Marcel Jenni verabschiedet

Freitag, 2. Oktober 2015, 20:05 - Martin Merk

Vor dem heutigen NLA-Spiel zwischen den Kloten Flyers und dem HC Lugano wurde der als Spieler zurückgetretene Marcel Jenni offiziell in einer 25-minütigen Zeremonie verabschiedet.

Für Jenni hätte kein besseres Spiel ausgewählt werden können, war er doch bei beiden Clubs ein prägender Stürmer. Vom damaligen Erstligisten Grasshoppers gekommen, spielte er sieben Jahre für die Luganesi und gewann einen Meistertitel (1999). Danach stand er während sechs Jahren für den Färjestads BK im Einsatz und gewann mit dem Team aus Karlstad einen schwedischen Meistertitel (2002). Die letzten zehn Jahre stand er für die Kloten Flyers im Einsatz, wo der 41-Jährige seine Karriere aufgrund einer Hirnerschütterung beenden musste.

In Videobotschaften wurde er von langjährigen Teamkameraden, Trainern, Verbandsvertretern und auch Gegenspielern wie der ebenfalls kürzlich zurückgetretene Reto von Arx verabschiedet und auf dem Eis von den beiden Clubs und dem Verband. Auch seine internationalen Meriten gingen nicht vergessen, spielte er doch 196 Länderspiele und trug mit seinen Toren zur Halbfinal-Qualifikation an der Heim-WM 1998 in Zürich und Basel bei. Zehnmal nahm Jenni an Weltmeisterschaften teil und zweimal an Olympischen Spielen.

"Vielen Dank. Es ist sehr emotional", begann Jenni als er selbst ans Mikrophon durfte. Er bedanke sich bei den Clubs und dem Verband für die Unterstützung, bei den Eltern und seine eigene Familie. Auch an Lugano ("grazie mille per un grande club") ging auf italienisch ein Dankeschön bevor er ein Abschiedstrikot entgegen nahm halb in Klotens, halb in Luganos Farben. Seinen Teamkameraden der Flieger wünschte er das Beste und am Schluss widmete er sich dann schliesslich den Fans, während diese ein Transparent in der Fankurve ausrollten.

"Ich möchte mich bei den Fans verabschieden. Es hat ganz viele tolle Seelen, die mich über all die Jahre unterstützt haben. Einen grossen Dank für alles. Ich bin sehr dankbar, dass ich für den Club spielen konnte", so Jenni, der wenn er gesundheitlich wieder fit ist ins Trainermetier einsteigen möchte.