HCD holt 2 Punkte in Zürich
ZSC Lions
HC Davos
Spielbericht
Eine attraktive Partie bekamen die Zuschauer zusehen, welche mehr als nur 4 Tore in 60 Minuten verdient gehabt hätte. Beide Teams suchten ihr Glück im Spiel nach vorne und erspielten sich gute Chancen. Da aber beide über sehr sehr gute Torhüter am heutigem Abend verfügten blieb es beim 2:2 nach 60 sehr unterhaltsamen. Minuten. Auch ein gebrochenes Plexiglass hatte Anteil an der Unterhaltung. In der Verlängerung hatte der HCD den etwas längeren Atem und sicherte sich den Extrapunkt.
Die Zürcher begannen druckvoll und versuchten dem Spiel gleich den Stempel aufzudrücken. Erst in der 7. Minute kamen die Davoser zu ihrer ersten Chance. Daraus resultierte das erste Powerplay für die Gäste aus dem Bündnerland. Dieses sorgt für wenig Gefahr, aber kaum ist die Strafe abgelaufen konnte Valentin Nussbaumer von einem Ablenker profitieren. Sehr viel freies Netz sah er vor sich bei seinem Abschluss in der 10. Minute. Der ZSC versuchte das Heft wieder mehr in die Hand zunehmen. Die grösste Chance pariert aber Hrubec. Tino Kessler kam frei vor ihm zum Abschluss.Doch der Zürcher Anhang durfte trotzdem allzu bald Jubeln. In der 14. Minute erzielten die Zürcher ein Tor der weniger schönen Sorte. Willy Riedi zog ab, Sandro Aeschlimann parierte mit der Schulter und die Scheibe sprang von Nicolas Bächler, an Chris Baltisberger weiter zu Klas Dahlbeck und von ihm direkt ins Tor. Dem Totomat wars egal und nach kurzem Videostudium war der Ausgleich Tatsache. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bis der erste Davoser in der 16. Minute auf die Strafbank musste. Das Powerplay der Zürcher war ansehnlich. Besonders die 2. Formation konnte sich mehrere gute Abschlüsse herausspielen. Ein Powerplaytor blieb dem Zett aber vergönnt.
Auch im zweiten Abschnitt begann die Heimmannschaft druckvoller. Die grösste Chance vergab Vincenz Rohrer in der Startphase. Noch grösser war die Gelegenheit von Sven Andrighetto in der 26. Minute. Allein vor Aeschlimann versuchte er ihn zu umspielen, scheiterte aber am heute sehr gut aufgelegtem davoser Hintermann. Heute mangelte es auch nicht an kuriosen Szenen. So wurde in der 27. Minute Simon Ryfors kurz von einem der Heads unbeabsichtigt ausgeknockt. Er wurde unsanft in diesen geschoben. Heute mangelte es nicht an guten Chancen in der 29. Minute scheiterte Enzo Corvi an Hrubec. Es war aber eine Unachtsamkeit, welche den nächsten Treffer auslöste. In der 30. Minute luchste Rico Gredig dem ZSC-Verteidiger im Aufbau die Scheibe ab und bediente sofort Simon Knak, welcher direkt verwandelte. In den nächsten Minuten hatte der HCD mehr vom Spiel auch dank seines zweiten Powerplay. Dieses war gefälliger als das erste, sorgte aber dieses Mal für kein Tor. Die Grösste Chance hatte Matej Stransky um auf 1:3 zustellen. Dem 2vs1 ging ein Scheibenverlust in der Mittelzone voraus. Doch auch diese Situation in der 37. Minute meisterte Hrubec mit Bravour.
Im Schlussabschnitt kamen die Gäste für einmal besser aus den Katakomben, doch sie bremsten sich mit einer Strafe sogleich selbst aus. Dieses strahlte aber kaum Gefahr für den HCD-Torhüter aus. Der ZSC war aber auf den Ausgleich am Drücken. Der Druck auf das Tor von Aeschlimann nahm von Minute zu Minute zu und resultierte in der einen oder anderen kleineren Raufferei vor dem HCD-Tor. In der 49. Minute kam das 2. Grosse Kuriosum. Nach einem Check an der Bande, brach das Plexi in der Strafbank. Leidtragender war wieder Ryfors. Wieder musste er leicht benommen vom Eis getragen werden. Die Partie nahm an Intensität zu und Knak erwischte an der Bande eine Zücher schwer. Riedi zog sogleich als Vollstrecker los und verpasste Knak eine Tracht Prügel. Resultat: 4. Powerplay der Davoser. Hrubec blieb aber auch in dieser Situation der sichere Rückhalt für die Zürcher. Die Zürcher waren wieder auf Mission Ausgleich und in der 56. Minute erlöste Jesper Fröden die Fans in der Swisslife Arena. Im Getümmel bei angezeigter Strafe glich er zum verdienten 2:2 aus. Das es erst 2:2 stand lag vor allem an den beiden gut aufspielenden Torhütern. Weitere Treffer fielen in der regulären Spielzeit keine mehr und die Zusatzschlaufe musste über den Sieger entscheiden.
In der Verlängerung geschah lange nichts bis knapp 30 Sekundne Ryfors doch noch zum Helden werden konnte. Sein Abschluss parierte Hrubec, doch den Abpraller versenkte Adam Tambelinni. Doch da Ryfors den Torhüter über den Haufen fuhr, zählte der Treffer nicht. Doch der Zusatzpunkt ging trotzdem ins Landwassertal. Klas Dahlbeck traf auf Pass von Adam Tambelini und sicherte den Bündner 8 Sekunden vor dem Schluss den Extrapunkt. Eine attraktive Partie fand somit ein attraktives Ende.
