Rekord: Spiel in Norwegen dauert 11 Drittel!

Montag, 13. März 2017, 09:04 - Martin Merk

Die Eishockeywelt hat einen neuen Overtime-Rekord: Ein Playoff-Spiel in Hamar in Norwegen brauchte acht Verlängerungen und elf Drittel!

Nach 217:14 reine Spielzeit und achteinhalb Stunden stand der Siegerfest: Das Heimteam Storhamar Dragons gewann das historische Spiel gegen Sparta Sarpsborg 2:1 nach Verlängerung. Oder eigentlich nach acht Verlängerungen. So lange blieb es torlos, bis Joakim Jensen um 2:30 morgens die verbliebenen der offiziell 5526 Zuschauer erlöste. Das Spiel hat eigentlich um 18 Uhr begonnen. Nach lauter Auswärtssiegen in den ersten vier Spielen ging Storhamar damit in der best-of-seven geführten Viertelfinalserie der norwegischen Liga 3:2 in Führung. Viel Zeit zur Erholung bleibt nicht. Morgen geht es in Sarpsborg weiter.

Ab der kommenden Saison gibt es übrigens auch in den Schweizer Playoffs "unendliche" Verlängerungen bis das erste Tor fällt. Das Penaltyschiessen wurde abgeschafft. Allerdings ist es trotz allem sehr unüblich, dass es zu derart langen Verlängerungen kommt.

Der bisherige Rekord hielt die NHL als 1936 die Detroit Red Wings die Montreal Maroons nach sechs Verlängerungen (176:30) besiegten. Im vorherigen Europarekord besiegten die Kölner Haie in der DEL im Jahr 2008 die Adler Mannheim ebenfalls nach sechs Verlängerungen (168:16). 2015 in Weissrussland besiegte Junost Minsk den HK Gomel auch nach sechs Verlängerungen (165:11) und verpasste knapp den Europarekord.