Davos nach 12-Tore-Show im Halbfinal

Von Leroy Ryser

In einem torreichen Spiel qualifiziert sich der HC Davos gegen Salavat Yulaev Ufa für die Halbfinals. Die Bündner machten bereits im ersten Abschnitt die Differenz, als sie mit einer 5:1-Führung in die Kabinen gingen. Im abermals ausverkauften Stadion erhielten die Zuschauer schliesslich ein Torspektakel zu sehen, welches die Davoser mit 7:5 für sich entschieden konnten.

Ein bisschen zittern mussten die Davoser im Vor-Halbfinal schon, bald war die Entscheidung aber dennoch bewerkstelligt. Nach dem ersten Drittel war der HC Davos nämlich mit vier Toren Unterschied in Führung und musste sich daher kaum Gedanken machen, ob es denn reichen soll für den Halbfinal am Tag darauf oder nicht. Grund dafür war einerseits der Wille der Davoser, der die Bündner eine durchaus anschauliche Leistung zeigen liess und anderseits die scheinbar fehlende Motivation bei Ufa, die Halbfinal-Qualifikation mit allen Mitteln zu schaffen. Die Partie startete rasant und mit einem frühen ersten Tor. Josef Marha war es, der bereits nach 122 Sekunden gegen Tarkki einschieben konnte. Erstaunlicherweise brauchte Ufa aber nur acht Sekunden für die Rückkehr und hätte dort eigentlich gezeigt, das der Wille durchaus vorhanden wäre. Davos suchte aber bald wieder die Offensive und distanzierte die Russen bald auf das eine oder andere Tor. Eriksson erzielte das 2:1 nur zwei Minuten später, Thornton erhöhte nach einem sehenswerten Doppelpass mit Bürgler weitere drei Minuten später auf 3:1. Zwar hätten die Russen mit einer 5-gegen-3-Situation von vollen zwei Minuten zurückkehren können, scheiterten aber und bald einmal hielt sich die Gegenwehr der Russen in Grenzen, sodass HCD-Verteidiger Alatalo ohne gehindert zu werden durch die gegnerische Defensive lief und aus spitzem Winkel das 4:1 erzielte. Es folgte sogar noch das 5:1 in der ersten Powerplaysituation für den HCD des Drittels, Sykora war dafür besorgt.

Davos hatte Partie im Griff

Im ähnlich torreichen Stil ging es auch im zweiten Abschnitt weiter – auf einmal schien sich Ufa aber doch noch wehren zu wollen. Eine kleine Kostprobe des eigentlichen Könnens der Russen führte zu zwei Toren, die den HCD doch erneut leicht zittern liessen. Arno Del Curto reagierte mit ein paar gestenreichen Ausdrücken an der Bande und der HC Davos erwachte und reagierte entsprechend heftig. Patrick Kane schloss aus einer eher wenig günstigen Position ab und düpierte den überraschten Torwart Tarasov mit einem Tunnel. Es folgte nur drei Minuten später das nächste Kane-Tor, sodass der Vier-Tore-Abstand wieder hergestellt war. Erneut zeigte sich dieselbe Ausgangslage, Ufa schien nicht sonderlich motiviert, während der HCD die Partie im Griff hatte und sie entsprechend dominierte. Mit 7:3 ging es in die zweite Pause, am Sieg des HCD gab es wohl nichts mehr zu rütteln.

Schlussoffensive Ufas ohne Ertrag

Das letzte Drittel war dein erwartetes Geplänkel, bei welchem keines der Teams sich verausgaben wollte. Der HCD schonte die Kräfte für das folgende Spiel und liess die Russen etwas mehr gewähren, welche zugleich ebenfalls nicht ihr bestes Eishockey auspackten. Dennoch reichte es ihnen, die Differenz deutlich zu verkürzen. Bei der zweiten 5-gegen-3-Situation gelang das 7:4, sechseinhalb Minuten vor Schluss gelang in einer weiteren Powerplaysituation sogar das 7:5. Begann das Zittern nun doch noch? Ufa startete jedenfalls die Schlussoffensive und kam zu diversen Chancen, die eventuell für den Ausgleich gereicht hätten. Leonardo Genoni zeigte aber eine sichere Schlussphase wobei zugleich die HCD-Defensive das nötigste für den Sieg tat. Die Partie endete daher mit einem 7:5-Sieg für den Gastgeber.

Mit diesem Erfolg qualifiziert sich der Gastgeber für die Halbfinals und trifft dort auf Vitkovice Steel. „Nach dem 5:1 hat uns Arno Del Curto angewiesen, die Kräfte zu sparen“, bestätigte nach dem Spiel Damien Brunner. Ausserdem zeigte er sich zufrieden, mit der Entwicklung seit seiner Anwesenheit. Die Laufwege seien anders, aber man finde sich. Geplant sei übrigens für Diaz und Brunner nur drei Spiele am Spengler Cup zu spielen, verriet er. „Ich denke aber, dass wenn es zu einem Final kommt, das wir dort ebenfalls spielen werden“, schmunzelte Brunner.

HC Davos – Salavat Yaluev Ufa 7:5 (5:1, 2:2, 0:2)

Vaillant Arena. – 6504 Zuschauer (ausverkauft). – SR: Jerabek/Piechaczek, Fluri/Tscherrig – Tore: 3. (2:02) Marha (Bürgler) 1:0. 3. (2:10) Musatov (Shulakov, Atyushov) 1:1. 4. Eriksson 2:1. 7. Thornton (Bürgler) 3:1. 16. Alatalo 4:1. 17. Sykora (Ausschluss Musatov) 5:1. 21. Svitov (Parshin) 5:2. 27. (26:08) Parshin (Pankov, Svitov/Ausschluss Sykora) 5:3. 27. (26:58) Kane (Taticek, Alatalo) 6:3. 30. Kane (Eriksson) 7:3. 46. Pihlstrom (Mirnov/Ausschluss Grossmann, Schneeberger) 7:4. 54. Mirnov (Koltsov/Ausschluss Schneeberger) 7:5. – Strafen: 9mal 2 Minuten gegen Davos. 4mal 2 Minuten plus 1x10 Minuten gegen Proshkin gegen Ufa.

Davos: Genoni; Diaz, Forster; Alatalo, Grossmann; Back, Schneeberger, Ramholt, Marha; Sykora, von Arx Reto, Brunner; Sciaroni, Steinmann, Wieser; Taticek, Eriksson, Kane; Thornton, Corvi, Bürgler.

Ufa: Tarkki (ab 16. Tarasov, ab 30. Tarkki); Baranka, Proshkin; Blatak, Koltsov; Zubarev, Konev; Shulakov, Atyushov; Filatov, Khlystov, Zinovyev; Mirnov, Philstrom, Kaigorodov; Svitov, Parshin, Pankov; Musatov, Stepanov, Glukhov.

Bemerkungen: Davos ohne Hofmann, Ryser, Joggi. Ufa ohne Trubachev, Gurkin, Emelin, Saprykin. 17. Time-Out Ufa.

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