Canada überzeugt in allen Belangen

Von Samanta Grossen

Das Team Canada gewinnt die Partie gegen den HC Davos mit 2:0. Damit qualifizieren sich die Kanadier direkt für den Halbfinal. Insgesamt waren die Ahornblätter dem Gastgeber überlegen und holen sich damit verdient den Gruppensieg.

Zwischen dem HC Davos und dem Team Canada erwarten viele Zuschauer eine knappe und abwechslungsreiche Partie, mit vielen Torchancen und vielen Offensivszenen. Die Partie war insgesamt zwar abwechslungsreich und knapp, aber richtig gefährliche Torchancen – gab es insbesondere im ersten Drittel – nur selten. Die beiden Teams neutralisierten sich gegenseitig und gingen sowohl in der Verteidigung wie auch in der Offensivzone wenig Risiken ein. Offensichtlich war, dass sich beide Teams auf eine gut strukturierte Defensive konzentrierten, anstelle der Kreation von Torchancen. Als dann aber Alexandre Giroux das Skore im zweiten Abschnitt eröffnete, wurde die Partie offener und kam ins Rollen.

Canada schlicht besser

Dem Team Canada, das im ersten Abschnitt ein kleines Chancenplus zu verzeichnen hatte, gehörte im zweiten Drittel auch der erste Torschuss. Nach einem Querpass von Matt Lombardi wartete Alexandre Giroux geduldig, bis Goalie Leonardo Genoni am Boden lag. Anschliessend schoss er die Scheibe mit einer ausgeprägten Lockerheit ins Tor und bejubelte den ersten Treffer für die Ahornblätter. Unabhängig davon, ob die Kanadier in Überzahl, mit 5-gegen-5 oder 4-gegen-4 agierten, sie spielten die Davoser Abwehr phasenweise schwindlig und waren den Bündnern schlicht überlegen. In der 32. Minute kam Genoni ein zweites Mal zu spät. Als die Scheibe nur ungenügend neben das Tor abgelenkt wurde, übernahm sie Tom Pyatt, spielte einen blinden Pass zu Chris DiDomenico, der sie ohne Bedrängnis ins Tor schiessen konnte. Genoni und die Davoser Defensive konzentrierten sich derweil auf Pyatt und vergassen den Langnau-Topskorer im Slot. Insgesamt können die Bündner mit dem 0:2-Rückstand noch zufrieden sein. In Anbetracht des Schussverhältnisses (Kanada 19, Davos 3), wäre es nicht überraschend gewesen, wenn die Ahornblätter mit mehr als zwei Treffern in Führung gegangen wären.

Keine Lücke für den HCD

Die Reaktion, die vom HCD hätte folgen müssen, blieb während dem letzten Spielabschnitt aus. Die Bündner waren zwar bemüht beispielsweise im Powerplay in die Partie zurückzukehren, doch fanden sie in der kanadischen Defensive keine Lücken. Zusätzlich machte auch Goalie Jeff Glass dem Schweizerteam das Leben schwer. Mit Paraden gegen Lindgren oder auch Setoguchi wies sich der Kanadier als ein starker Rückhalt für sein Team aus und wurde aufgrund des Shut-Outs verdient zum Bestplayer gewählt. Obwohl die Ahornblätter die Partie unter Kontrolle hatten, zogen sie sich keineswegs in die eigene Zone zurück. Sie blieben gefährlich und liessen dem HCD damit auch keine Luft zum Durchatmen. Auch wenn der HCD in den Schlussminuten nochmals alle Kräfte in die Offensive schickte, änderte dies nichts mehr am Resultat.

Das Team Canada zieht mit dieser geduldigen Leistung direkt in den Halbfinal ein und hat deswegen morgen einen spielfreien Tag. Der HC Davos, der bisher am Spengler Cup lediglich ein Tor erzielte, wird morgen im Viertelfinal gegen Jokerit Helsinki antreten müssen.

Team Canada – HC Davos 2:0 (0:0, 2:0, 0:0)

Vaillant Arena. – 6300 Zuschauer (ausverkauft). – SR: Kimmerly/Vinnerborg, Kovacs/Tscherrig. – Tore: 26. Giroux (Lombardi, Cundari) 1:0. 32. DiDomenico (Pyatt) 2:0. – Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Canada. 2mal 2 gegen Davos.

Canada: Glass; Aulie, Johnson; Bergeron, Picard; Carrick, Cundari; Ellerby, Vukovic; Paillé, Malhotra, Emmerton; Pyatt, Sheppard, DiDomenico; Giroux, Lombardi, D’Agostini; Roy, Conacher, Ellison.

Davos: Genoni; Koistinen, du Bois; Nater, Forster; Brejcak, Jung; Schmutz, Guerra; Picard, Ambühl, Sciaroni; Setoguchi, Lindgren, Moss, Aeschlimann, Corvi, Portmann; Sieber, Schläpfer, Ryser. Bemerkungen: Canada ohne Focault und Clark (beide überzählig). Davos ohne Jörg, Walser, Dino Wieser, Marc Wieser und Paschoud (alle überzählig). 32. Time-Out Davos.

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