Fünf Schweizer Kandidaturen für Olympia 2022

Montag, 24. Januar 2011, 20:26 - Martin Merk

Die Schweiz will für die Olympischen Winterspiele 2022 eine Kandidatur wagen und fünf Regionen zeigen sich in der nationalen Vorausscheidung interessiert.

"Das Wintersportland Schweiz besitzt das nötige Potenzial, um Olympische Winterspiele zu organisieren. Nutzen wir es!" forderte Swiss Olympic Präsident Jörg Schild in der heutigen Sitzung.

Davos/St. Moritz, Genf, Zentralschweiz, Wallis und Bern sind die potenziellen Kandidaturen, welche von Swiss Olympic die Anforderungen bezüglich Sportanlagen, Unterkünften, Verkehrswegen und weiteren Bereichen aufgezeigt erhielten.

Auch Bundesrat und Sportminister Ueli Maurer war zugegen, um die Anforderungen der Regierung zu stellen: "Olympische Spiele in der Schweiz müssen weisse Spiele sein, in einer alpinen Landschaft, mit kurzen Wegen. Der Bund verlangt zudem den Nachweis der Nachhaltigkeit bei Investitionen in die Infrastruktur sowie absolute Transparenz bei der Finanzierung."

Bis zum 31. März müssen die Regionen ihre Unterlagen einreichen. Danach könnte es am 18. November zur Vorausscheidung im Sportparlament von Swiss Olympic kommen. Allerdings hängt eine allfällige Kandidatur auch davon ab, wer am 6. Juli den Zuschlag für die Winterspiele 2018 erhält. Sollten Annecy (Frankreich) oder München (Deutschland) den Zuschlag erhalten, wäre es unwahrscheinlich, dass die Olympiade 2022 wieder in Europa stattfindet. Dies dürfte eher der Fall sein, falls die südkoreanische Kandidatur PyeongChang sich nach mehreren Anläufen doch noch durchsetzen sollte.