Robert Müller doch noch zu Basel

Mittwoch, 3. März 2004, 00:00 - Martin Merk

Der EHC Basel verpflichtet Robert Müller† doch noch, nachdem der Transfer gestern aus Kostengründen geplatzt schien. Vom deutschen Meister Krefeld wechselt der deutsche Nationaltorhüter damit für drei Spiele zum EHC Basel, nämlich gegen Lausanne, Rapperswil und Kloten. Der EHC Basel hat dazu die Option, das Engagement von Spiel zu Spiel verlängern, sollte er realistische Chancen auf den Klassenerhalt haben.
Die offiziellen Details: "Diese Entscheidung versteht sich nicht als Entscheidung gegen die bisherigen Torhüter Streit und Wissmann, sondern als eine Entscheidung für das Team. Der bisherige Saisonverlauf zeigte, dass der EHC Basel in 16 Spielen mit 3 oder weniger Gegentoren 16 Punkte, d.h. 1 Punkt pro Spiel holte. Von diesen 16 Spielen hatte das Team 8 Spiele mit 2 oder weniger Gegentoren und daraus resultierten 14 Punkte. In 32 Spielen hingegen liess der EHC Basel 4 oder mehr Gegentore zu, was nur ganze 7 Punkte ergab. Im Weiteren gelang es dem Team nur 3 x mehr als 4 Tore in einem Spiel zu erzielen. Der Spieler, der dem EHC Basel mindestens 1 Tor pro Match erzielt, ist nicht auf dem Markt. Aus diesen Überlegungen heraus fiel der Entscheid auf einen Torhüter. Der Weltklassegoalie soll versuchen, dem Team in den Spielen der allerletzten Chance von hinten heraus Stabilität, Ruhe und Sicherheit zu geben. Das wird aber nur gelingen, wenn das ganze Team ihn defensiv hervorragend unterstützt."
Müller kann sich damit bei den Baslern für die WM vorbereiten, denn mit Krefeld geht seine Saison vorzeitig zu Ende: Die Playoffs um die Titelverteidigung sowie die Playdowns gegen den Abstieg können nicht mehr erreicht werden. Müller war mit Krefeld der beste Torhüter des Spengler-Cups.