Mittwoch, 28. Dezember 2011

3 : 1 (2:0, 0:0, 1:1) 

Zuschauer

6147 Zuschauer

Vaillant Arena, Davos

Schiedsrichter

Danny Kurmann, Daniel Stricker; Roman Kaderli, Joris Müller

Tore

Fredrik Warg1:010:20
O. Cibulskis, J. Lundmark
Girts Ankipans2:013:23
R. Bukarts, G. Meija
Gints Meija [SH]3:046:08
R. Bukarts
53:203:1Nathan Paetsch [PP2]
C. Fischer

Strafen

14:34Armin Wurm
2 min - Stockhalten
Jekabs Redlihs31:43
2 min - Behinderung
Guntis Galvins44:49
2 min - Kniestich
49:47Kai Hospelt
2 min - Hoher Stock
Oskars Cibulskis52:01
2 min - Spielverzögerung
Effektive Dauer: 79 Sekunden
Martins Cipulis52:26
2 min - Bandencheck
Arvids Rekis57:12
2 min - Crosscheck

Aufstellung / Statistik

Torhüter Torhüter
#31 C. Holt                #30 D. Dshunussow               
#37 M. Jucers                # 1 L. Lang               
Verteidiger Verteidiger
# 3 J. Andersons                #28 R. Bina               
#44 O. Cibulskis       1A    2' #25 M. Degon               
#13 G. Galvins             2' #24 C. Fischer       1A      
#14 J. Redlihs             2' #34 B. Kohl               
# 9 K. Redlihs                # 4 N. Paetsch    1T         
# 6 A. Rekis             2' #11 B. Schopper               
#11 K. Sotnieks                #12 A. Wurm             2'
Stürmer Stürmer
#75 G. Ankipans    1T          #85 M. Bishai               
#32 M. Bicevskis                # 9 P. Davis               
#21 R. Bukarts       2A       #22 M. Dzieduszycki               
#47 M. Cipulis             2' #17 S. Furchner               
#73 N. Lucenius                #10 T. Haskins               
#83 J. Lundmark       1A       # 8 K. Hospelt             2'
#87 G. Meija    1T 1A       #61 A. Huebscher               
#66 A. Podzins                #21 C. Höhenleitner               
#23 J. Stals                #16 D. Laliberté               
#95 J. Upitis                #13 V. Mayer               
#79 F. Warg    1T          #14 N. Milley               
#37 P. Pohl               

Riga als erste Mannschaft im Halbfinal

Von Leroy Ryser

Im fünften Spiel wird die 30‘000-Zuschauer-Marke bereits geknackt: 6147 Zuschauer sahen mehrheitlich dominierendes Dinamo Riga, welches gegen Ende der Partie doch noch ins Schwitzen kam. Die Letten qualifizierten sich mit dem 3:1-Sieg aber für den Halbfinal.

Auch beim zweiten Auftritt am Spengler Cup kamen die Gäste aus Deutschland nicht so richtig auf Touren. Im Spiel gegen Dinamo Riga wurde den Wolfsburgern schnell einmal die Grenzen aufgezeigt. Zwar durften sie sich den ersten Torabschluss aufschreiben lassen, bereits früh dominierten aber die Letten das Spiel. Auf einmal ging es dann sogar hektisch zu und her – in der 11. Minute jubelte das offizielle Heimteam Dinamo Riga ein erstes Mal. Einer der Referees griff aber bereits zum Pfiff, bevor die Scheibe über die Linie rollte. Die Scheibe sei blockiert gewesen, lautete die Begründung für den zu frühen Pfiff. Glücklicher Gewinner dieser Situation war Lukas Lang, Torwart von Wolfsburg, der nicht gerade brillierte. Riga liess sich davon aber nicht beirren – bereits 19 Sekunden später schlitterte die Scheibe auf ähnlich Art und Weise über die Linie. Torschütze war Fredrik Warg, der Torwart Lang ein weiteres Mal „alt“ aussehen liess.

Wolfsburg schien in diesem Spielabschnitt schlicht und einfach überfordert. Ihre Angriffe wurden bereits sehr früh unterbrochen, teils wegen eigener Fehler, teils aufgrund des gut aufgestellten lettischen Teams. Erst in der 13. Minute konnte man ein erster gefährlicher Torschuss von Andre Hübscher notieren, nahezu im Gegenzug fiel aber schon das 2:0. Und wenn es eben schlecht läuft, geht gleich alles schief. Auch hier muss Lang den Treffer, erzielt von Girts Ankipans auf seine Kappe nehmen. Die Scheibe rutschte ihm am rechten Arm in der Torwartecke durch.

Im zweiten Drittel war das Spiel deutlich weniger spannend. Es erhielt den längst bekannten Charakter „der eine muss nicht, der andere kann nicht.“ Riga liess die Zügel ein bisschen locker, erlaubte es den Wolfsburgern vermehrt zu erfolgsversprechenden Abschlüssen zu gelangen. Zum einen konnten sie so wahrscheinlich einiegs an Kraft sparen für weitere Spiele – Maris Jucers im Tor der Letten hatte dafür doch einiges mehr zu tun. Dieser gab dem stetig mehr werdenden Druck aber nicht nach und liess diverse Mal seine Klasse aufkommen. Beispielsweise ein Weitschuss von Robbie Bina hielt er in der 37. Minute ganz lässig mit der Fanghand. Auf der Gegenseite schien sich Lukas Lang gefangen zu haben – auch er verzeichnete einige wichtige Saves, die sein Team doch noch irgendwie im Rennen um einen Punkteerfolg hielt. Die Zusammenfassung des Mittelabschnittes ist daher einfach zu formulieren: Die Torhüter waren in diesem Abschnitt zu stark für die Angreifer der beiden Mannschaften.

Auch im letzten Drittel wurde den Zuschauern keine Galavorstellung geboten. Das Spiel plätscherte dahin und wartete eigentlich schon auf die Entscheidung, welche dann in der 47. Minute auch fiel. In Unterzahl entwischten Bukarts und Meja von Dinamo Riga, welche in der Folge den ersten Shorthander des Turniers erzielten. Bukarts spielte die Scheibe vor dem gegnerischen Gehäuse quer auf seinen mitgelaufenen Kollegen, der die Scheibe dem in den Passweg hineingeworfenen Wolfsburg-Verteidiger spielte. Dieser war machtlos wie eine Schildkröte auf dem Rücken und transportiere die Scheibe ins eigene Tor.

So ging es eigentlich nur noch darum, ob die Grizzly Adams aus Wolfsburg noch ihr erstes Tor erzielen könnten. Dies wollte und wollte nicht gelingen, bis in der 54. Minute unter gütiger Mithilfer der beiden Riga-Spieler Cibulskis und Cipulis (beide auf der Strafbank), das Tor doch noch fiel. 114 Minuten dauerte es somit, bis der EHC Wolfsburg seinen ersten Erfolg feiern konnte und auf einmal hatten die Grizzlys Blut geleckt. Riga, welche den Sieg schon als sicher glaubten, kam auf einmal ins Schwitzen, die Partie fand nämlich nur noch im eigenen Drittel statt. Weitere Strafen gaben Pavel Gross sogar die Möglichkeit mit sechs Feldspielern gegen vier zu spielen – das mutige Unterfangen ohne Torwart zu spielen wurde dabei beinahe belohnt. Gleich mehrmals ging ein Raunen durch das Publikum, als Jucers beinahe unter Dauerbeschuss stand – zu mehr reichte es dann aber doch nicht. Riga gewann die Partie mit 3:1 und qualifizierte sich damit für die Halbfinals – dies nach einem überzeugendem Start, der sie nicht vor einem zittrigen Ende bewahrte.

Dinamo Riga – EHC Wolfsburg 3:1 (2:0, 0:0, 1:1)

Valliant Arena. – 6147 Zuschauer. – SR: Kurmann/Stricker, Kaderli/Müller. – Tore: 11. Warg (Lundmark, Cibulskis) 1:0. 14. Ankipans (Bukarts) 2:0. 47. Bukarts (Meja) 3:0. 54. Furchner (Ausschluss Cibulskis, Cipulis) 3:1– Strafen: 5 mal 2 Minuten gegen Riga. 2 mal 2 Minuten gegen Wolfsburg.

Riga: Jucers; Redlihs Krisjanis, Galvins; Redlihs Jekabs, Cibulskis; Rekis, Sotnieks; Andersons; Cipulis, Warg, Lundmark; Meija, Ankipans, Bukarts; Stals, Lucenius; Podzins; Indrasis, Bicevskis, Upitis.

Wolfsburg: Lang; Bina, Kohl; Paetsch, Fischer; Wurm, Degon; Schopper, Mayer; Dzieduszycki, Haskins, Laliberté; Furchner, Hospelt, Milley; Hübscher, Davis, Höhenleitner; Pohl, Bishai, Pikkarainen.

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Mittwoch, 28. Dezember 2011

Team Canada - Davos

Riga - Wolfsburg

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