HCD fegt Vitkovice vom Eis

Von Samanta Grossen

Der HC Davos besiegte den HC Vikovice Steel klar mit 5:1. Das Heimteam nutze effizient die Chancen, die sich jeweils zu Beginn der drei Spielabschnitte ergaben. Das Spiel war bereits am Ende des zweiten Drittels beim 4:0-Zwischenstand entschieden.

Bevor die Partie überhaupt beginnen konnte, war bei den Anwesenden in der Vaillant Arena Gänsehautstimmung spürbar. Joseph Marha reiste aus Tschechien nach Davos und wurde für seine langjährige Karriere im Trikot des HC Davos geehrt.

Ebenfalls aus Tschechien angereist ist der HC Vitkovice Steel, ein hartnäckiges und kämpferisch starkes Team. Die letzte Partie zwischen dem HCD und dem HC Vitkovice Steel endete mit dem besseren Ende für die Gastgeber, ein Jahr zuvor im Halbfinal. Nach dem ersten Auftritt des HC Davos am diesjährigen Spengler Cup konnten sich die Bündner bereits mit einem klaren Sieg feiern lassen. Sie holten sich den ersten Sieg mit einem 5:1.

Doppelschlag in 21 Sekunden

Ein Start nach Mass für den Gastgeber: Der HC Davos konnte nach wenigen Minuten bereits zweimal jubeln. Ein Doppelschlag der Bündner durch Beat Forster und Dino Wieser eröffneten die Partie. Der HCD schoss bis dahin dreimal aufs Tor der Tschechen und verwertete davon zwei Schüsse eiskalt. Die Tschechen hatten bis anhin keine zwingenden Chancen, wurden durch die beiden Tore jedoch geweckt. Sie störten den Gastgeber früher und zwangen Davos zu Fehlpässen in der eigenen Zone. Keeper Leonardo Genoni stand nun öfters im Mittelpunkt als sein Gegenüber Roman Malek. Das Spiel an sich gestaltete sich nun ausgeglichener. Der HCD wartete auf Konterchancen, die vor allem durch die beiden Stürmer Ambühl und Guggisberg lanciert wurden. Im Gegenzug kam aber auch der HC Vitkovice Steel zu Chancen. Genoni hinterliess bei einigen Abschlüssen keinen sicheren Eindruck. Ein Musterbeispiel war die Chance von Michal Hlinka in der 15. Minute. Der Tscheche stocherte nach einem Abschluss von Teamkollege Vandas nach der Scheibe, blieb jedoch erfolglos. Trotz der Unterstützung durch eine Strafe der Davoser, gelang den Tschechen der Anschlusstreffer im ersten Drittel nicht.

Gastgeber effizient

Das zweite Drittel startete mit zwei Powerplaymöglichkeiten für den HC Davos. Der Gastgeber blieb aber während beiden Überzahlsituationen ungefährlich. Das 3:0 und das 4:0 fielen erst nach Ablauf der beiden Strafen. Einerseits traf René Back und kurze Zeit später erhöhte Gregory Hofmann sogar auf 4:0. Die Tschechen versuchten mittlerweile taktische Umstellungen vorzunehmen, versuchten das Spiel schneller zu gestalten. Damit verbunden waren jedoch Unsicherheiten im Passspiel, was dem konterstarken HCD in die Karten spielte. Sinnbildlich dafür waren zwei Situationen in der 35. Minute. Zuerst hämmerte Petr Strapac den Puck in Richtung Genoni, der die Scheibe mit der Fanghand an die Latte ablenkte. Sofort ging es in die andere Richtung: Die erste Linie der Davoser überforderte die Defensive der Tschechen beinahe bei jedem Einsatz. Das Spiel war aber zu dieser Zeit bereits entschieden.

Tempo und Sicherheit

Zu Beginn des letzten Abschnitts konnte der Gastgeber erneut im Powerplay agieren. Ville Koistinen traf für den HC Davos zum 5:0. Keine weitere Minute war jedoch gespielt, so fiel auch der erste Treffer für die Tschechen. Nach einem Zuspiel von Michal Hlinka erwischte Roman Szturc Keeper Genoni zwischen den Schonern. Die Tschechen, die während der ganzen Partie zu viele Strafen kassierten, ermöglichten dem HCD sogar noch eine doppelte Überzahl. Die Möglichkeit verstrich ungenutzt, letztlich liessen die Bündner defensiv nichts mehr anbrennen. Die Lokalmatadoren gewannen den Match nach dreimaligem Blitzstart und einer temporeichen, sicheren Spielweise.

HC Davos – HC Vitkovice Steel 5:1 (2:0, 2:0, 1:1)

Vaillant Arena. – 6303 Zuschauer. – SR: Massy/Olenin, Arm/Kohler. – Tore: 3. Forster (Guggisberg, Ambühl) 1:0. 4. Wieder (von Arx Reto, Bürgler) 2:0. 23. Back 3:0. 27. Hofmann (O‘Connor) 4:0. 44. Koistinen (Bürgler/Ausschluss Kucsera) 5:0. 45. Szturc (Hlinka) 5:1. – Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Davos; 6mal 2 Minuten gegen Vitkovice.

Davos: Genoni; Forster, Schneeberger; Koistinen, Grossmann; O Connor, Back; Kutlak; Ambühl, Corvi, Guggisberg; Wieser, von Arx Reto, Bürgler; Hofmann, Sciaroni, Walser; Paulsson, Ryser, Sejna; Aeschlimann.

Vitkovice: Malek; Sloboda, Kudelka; Randegger, Stehlik; Bail, Hruka; Dudas, Pastor; Svacina, Huna, Roman; Nemec, Huzevka, Strapac; Hlinka, Szturc, Vandas; Valcak, Kucsera, Kolouch.

Bemerkungen: Davos ohne Danielsson und Persson (beide überzählig). Vitkovice ohne Kana, Kovar und Burger (alle überzählig). 30. Minute Sciaroni scheidet verletzt aus. 35. Minute Lattenschuss Strapac.

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