WM: Wer kommt aus Nordamerika?
06.04.12 - Von Martin Merk
Für einige Schweizer Spieler geht in Nordamerika die Saison zu Ende. Doch obwohl die Schweiz gut vertreten ist, werden wohl nur wenige Spieler zur WM kommen. Wir schauen, wer zur Schweizer Nationalmannschaft stossen und das Team von Trainer Sean Simpson verstärken könnte. Unsere Rangliste sortiert nach Wahrscheinlichkeit:
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Nino Niederreiter, New York Islanders (NHL), 90%
Viele Fans sprechen von einer verlorenen Saison. Zu gut für die Junioren, nicht gut genug für den Isles-Trainer, um ernsthaft in der NHL gefördert zu werden, bestritt er nur 54 Spiele mit durchschnittlich 9:59 Minuten Eiszeit. Eine Saison in der NLA oder AHL hätte ihm besser getan, war aber reglementarisch nicht möglich, da er als "kanadischer Junior" in die NHL wechselte und speziellen Regelungen untersteht. Auf WM-Niveau zu spielen, würde ihm gut tun und die Luftveränderung könnte auch für Simpson ein Gewinn sein.
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Luca Sbisa, Anaheim Ducks (NHL), 80%
Der Zuger hat sich zum NHL-Stammspieler etabliert. Gemessen an der Eiszeit war er in Anaheim die Nummer 5 in der Verteidigung, gemessen an der offensiven Produktivität gar die Nummer 3. Sbisa kann noch besser werden und die Herausforderung WM würde seiner Entwicklung gut tun und der Nati Stabilität nach hinten und nach vorne verleihen.
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Sven Bärtschi, Playoffs mit den Portland Winterhawks (WHL), 65%
Bärtschi ist in der Juniorenliga WHL herausragend. Nun steht die zweite Playoff-Runde gegen die besser klassierten Kamloops Blazers an. Sollte er in der bis zum 18. April angesetzten Serie ausscheiden, dürfte er einen Anruf von Sean Simpson erhalten. Mit seinen NHL-Einsätzen im März hat er Zweifel aus dem Weg geräumt, ob er bereit ist, auf höchsten Niveau zu spielen. Nachdem er ein Jahr lang bei den Junioren unterfordert wurde, würde die WM seiner Entwicklung gut tun. Und die Nati könnte sein offensives Selbstvertrauen gut gebrauchen.
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Jonas Hiller, Anaheim Ducks (NHL), 50%
Der Marathonmann der NHL. Niemand erhielt mehr Eiszeit als der Appenzeller mit 4192 Minuten. Nach einem schwierigen Jahr 2011 mit mysteriösen Gleichgewichts-/Sehstörungen konnte er sich erfolgreich zurückkämpfen. Ob er vor den Ferien noch eine WM dranhängen will? Die Konkurrenz im Tor ist zwar grösser als auf jeder anderen Position, aber Hiller bleibt unter den Kandidaten der Mann mit dem grössten Talent.
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Mark Streit, New York Islanders (NHL), 40%
Nach einigen Zeitungsartikeln und Zitaten von ihm ist fraglich, wie motiviert Streit ist, nach einer langen Saison nach Helsinki zu kommen. Er wird die Saison damit beenden, alle 82 Spiele bestritten zu haben, mit durchschnittlich 23:23 Minuten pro Spiel. Er ist ligaweit die Nummer 21 unter den Feldspielern, wenn es um Eiszeit geht - mit 1895 Minuten in 81 Spielen. Daher stellt sich die Frage, ob er nach einer Saison als Captain des Kellerteams mit einer WM abschliessen möchte oder voll auf Regeneration setzt. Er verpasste die WM bereits 2010 sowie verletzungshalber 2011.
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Roman Josi, Playoffs mit den Nashville Predators (NHL), 35%
Sein Team wird sich in der ersten Runde der Playoffs um den Stanley Cup voraussichtlich ein enges Duell gegen Detroit/Chicago liefern. Sollten die Predators ausscheiden, könnte Josi noch im April zum WM-Team stossen. Er würde gut ins Team passen und könnte so seine Saison verlängern. Sollte Nashville weiterkommen, könnte Simpson immer noch einen Platz im Kader offen lassen und auf den jungen Berner spekulieren.
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Raphael Diaz, Montréal Canadiens (NHL), 35%
Über seinen aktuellen Gesundheitszustand ist wenig klar. Darüber wird sich Simpson bald informieren. Aufgrund einer "Unterkörperverletzung" konnte er seit dem 28. Februar nicht mehr spielen und wird auch am Wochenende fehlen. Er kämpft um einen Vertrag in Montréal oder sonstwo in der NHL. Ob er sich an der WM empfehlen möchte, oder die Verletzungsgefahr scheut?
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Alain Berger, Hamilton Bulldogs (AHL), 25%
Über Alain Berger spricht kaum jemand als WM-Kandidat. Er ist einer von vier Schweizern in der Canadiens-Organisation. Doch in der AHL konnte er sich nicht durchsetzen. Seine Saison geht ebenfalls zu Ende mit sieben Punkten in 46 Spielen. Er könnte allenfalls als Aussenseiter ins WM-Camp stossen und sich dort versuchen, für einen Platz im WM-Kader zu empfehlen. Falls ihn Simpson anruft.
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Robert Mayer, Montréal (NHL) / Hamilton (AHL), 10%
Auch für Robert Mayer geht die Saison zu Ende. Eine mit Schwankungen. Zuletzt war er besser in Form und wurde mit einem Rückruf in die NHL belohnt. Er ist derzeit die Nummer 3 in der Organisation und darf für drei Spiele auf die Ersatzbank nach Carey Prices Ausfall. Angesichts der Konkurrenz im Tor käme ein WM-Auftritt aber eher überraschend.
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David Aebischer, Playoffs mit den St. John's Ice Caps (AHL), 0%
Aebischer kämpft in der AHL um einen Stammplatz und um den Calder Cup. Das Team aus Neufundland ist zweitplatziert in der Eastern Conference. Deshalb, und weil die Auswahl an Torhütern gross genug ist, wird Aebischer kaum ein Thema fürs WM-Team sein.
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Yannick Weber, Montréal Canadiens (NHL), 0%
Saisonende aufgrund einer Knieverletzung. Er wird kaum in Helsinki zu sehen sein. Schade, denn das WM-Schaufenster hätte ihm bestimmt helfen können, nachdem er einige Spiele verpasste aufgrund der Verletzung, oder als überzähliger Spieler.
