Frauen-Nati startet morgen

Mittwoch, 16. Dezember 2015, 13:46 - Daniel Monnin

Die Frauen-A-Nationalmannnschaft bestreitet diese Woche ein Vierländerturnier in Amiens. Gegner sind Tschechien, Norwegen und Frankreich. Das Turnier steht im Zeichen des ersten Einsatzes der neuen Nationaltrainerin Daniela Diaz und dient als Vorbereitung auf den Nations Cup in Füssen von anfangs Januar sowie die WM von Ende März in Kanada.

Der ehemaligen Nationalspielerin und erfolgreichen Trainerin des führenden Schweizer Frauen-Eishockey-Teams ZSC Lions bleibt nach ihrer Nomination am letzten Montag wenig Zeit zur Vorbereitung: Bereits am Donnerstag steht die erste Partie gegen Gastgeber Frankreich auf dem Programm. Am Freitag und Samstag folgen die Partien gegen Tschechien und Norwegen. Gegen Gastgeber Frankreich hat das Schweizer Team im August zwei Testspiele gewonnen, gegen WM-Gruppengegner Tschechien im November am Halloween Cup in Hodonin mit 0:2 verloren.

Diaz muss bei ihrem ersten Einsatz auf eine Reihe von arrivierten Spielerinnen verzichten: So fehlen aus verschiedenen Gründen unter anderem Torhüterin Florence Schelling, die Verteidigerinnen Sandra Thalmann und Laura Benz oder die Stürmerinnen Phoebe Staenz und Romy Eggimann.

Für die 33jährige Daniela Diaz, Schwester des NHL-Spielers Raphael Diaz, ist die Nomination als Nationaltrainerin ein weiterer Schritt in ihrer noch jungen, aber erfolgreichen Karriere als Coach. Diaz kann auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen: Als Spielerin nahm sie an fünf Weltmeisterschaften, einer Olympia-Qualifikation und den Olympischen Spielen in Turin teil. Auf Clubebene holte sie mit dem ehemaligen Zuger Frauen-Team zwei Meistertitel (2003/2004, 2004/2005), spielte ein Jahr in Kanada, ehe sie ihre Trainerkarriere als Assistentin beim EHC Basel begann. Seit 2010 steht sie bei den ZSC Lions an der Bande, hat dreimal in Folge als Jungtrainerin den Schweizer Meistertitel gewonnen und zusätzlich den Titel am europäischen EWHL-Supercup errungen (2012/2013).