Blamable Niederlage gegen Schweden

Von Simon Wüst

Die Schweizer Nationalmannschaft verliert deutlich gegen ein in allen Belangen überlegenes Schweden. Die Leistung war enttäuschend und stellt Patrick Fischer vor einige Aufgaben. Die Gastgeber überzeugten über die ganze Spieldauer und boten hervorragendes Eishockey, ganz zur Freude der zahlreichen Zuschauer in der Heimstätte von Färjestad BK.

Stéphane Charlin von den SCL Tigers machte heute sein Debut im Tor der Schweizer-Nati. Ansonsten genossen fast die gleichen Spieler das Vertrauen von Coach Patrick Fischer.

Die Schweizer wirkten zu Beginn nervös, begingen viele kleine individuelle Fehler und Fehlpässe. Schweden machte viel offensiven Druck und störte die Schweizer früh. Auch in der Mittelzone standen sie so gut, dass die Schweizer den Puck nur tief spielen konnten. So war es natürlich schwierig, Torchancen zu kreieren und ausserdem kostete dies viel Energie. Die Tre Kronor konnten ihre Überlegenheit im Startdrittel in drei Tore umwandeln. Zuerst bezwang Nygard Charlin mit einer Körpertäuschung nach einem schönen langen Pass. Acht Minuten später hatte Hardegard nach einem Querpass viel Zeit sich die Lücke beim Schweizer Goalie auszusuchen. Das dritte Tor erzielte Lindberg im Powerplay - 14 Sekunden vor der Sirene.

Das Mitteldrittel begann für die sonst schon überforderten Schweizer sehr ungünstig. Marchon kassierte eine Fünfminuten plus Spieldauer Strafe wegen eines Checks gegen den Kopf von Lindberg. Kurz vor Ablauf dieser Strafe traf Strömwall backhand ins hohe Eck. Und auch der fünfte Treffer fiel, während Hofmann seine Strafe absass. Frödén reagierte am schnellsten, als der Puck vor dem Schweizer Tor liegen blieb. Auch sonst sahen die Schweizer kein Eis. Die Szenen vor Schwedens Tor konnte man an einer Hand abzählen, während Charlin unter Dauerbeschuss stand. Einen Schreckmoment gab es in der 37. Minute als Biasca heftig gegen die Bande gecheckt wurde. Zum Glück blieb er unverletzt und konnte weiterspielen. Die Überzahl konnten die Schweizer nicht ausnutzen.

Im Schlussdrittel sah die Partie nicht viel anders aus. Ein bisschen mehr Spielanteile konnte sich die Schweiz erarbeiten, aber wahrscheinlich hatten die Schweden auch einen Gang zurückgeschaltet. Ein Lichtblick waren die Ehrentreffer durch Sven Senteler und Tino Kessler in der 44. bzw. 60. Minute. Dabei nutzten die Eisgenossen endlich ihr Powerplay erfolgreich aus. Auch sonst gab es vermehrt Torszenen und das Team sah nicht mehr ganz so schlecht aus. Aber Schweden hatte bis zur Schlusssirene alles unter Kontrolle und siegte souverän.

Telegramm:

Schweden – Schweiz 5:2 (3:0, 2:0, 0:2)

Karlstad (SWE), Löfsberg Arena – Refrees: Ondracek, Brander; Linespersons: Strömberg, ??? – Tore: 05:11 Nygard (Heed) 1:0; 13:33 Hardegard (Ejdsell) 2:0; 19:46 Lindberg (Ejdsell, Heed / Ausschlus Hofmann) 3:0; 24:14 Strömwall (Lindberg / Ausschluss Marchon) 4:0; 29:15 Frödén (Tömmernes, de la Rose / Ausschluss Hofmann) 5:0; 43:49 Senteler (Scherwey, Moy / Auschluss Frödén) 5:1, 59:31 Kessler (Kreis, Schmutz / Ausschluss de la Rose) 5:2; - Strafen: Schweden 3 x 2 Minuten; Schweiz 5 x 2 Minuten , 1 x 5 Min. & Spieldauerstrafe (Marchon)

Bemerkungen:

Teamaufstellung Schweiz:

Charlin; Kreis, Glauser; Frick, Fora; Jecker, Jung; Wüthrich, Stadler; Hofmann, Senteler, Biasca; Bader, Rochette, Kessler; Scherwey, Heim, Marchon; Zehnder, Schmid, Schmutz; Moy

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4:2 (1:0 2:1 1:1)

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