Servette begeistert und gewinnt den Titel

Von Samanta Grossen

Es ist geschafft: Der erste Spengler Cup-Sieg ist Realität geworden. Genf Servette bodigte nach einer hektischen Schlussphase den CSKA Moskau mit 5:3. Den Sieg an diesem Turnier verdienten sich die Genfer nach insgesamt vier Siegen an diesem Turnier.

Ohne dass die Genfer eine Niederlage einstecken mussten, konnten sie sich direkt für das Spengler Cup Finale qualifizieren. Ohne gross zittern zu müssen, konnten die Servettien auch das letzte Spiel am 87. Spengler Cup gewinnen. Herausragend war vor allem die Genfer-Dafensive. Mit Händen und Füssen wehrten sich die Westschweizer gegen einen Gegentreffer im letzten Spielabschnitt. Die Genfer brillierten im Finale ihrerseits mit fünf Treffern und liessen, dem mit NHL-Stars gespickten russischen Kader, keine Chance auf den Sieg.

Hollenstein-Show

Doch eine frühe Strafe gegen die Genfer schien den Moskauern den besseren Start zu ermöglichen. Sogleich konnten sie sich in der Genferzone positionieren und liessen die Scheibe zirkulieren. Doch lediglich Nikita Zaitsev suchte als Einziger den Zug aufs Tor. Am gefährlichsten war bisher die erste Sturmlinie um Grigorenko, Radulov und Prokhorkin, die Goalie Mayer mehrmals zu Paraden zwingen konnte. Nach einer Strafe von Grigorenko, kamen auch die Genfer zu ihrer ersten guten Tormöglichkeit. Nach einem Pass von Lombardi schoss Kaspars Daugavins die Scheibe nur knapp am Tor vorbei. Wenige Sekunden später konnte der russische Torhüter die Scheibe nur ungenügend abwehren, wobei Juraj Simek den Abpraller zum 1:0 verwertete. Die Genfer blieben aufsässig und drückten die Russen in deren Zone. Es roch nach einem zweiten Treffer für die Westschweizer. Im ähnlichen Stile des ersten Treffers konnte Denis Hollenstein das zweite Tor für die Genfer erzielen.

Servette erhöhte auf 4:1

Im zweiten Spielabschnitt gab es wenige Spielunterbrüche. Dies führte dazu, dass vor allem die Genfer in einen Spielrausch kamen. In der 24. Minute hing die Scheibe erneut im Netz. Wie auch bei den ersten beiden Treffern liess Stana den Puck vor sich abprallen. Lennart Petrell schloss einen mustergültigen Angriff der Genfer gekonnt zur 3:0-Führung ab. Die Romands konnten die Moskauer Defensive durchgehend beschäftigen. In der 25. Minute waren es der Routinier Bezina, Rivera und Picard, die den Entscheidungstreffer nach einer schönen Kombination verpassten. Die Russen forcierten ihre ersten beiden Linien, die jedoch weit davon entfernt waren, den ersten Treffer zu erzielen. Im Gegenteil, Genf übernahm nun vollständig das Spieldiktat und konnte nach einem Treffer von Kevin Romy zum vierten Mal jubeln. Zwei Minuten später traf Oleg Saprykin zum ersten Treffer für Moskau. Der Stürmer verwertete ein Zuspiel von Dmitri Ogrtsov erfolgreich, womit auch Keeper Robert Mayer zum ersten Mal bezwungen war.

Hektische Schlussphase

Nachdem die Moskauer erneut mit in einem Powerplay ins Drittel starten konnten, fackelten sie nicht lange und schossen ihren zweiten Treffer. Nach einem Fehler von Petrell in der eigenen Zone, traf Alexander Frolov nach einer bemerkenswerten Einzelaktion gegen Goalie Mayer. Der Russe wartete geduldig bis der Torwart orientierungslos am Boden lag und versenkte die Scheibe zum 2:4. Der CSKA attackierte den scheibenführenden Genfer schneller und erarbeitete sich so gefährliche Tormöglichkeiten. In der 28. Minute flog ein Schuss von Radulov nur knapp am Pfosten vorbei. Die Russen schnürten die Genfer in deren Zone ein und liessen ihnen kaum noch Chancen sich zu befreien. Das letzte Drittel sah nach einem dauerhaften Powerplay für die Russen aus, die Genfer waren beinahe nur noch in der Defensive anzutreffen. Der CSKA Moskau gab nicht auf: In der 57. Minute traf Nikita Zaitsev zum 3:4. Die Westschweizer waren schlicht darauf bedacht, die Scheibe aus dem eigenen Drittel zu bringen und konnten nach einem Treffer von Kaspars Daugavins den definitiven Sieg bejubeln. Daugavins erzielte den fünften Treffer für die Genfer ins leere Tor.

Genf war über das ganze Spiel gesehen besser. Sie liessen dem CSKA Moskau in den ersten zwei Dritteln keine Chance ins Spiel zu kommen und kämpften trotz hektischer Schlussphase bis in die letzte Minute. Den Sieg am Spengler Cup verdienten sich die Westschweizer nicht nur heute, sondern legten dafür im Verlaufe des Turniers die Basis.

CSKA Moskau – Genf Servette HC 3:5 (0:2, 1:2, 2:1)

Vaillant Arena. – 6303 (ausverkauft) Zuschauer. – SR: Massy/Patafie, Arm/Kohler. – Tore: 7. Simek (Hollenstein/Ausschluss Grigorenko) 0:1. 11. Hollenstein (Romy) 0:2. 24. Petrell (Gerber) 0:3. 37. Romy (Vukovic) 0:4. 40. Saprykin (Ogurtsov, Morozov) 1:4. 42. Frolov (Ausschluss Almond) 2:4. 57. Zaitsev (Frolov) 3:4. 60. (59:01) Daugavins (Lombardi, Bezina/ins leere Tor). 3:5.– Strafen: 5x 2 Minuten plus 1x Spieldauer-Disziplinarstrafe (Radulov) gegen Moskau; 5x 2 Minuten gegen Genf.

Moskau: Stana; Misharin, Rylov; Denisov, Zaitsev; Gimaev, Egorshev; Ogurtsov; Grigorenko, Radulov, Prokhorkin; Fillpula, Saprykin, Morozov; Nepryayev, Lyubimov, Fedor Fedorov; Zharkov, Fefelov, Frolov; Nemirovsky.

Genf: Mayer; Nordlund, Kamerzin; Mercier, Stafford; Marti, Vukovic; Bezina; Jacquement, Romy, Hollenstein; Simek, Picard, Almond; Lombardi, Pestoni, Daugavins; Berthon, Rivera, Petrell, Gerber.

Bemerkungen: Moskau ohne Emenger (überzählig), Zainullin und Fedorov Sergei (beide verletzt). Genf ohne Fritsche, Antonietti (beide verletzt) und Iglesias (überzählig). 56:31 Time-Out Genf. 58:34-59:01 Moskau ohne Torhüter Stana anstelle von sechstem Feldspieler. 59:44 Time-Out Moskau.

Playoff

FINAL

ZSKA Moskau03
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Dienstag, 31. Dezember 2013

ZSKA Moskau - Servette

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