Fribourg – ein Team das Freude bereitet

Von Leroy Ryser

Nach einem Dämpfer gegen Vitkovice Steel ist der HC Fribourg-Gotteron wieder auf der Erfolgsstrasse zurück. Sie qualifizieren sich im Vor-Halbfinal gegen die Adler aus Mannheim mit einem 5:2-Sieg. Fribourg zeigte erneut eine engagierte Partie, während die Fans die ausverkaufte Vaillant Arena zum Beben brachten.

Nachdem beide Teams im Tag vor der KO-Phase eine Niederlage einstecken mussten, war auf beiden Seiten Raum für Wiedergutmachung vorhanden. Vor allem die Fribourger schienen heiss darauf, den Dämpfer vergessen zu machen und mit einem Erfolg in die Halbfinals zu kommen. Bereits nach wenigen Minuten brachte ihre Motivation sie aber etwas in Bedrängnis, weil sie zuerst gegen eine Strafe ankommen mussten. Während Bruno Gervais aber auf der Bank sass, gelang den Schweizern ein vielversprechender Entlastungsangriff. Die Scheibe schien zwischenzeitlich zwar verloren, Gregory Mauldin setzte aber erfolgreich nach. Auf einmal stand der ebengenannte Fribourger sogar zum Abschluss bereit. Direkt vor Bruckmann gelang ihm sogar das Kunststück, die Scheibe ins Tor über dessen Schulter zu heben.

Fribourg teilweise sehr dominant

Mit der 1:0-Führung im Rücken zeigte sich Fribourg ähnlich wie zuletzt gegen Ufa. Mit ihrem druckvollen und engagierten Auftreten vermochten sie ihren Gegner teilweise zu dominieren und in die Schranken zu weisen. Über längere Zeit waren sie daher erfolgreich in Scheibenbesitz, vermochten es aber nicht, ihre Führung zu erhöhen. Erst als mit Frank Mauer ein Mannheimer auf der Strafbank sass, keimte Hoffnung auf. Die über die Drittelspause andauernde Strafe wurde prompt im zweiten Abschnitt kurz vor Ablauf ausgenutzt; das Trio Plüss, Sprunger und Bykov war für das 2:0 besorgt.

Mannheim begann sich zu wehren und kam langsam besser ins Spiel. Angriffe konnten zahlreicher verzeichnet werden und die Chancen häuften sich, bis sie schliesslich in der 30. Minute ein statistisches Lebenszeichen von sich gaben. Frank Mauer, der während dem 2:0 auf der Strafbank sass, konnte ein Pass von Yannick Lehoux zum Anschlusstreffer verwerten.

Nützlicher Zweitore-Vorsprung

Der unbändige Wille, dieses Spiel zu gewinnen war bei Fribourg während des ganzen Matches aber deutlich zu sehen – wenn auch die Leistung im zweiten Abschnitt etwas schlechter war. Das Spiel wurde zwar deutlich ausgeglichener, doch irgendwie schien Fribourg die Nase leicht vorne zu haben. Vielleicht war es die Führung, welche das Schweizerteam im Rücken hatte, ein weiterer Beweis für den Unterschied im Spiel war jedenfalls in der 35. Minute zu beobachten. Mit einem schnellen Pass vors Tor setzte Gregory Mauldin die gegnerische Abwehr Schachmatt. Zu wenig konsequent waren sie dann auch im Slot, sodass Maxime Talbot gekonnt einschieben konnte und das 3:1 erzielte.

Auch im letzten Drittel machte sich der zwei Tore Vorsprung bezahlt, denn die Mannheimer konnten erneut verkürzen. In der 46. Minute erzielte Matthias Plachta das 3:2 und unterstrich damit die weiterhin vorhandenen Bemühungen um doch noch weiter zu kommen. Fribourg spielte aber cool weiter und reagierte mit Gelassenheit. Als sich dann abermals eine Möglichkeit bot, in Überzahl zu agieren, wurde diese konsequenterweise auch ausgenutzt, um die Mannheimer erneut auf Distanz zu halten. Christian Dubé war es, dem die Scheibe in einem Gewühl vor die Füsse fiel. Torwart Felix Bruckmann lag zu dieser Zeit bereits auf dem Eis und konnte sich gegen den nahenden Schuss nicht wehren.

Sprunger setzt Schlussstrich

Es folgten die Schlussminuten schien die Gegenwehr der Mannheimer etwas nachzulassen. Insbesondere bei diesem Programm, macht ein Zwei-Tore-Rückstand einem Team zu schaffen – die klare Konsequenz daraus war, das Fribourg die Partie im Griff hatte. Mit Julien Sprunger setzte dann der Publikumsliebling aus der Romandie den Schlussstrich unter die Partie. Er traf zum 5:2, während die lautstarken Gotteron-Fans eine Party vor ausverkauftem Haus veranstalteten. Während sich Fribourg mit dieser erneut guten, engagierten Leistung verdientermassen für die Halbfinals qualifiziert hat, verabschieden sich die Mannheimer mit nur einem Sieg nach Verlängerung aus dem Turnier. Beni Plüss, Torschütze zum wichtigen 2:0-Zwischenresultat verdeutlichte am Schluss, die zuvor bestandenen Ziele: „Wir wollten unbedingt den Halbfinal erreichen, daher haben wir uns sehr gut vorbereitet. Ich denke das erste Tor war letztlich sehr wichtig für uns, sie haben Defensiv nämlich eine gute Leistung gezeigt, bis sie vor Schluss offensiver spielen mussten.“ Ausserdem betonte Plüss, dass es zurzeit in der Linie mit Andrei Bykov und Julien Sprunger schlicht und einfach stimme es mache sehr Spass mit ihnen zu spielen.

Morgen trifft Fribourg auf das Team Canada. Gegen das Starensemble erwartet Plüss ein Highlight-Spiel: „Das wird mit Sicherheit ein schwieriges Spiel, sie haben sich in der Zwischenzeit besser gefunden. Wir dürfen nur wenige Fehler machen, ausserdem hatten sie einen Tag frei.“

HC Fribourg-Gotteron – Adler Mannheim 5:2 (1:0, 2:1, 2:1)

Vaillant Arena. – 6504 Zuschauer. – SR: Reiber/Rochette, Arm/Müller – Tore: 3. Mauldin (Ausschluss Gervais!) 1:0. 22. Plüss (Sprunger, Bykov/Ausschluss Mauer) 2:0. 30. Mauer (Lehoux) 2:1. 35. Talbot (Mauldin, Desharnais) 3:1. 46. Plachta (El-Sayed, Wagner) 3:2. 50. Dubé (Desharnais, Hörnqvist/Ausschluss Kettemer) 4:2. 57. Sprunger (Bykov) 5:2. – Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Gotteron. 3mal 2 Minuten gegen Mahheim.

Fribourg-Gotteron: Conz; Birbaum, Heins; Abplanalp, Kwiatkowski; Schilt, Loeffel; Knöpfli, Gervais; Gamache, Dube, Hörnqvist; Talbot, Desharnais, Brugger; Plüss, Bykov, Sprunger, Vauclair, Botter, Mauldin.

Mannheim: Bruckmann; Sifers, Seidenberg Dennis; Bittner, Wagner; Maurer, Sbisa; Kettemer, Goc Nikolai; Pominville, Bonino, Seidenberg Yannic; Mitchell, Macdonald, Kink; Maurer, Lehoux, Plachta; Glumac, El-Sayed, Hofflin.

Bemerkungen: Fribourg ohne Cadieux, Hasani und Ngoy. Mannheim ohne Goc Marcel.

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Samstag, 29. Dezember 2012

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