und hätte bei ein paar Konterangriffen beinahe noch das fünfte Tor erzielt, doch nach dem ersten Tor auf Penalty erzielt konnten die Russinnen noch vor der zweiten Pause noch einen Treffer nachlegen, so dass für ein spannendes Schlussdrittel gesorgt war, und siehe da nach 9 Minuten im Powerplay landete ein Weitschuss von der blauen Linie zum 4:3 ins Netz, und die Schlussphase wurde noch einmal richtig spannend da die Russinnen noch mehrere Male im Powerplay spielen konnten auch in doppelter Überzahl, doch dank einem aggressiven Boxplay kam Ilves immer wieder zu gefährlichen Kontern, zweimal tauchte eine Spielerin alleine vor der gegnerischen Torfrau auf, beim zweiten Mal durch ein Foulspiel gestoppt und Koivula verwertete diesen Penalty mit einer schönen Finte. Damit war das Spiel entschieden.

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