Canada gewinnt den Spengler Cup

Von Samanta Grossen

Das Team Canada gewinnt den Final gegen den HC Lugano mit 4:3. Die Kanadier, welche seit der ersten Partie am Spengler Cup als einziges Team in allen Bereichen überzeugten, gewinnen auch das Endspiel am Traditionsturnier. Den letzten Spengler Cup Titel holten die Kanadier im 2012 – in der Lockout-Saison – mit den NHL Stars.

Der HC Lugano, der dank eines Treffers von Gregory Hofmann in der 9. Minute in Führung ging, hatte in den ersten zwanzig Minuten ansonsten wenig Spielanteile. Das Spiel diktierte das Team Canada. Denn nur, wenn der HC Lugano mit einem Mann mehr auf dem Eis stand, schienen sie den Kanadier ebenbürtig. Andernfalls legten die Kanadier das Tempo fest, blieben spielbestimmend und erzielten in der 16. Minute via Weitschuss von Keaton Ellerby den Ausgleich. Fraglich blieb nur, wie lange die Kanadier dieses hohe Tempo in der Partie gegen den HC Lugano beibehalten konnten.

Tempo, Agilität und Spielintelligenz

In der 21. Minute hatte Lugano erneut die Möglichkeit in Führung zu gehen. Während 37 Sekunden durften die Tessiner in doppelter Überzahl agieren. Die Kanadier, die in dieser Phase im eigenen Drittel beschäftigt waren, konnten sich jedoch aus der Umklammerung lösen und ihrerseits ebenfalls einen gefährlichen Angriff aufs luganesische Tor erzwingen. Als die Kanadier wieder vollzählig waren, rächte sich der bescheidene Auftritt des HC Lugano, der sowohl in doppelter wie auch in einfacher Überzahl keinen Treffer zu Stande brachte. Denn nach einem Weitschuss von Cory Conacher verwertete Derek Roy den Abpraller vor Goalie Elvis Merzlikins und bringt das Team Canada mit 2:1 in Führung. Weniger als zwei Minuten später kam Merzlikins erneut zu spät. Chris DiDomenico dribbelte sich durch die ganze HCL-Abwehr, passte die Scheibe im letzten Moment zu Tom Pyatt, der mit einem Slapshot die Kandier erstmals mit zwei Toren in Führung schoss. Längst war diese Führung fällig, da die Ahornblätter den Luganesi in punkto Tempo, Agilität und Spielintelligenz überlegen waren. Trotz der Überlegenheit der Kanadier machten sie sich das Leben immer wieder selber schwer. Während einer weiteren Powerplaysituation für den HC Lugano erzielte Chiesa den Anschlusstreffer zum 3:2 und garantierte damit ein spannendes Schlussdrittel.

D’Agostini mit Siegtreffer

Nachdem die Kanadier sich zu fest in die eigene Zone zurückzogen und die 3:2-Führung verwalten wollten, eröffneten sie damit den Tessinern die Rückkehr in die Partie. In der 46. Minute nahm Gregory Hofmann dieses Geschenk an und schoss seinen zweiten Treffer in diesem Endspiel. Die Partie schien in der Folge etwas abzuflachen, waren doch beide Teams eher taktisch fokussiert. Dies änderte sich wiederum in der 49. Minute, als der Treffer zum 4:3 von Matt D’Agostini der Partie wieder Schwung verlieh. Lugano versuchte in den Schlussminuten die bestmöglichsten offensiven Kräfte zu mobilisieren, doch das Resultat blieb bestehen. Damit gewann das Team Canada verdient mit 4:3 gegen den HC Lugano.

In der Finalpartie standen sich zwei Mannschaften gegenüber, die sich beide in den Gruppenspielen keine Blösse gaben und zudem das Halbfinale schadlos überstanden. Für den HC Lugano hiess es auch bei der zweiten Teilnahme am Spengler Cup im Finale Endstation. Das Team Canada, welches mittlerweile 22 Mal im Endspiel des Spengler Cups war, holte heute Mittag den 13 Turniersieg.

Team Canada – HC Lugano 4:3 (1:1, 2:1, 1:1)

Vaillant Arena. – 6300 Zuschauer (ausverkauft). – SR: Kimmerly/Stricker, Kovacs/Küng. – Tore: 9. Hofmann (Bertaggia, Filppula) 0:1. 16. Ellerby (DiDomenico) 1:1. 24. Roy (Conacher) 2:1. 25. Pyatt (DiDomenico) 3:1. 33. Chiesa (Brunner, Klasen / Ausschluss Roy) 3:2. 46. Hofmann (Betraggia) 3:3. 49. D’Agostini (Lombardi, Johnson) 4:3. – Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Canada. 3mal 2 gegen Lugano.

Canada: Glass; Aulie, Johnson; Bergeron, Picard; Carrick, Cundari; Ellerby, Vukovic; Paillé, Malhotra, Emmerton; Pyatt, Sheppard, DiDomenico; Giroux, Lombardi, D’Agostini; Roy, Conacher, Ellison.

Lugano: Merzlikins; Furrer, Chiesa; Glenn, spang; Vauclair, Kienzle; Hirschi, Kparghai; Sannitz, Pettersson, Klasen; Martensson, Stapleton, Brunner; Bertaggia, Hofmann, Filppula; Kostner, Reuille, Walker.

Bemerkungen: Canada ohne Focault und Clark (beide überzählig). Lugano ohne Dal Pian, Fazzini, Ulmer, Sartori und Romanenghi (alle überzählig). 24. Pfostenschuss Hofmann. 28. Pfostenschuss Brunner. 29. Pfostenschuss Pettersson. 51. Pfostenschuss DiDomenico.

Playoff

FINAL

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Donnerstag, 31. Dezember 2015

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