Interview aus Straubing mit Dan:
Dan, herzlich willkommen in Straubing. Was gab denn letztlich den Ausschlag, dass Sie sich für einen Wechsel in die DEL entschieden haben?
Dan Ratushny: Ich habe einige Nachforschungen über Straubing angestellt und mich informiert. Was ich gehört habe, hat mir gut gefallen. Es ist eine disziplinierte, ambitionierte Organisation, die ehrgeizige Ziele hat. Ich habe auch einige Zeit mit Gesprächen mit Jürgen Pfundtner und Jason Dunham verbracht, die sehr positiv verlaufen sind. Und die DEL an sich ist natürlich eine große Chance für mich.
War es deshalb auch nicht schwer, per Ausstiegsklausel Olten zu verlassen, wo Ihr Vertrag ja eigentlich noch ein Jahr gelaufen wäre?
Ratushny: „Doch, es war eine sehr schwere Entscheidung. Wir haben hier in den letzten Jahren einiges aufgebaut, und ich sehe auch Perspektiven für die Zukunft dort. Aber das ist für mich eine einmalige Chance, die ich einfach wahrnehmen muss.
Im Straubinger Kader sind noch ein paar Plätze frei. Was wissen Sie darüber und inwiefern sind Sie involviert?
Ratushny: Mein Fokus lag bis Montagabend total auf Olten. Ich bin jetzt dabei, mir einen Überblick über den Kader und alles, was dazugehört, zu verschaffen. Deshalb kann ich dazu jetzt noch nicht allzu viel sagen.
Von Seiten des Vereins heißt es, dass auch Ihr Konzept überzeugt hat und letztlich mit dazu geführt hat, dass Sie verpflichtet wurden...
Ratushny: Ein Konzept ist das eine. Aber das Entscheidende ist die tägliche Arbeit auf dem Eis. Die entscheidet über Erfolg oder Misserfolg.
Für welche Art von Eishockey-Philosophie stehen Sie denn?
Ratushny: Puckbesitz, hohes Tempo, hohe Intensität: Das sind meine Schlagworte. Dazu ist es wichtig, dass wir als Team solide in der Defensive stehen. Aber es geht nicht um Defensive oder Offensive an sich – eine solide Abwehr ist die Basis für mein Spiel.
Sie haben eine bewegte Laufbahn hinter sich: Nach Ihrer Zeit in Nordamerika spielten Sie in vielen Ländern weltweit, danach zogen Sie aber Studium und den Anwaltsjob vor dem Sport, ehe Sie doch wieder in Olten in das Trainergeschäft eingestiegen sind…
Ratushny: Ich wollte nach meiner aktiven Zeit bewusst etwas anderes machen. Die Jahre in der Anwaltskanzlei in Toronto waren sehr wichtig und prägend für mich. Allerdings habe ich nach einiger Zeit gemerkt, dass mir das Eishockey gefehlt hat. Deshalb habe ich dann die Chance in Olten vor zwei Jahren wahr genommen. Eigentlich sollte das zunächst auf ein Jahr befristet sein, aber mich hat der Eishockey-Virus wieder angesteckt.
Momentan sind Sie noch in Olten. Wie sieht Ihr Plan für die nächsten Monate aus? Werden Sie auch mal nach Straubing kommen? Und verbringen Sie den Sommer in Nordamerika oder in Europa?
Ratushny: Ich werde den Großteil des Sommers in Europa verbringen, aber zwischendurch auch nach Nordamerika fliegen. Ende April/Anfang Mai werde ich dann zunächst einmal einige Zeit in Straubing sein und einige Dinge vorbereiten.
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Oute für immer