Ausgeglichene Partie mit besserem Ende für Mannheim

Von Samanta Grossen

Die deutsche Mannschaft aus Mannheim gewinnt gegen Jokerit Helsinki mit 5:3. Nach dem 0:2-Rückstand gleichen die Adler die Partie aus, nutzen die Gunst der Stunde und verlassen das Eis verdient als Sieger.

Zu verspielt, zu experimentierfreudig, zu mutig und dennoch technisch überragend. Vor allem aber verspielt. So könnte der erste Auftritt von Jokerit Helsinki am diesjährigen Spengler Cup beschrieben werden. Die Finnen, die bei ihrer letztjährigen Teilnahme am Traditionsturnier in Davos alle Partien verloren, machten auch heute insgesamt eine eher schlechte Figur. Überraschend erwischten sie den besseren Start und gingen durch die Treffer von Regin und Sallinen sogar mit 2:0 in Führung. Doch anschliessend war Funkstille bei den Finnen. Die Adler aus Mannheim, die gestern in ihrem Startspiel in Führung waren, rannten heute zu Beginn einem Rückstand hinterher. Aber nicht lange. Denn in weniger als vier Minuten glich Mannheim die Partie mit Toren von Metropolit und Carle aus und sorgte dafür, dass das Spiel ausgeglichen in die Pause ging.

Belohnt für Aufsässigkeit

Genauso ausgeglichen ging die Partie im zweiten Abschnitt weiter.

Zuerst genossen Wilsen und MacMurchy zu viel Raum und schossen die Deutschen mit 3:2 in Führung. Wenig später brachte Jaakola die Scheibe mit einem Blue-Line Schuss aufs Tor und Hagman lenkte sie zum 3:3 unhaltbar ab. Die Adler, die seit der Aufholjagd im ersten Abschnitt den Tritt in die Partie endgültig gefunden hatten, wurden für ihr aufsässiges und konsequentes Spiel belohnt. Aufässig waren die Deutschen in der Offensive und konsequent wurden der Kasten von Dennis Endras abgeschirmt. Wenig überraschend war, dass MacMurchy nach einer herrlichen Kombination im Powerplay bereits zum zweiten Mal am heutigen Nachmittag traf und das DEL-Team wiederum in Führung schoss. Ryan MacMurchy, der während zwei Saisons beim EHC-Biel unter Vertrag stand, reüssierte beim diesjährigen Spengler Cup bereits zum vierten Mal im zweiten Spiel.

Auch Endras überzeugt

Zur konsequenten Leistung der Deutschen passte heute Nachmittag auch Endras. Im Gegensatz zur gestrigen Partie zeigte sich Dennis Endras ab dem zweiten Drittel als stabiler Rückhalt für das deutsche Team. In der 27. Minute zwang Aaltonen ihn gleich zu zwei Glanzparaden innerhalb weniger Sekunden. Endras wehrte sich mit Händen und Füssen gegen den Ausgleichstreffer. Aber nicht nur Endras hielt im letzten Abschnitt seinen Kasten rein. Auch sein gegenüber, Riku Helenius vereitelte jegliche Chancen der Mannheimer. Nach einem Abspielfehler übernahm Raedeke die Scheibe in der deutschen Zone, passte sie zu Metropolit, der aber im 1-gegen-1 mit Goalie Helenius den Kürzeren zog. Verständlich war dann, dass der finnische Torhüter in den Schlussminuten einem sechsten Feldspieler Platz machte. Dies wiederum spielte den Deutschen in die Karten. Kai Hospelt erzielte das spielentscheidende 5:3 mit einem Schuss aufs leere Tor und besiegelte damit den Sieg für das Team aus Deutschland.

Jokerit Helsinki – Adler Mannheim 3:5 (2:2, 1:2, 0:1)

Vaillant Arena. – 6300 Zuschauer (ausverkauft). – SR: Kaukokari/Vinnerborg, Borga/Küng. – Tore: 12. Regin (Aaltonen) 1:0. 13. Sallinen (Kennedy, Kozun) 2:0. 15. Metropolit (Raedeke) 2:1. 19. Carle (Ausschluss Kapanen) 2:2. 23. MacMurchy (Wilsen, Hecht) 2:3. Hagman (Jaakola, Jormakka) 3:3. MacMurchy (Hecht / Ausschluss Ohtamaa) 3:4. Hospelt (Carle / ins leere Tor) 3:5. – Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Helsinki. 4mal 2 gegen Mannheim.

Helsinki: Helenius; Larsen, Jensen; Kulda, Lajunen; Todd, Jaakola; Sneck, Ohtamaa; Pelletier, Aaltonen, Regin; Kennedy, Kozun, Sallinen; Hagman, Jormakka, Kapanen; Wirtanen, Mäki, Talaja.

Mannheim: Endras; Eminger, Richmond; Akdag, Carle; Wagner, Fischer; Bittner; Joudrey, Buchwieser, Kink; Rheault, Metropolit, Raedeke; Wilson, MacMurchy, Hecht; Hospelt, Arent, Yip.

Bemerkungen: Helsinki ohne Joensuu, Kaputto, Gymer und Salminen (alle überzählig). Mannheim

ohne Proske, Maginot, Ulmann, Goc und Palausch (alle überzählig). 27. Pfostenschuss Metropolit. 28. Pfostenschuss Rheault. 30. Lattenschuss Richmond. 17. Pfostenschuss Eminger. 58:02-59:24 Helsinki ohne Goalie Helenius zu Gunsten eines sechsten Feldspielers. 59. Time-Out Helsinki.

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Sonntag, 27. Dezember 2015

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