Leeger: „Der Pokal soll in Lausanne bleiben!“
Der Verteidiger Larri Leeger debütierte 2006/07 im Dress der ZSC Lions in der NLA, zwei Jahre später wechselt er nach Lausanne, wo er 2012/13 den Aufstieg in die NLA feiern konnte. Nächste Saison wird er die Farben von Fribourg-Gotteron tragen, doch vorher wird er noch den Cupfinal gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber bestreiten, sicherlich kein Spiel wie ein anderes.
Larri Leeger, wie kam es damals zum Wechsel nach Lausanne?
Ich war bei den Lions meistens nur der siebte Verteidiger, für meine Entwicklung erhielt ich zu wenig Eiszeit, als junger Spieler ist das ja besonders wichtig. Lausanne war ein heisser Kandidat für den Aufstieg, darum der Wechsel. In Lausanne erhielt ich viel Eiszeit, spielte auch in den Spezialsituationen, machte wertvolle Erfahrungen in den Playoffs. Ich glaube für einen jungen Spieler ist es immer besser in der NLB zu spielen und zu lernen Verantwortung zu übernehmen als in der NLA nur eine marginale Rolle zu haben.
Auch wenn Lausanne jedes Jahr als Favorit auf den Aufstieg gehandelt wurde, klappte es nicht auf Anhieb.
Das stimmt, es war hart, wir scheiterten zweimal in Spiel sieben am EHC Biel. Umso grösser war die Genugtuung, als es endlich nach fünf Jahren mit dem Aufstieg klappte – eine Erlösung für alle.
Nach dem Wiederaufstieg habt ihr euch schon zweimal überraschend für die Playoffs qualifiziert. Auch diese Saison trauen euch die Experten diese nicht zu, aber ihr seid noch voll im Rennen.
Ich glaube für uns ist es sicher ein Vorteil und nimmt etwas Druck weg, wenn uns die Experten im Rennen um einen Playoff-Platz als Aussenseiter sehen. Wir können befreit aufspielen, wir wissen genau welche Qualitäten wir haben, und die Playoff-Qualifikation muss immer unser Ziel sein.
Doch zuerst steht für euch der Cupfinal gegen die ZSC Lions im Fokus. Es muss eine sehr spezielle Partie für Sie sein.
Sicherlich ist für den ganzen Verein eine tolle Sache im Finale zu stehen. Wir haben ja bisher auf der Visitenkarte erst den B-Meistertitel. Vor den eigenen Fans die Chance zu haben einen Pokal zu gewinnen ist sicherlich eine zusätzliche Motivation für uns alle. Für mich persönlich ist es nicht mehr so kribbelig wie am Anfang, wenn wir gegen den ZSC spielen. Nach acht Jahren hier in Lausanne spielen auch beim Z nicht mehr so viele Spieler, mit denen ich noch selber gespielt habe. Mein Fokus liegt klar auf Lausanne. Der Z ist mittlerweile fast ein Gegner wie alle anderen Teams.
Auch wenn ihr als Aussenseiter in das Finale steigt, gegen die ZSC Lions gab es meistens immer enge Spiele.
Das stimmt. Man muss ja nur an die Playoff-Serie vor zwei Jahren erinnern als wir im Spiel 7 0:1 verloren. In den meisten Spielen fielen wenige Tore, einmal für uns, einmal für sie. Der Cupfinal ist ein einziges Spiel. Man sieht es ja im Fussball, es kann schnell auf eine Seite kippen. Wir haben sicherlich unsere Chance und mit unserem Publikum im Rücken werden wir alles dafür tun um den Pokal in Lausanne zu behalten.
