WM: Fribourg zieht Bilanz
Freiburg hat dank der 2026 IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft 15 aussergewöhnliche Tage erlebt. Ob in den Strassen der Kantonshauptstadt oder in der BCF Arena – überall waren strahlende Gesichter zu sehen.
Der Verein Freiburg 2026, Events & Legacy, bestehend aus dem Kanton, der Stadt und dem HC Fribourg-Gottéron, zieht eine erste äusserst positive Bilanz der Austragung des grössten Eishockey-Turniers der Welt in Freiburg. Besonders eindrücklich war die Besucherzahl in der BCF Arena mit über 170’000 Eishockeyfans. Der Verein gratuliert dem Organisationskomitee und seinem Generalsekretär Christian Hofstetter zur grossartigen WM.
Ein innovatives Modell, das überzeugt
Das eigens entwickelte Vereinsmodell überzeugte sowohl im Hinblick auf die Organisation des Turniers als auch auf die Förderung und die nachhaltige Positionierung Freiburgs. Der Präsident der IIHF, Luc Tardif, würdigte in der TV-Sendung «Les Puckalistes» (La Télé) vom 18. Mai 2026 den innovativen Ansatz Freiburgs. Auch Medien, Partnerinnen und Partner zeigten grosses Interesse daran, zu erfahren, wie Freiburg seine Kräfte gebündelt und gemeinsam Grosses geschaffen hat.
Erfolgreiche Projekte
Der Fribourg Welcome Spot fand grossen Zuspruch. Rund 10’000 Personen besuchten den beliebten Treffpunkt, darunter ausländische Gäste – insbesondere aus Tschechien und der Slowakei –, die Freiburger Bevölkerung, Schulklassen sowie Akteurinnen und Akteure der Wirtschaft, die den Platz im Rahmen von 17 Firmenanlässen à insgesamt 1000 Teilnehmenden aufsuchten. Die Eröffnungsfeier, die verschiedenen Konzerte, die Sportturniere sowie die Aktivitäten zur Förderung von Sport und Gesundheit der Universität Freiburg und der UNIL-EPFL begeisterten Gross und Klein. Auch die Kunsteisbahn Mini BCF Arena war mit 700 Personen gut besucht. Ebenfalls grossen Anklang fanden die 10’000 Spieltickets, die Schülerinnen und Schülern des Kantons für 6 Franken inklusive öffentlichem Verkehr angeboten wurden. Die Kinder und Jugendlichen erhielten zudem eine Schokoladenmedaille als Erinnerungsgeschenk.
Die in der Stadt verteilten Totems weckten ebenso die Neugier wie die Patches der Galerie O.V.N.I. Auch die verschiedenen sportbezogenen Ausstellungen im L’Atelier verbuchten mit über 2000 Besuchenden einen grossen Erfolg.
Ein ganzer Kanton im Rampenlicht
Freiburg Tourismus und Region begrüsste an seinen drei Informationsstellen in der Stadt zahlreiche Schweizer und internationale Gäste. Besonders gross war der Andrang im Burgquartier, was zeigt, dass sich die Fans auch Zeit nahmen, die Altstadt zu entdecken. Die in der Stadt eingesetzten «Touristen-Engel» informierten tausende Besuchende in den Sprachen der in Freiburg spielenden Teams – sehr zur Freude dieser Gäste. Das Chalet beim Welcome Spot diente zudem als Ausgangspunkt der kostenlosen Stadtführungen, die bei den zahlreichen Fans in den Trikots ihrer Lieblingsmannschaften auf grosses Interesse stiessen.
Die Stadt und der Kanton Freiburg konnten auch bei den in Freiburg akkreditierten Medien prominent platziert werden. Die vom Freiburger Tourismusverband organisierten Medienausflüge in die wichtigsten touristischen Orte des Kantons – von Greyerz über Murten bis hin zu den Sehenswürdigkeiten in Freiburg – überzeugten rund sechzig Journalistinnen und Journalisten, deren Eindrücke vor Ort die sportlichen Berichte ideal ergänzen.
In der offiziellen Fanzone stiessen die traditionelle musikalische Unterhaltung, die tägliche Käseherstellung sowie die angebotenen Fondues im HotSpot Gruyère AOP bei den Gästen auf helle Begeisterung.
Gemäss ersten Umfragen verzeichneten die Hotels und Parahotelleriebetriebe im Raum Freiburg eine sehr hohe Auslastung. In den Unterkünften im übrigen Kantonsgebiet kam es zu unterschiedlich starken Besucherwellen. Zahlreiche spontane Buchungen erhöhten die bereits vor Turnierbeginn hohe Belegungsrate zusätzlich.
Hervorzuheben ist auch die ausgezeichnete Arbeit der Transportunternehmen, die den Zugang zum Stadion sowie die Rückreise zu den verschiedenen Unterkünften gewährleisteten.
Grosse internationale Sichtbarkeit
Das Turnier verschaffte der Schweiz, Freiburg und Zürich eine aussergewöhnliche weltweite Sichtbarkeit. Dank den Leistungen der Schweizer Nationalmannschaft und dem freundschaftlichen Austausch zwischen den Fans der acht in Freiburg spielenden Nationen erlebten Eishockeyfans und die Freiburger Bevölkerung 15 Tage voller Feststimmung.
Der Verein Freiburg 2026 bedankt sich herzlich bei allen Partnerinnen, Partnern sowie bei der gesamten Bevölkerung für die wertvolle Unterstützung. Dank vereinter Kräfte ist es Freiburg gelungen, dem grössten Anlass seiner Geschichte mehr als gerecht zu werden.
Sicherheit und Mobilität: vorausschauend geplant und kontrolliert umgesetzt
Das Sicherheits- und Mobilitätsdispositiv erfüllte die Anforderungen eines Grossanlasses von weltweiter Bedeutung vollumfänglich. Die Philosophie war klar: eine präventive und gastfreundliche Präsenz sicherstellen und gleichzeitig jederzeit sofort eingreifen können.
Der Einsatz der Sicherheitskräfte wurde laufend koordiniert und an die Situation angepasst. Die auf dem St-Léonard-Gelände eingesetzten Kontaktteams erfüllten ihre Rolle in Bezug auf Besucherorientierung und Dialog hervorragend und vermittelten ein ausgezeichnetes Bild der Freiburger Behörden.
Auch aus Sicht der öffentlichen Ordnung fällt die Bilanz äusserst erfreulich aus. Es kam zu keinen schwerwiegenden Zwischenfällen. Die Ordnungskräfte mussten nur selten kleinere Einsätze leisten, die direkt vor Ort und in perfekter Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsdienst der Veranstaltenden sowie den weiteren Partnerdiensten geregelt werden konnten.
Ebenso effizient arbeitete das Sanitätsdispositiv. Die medizinischen Teams betreuten knapp 150 Personen wegen leichter Beschwerden. Die Behandlung vor Ort funktionierte optimal: 96 % der Fälle konnten direkt auf dem Gelände der Eishalle behandelt werden. Lediglich fünf Patientinnen und Patienten mussten für ergänzende Untersuchungen ins Spital gebracht werden.
Trotz des geltenden Flugverbots wurden im Luftraum mehrere Drohnenflüge registriert. Mehrere Drohnenpilotinnen und -piloten konnten identifiziert und gestoppt werden. Die Verstösse beruhten auf mangelnder Kenntnis der gesetzlichen Vorschriften. Eine Verwarnung genügte, es waren keine Anzeigen notwendig.
Auch das Mobilitätsmanagement verlief erfolgreich und ohne grössere Zwischenfälle. Die Verkehrsänderungen rund um das Veranstaltungsgelände führten zwar unvermeidlich zu einigen Verzögerungen. Die Kantonspolizei bedankt sich herzlich bei den Anwohnerinnen und Anwohnern des St-Léonard-Quartiers sowie bei allen Verkehrsteilnehmenden für ihre Geduld und ihr Verständnis.
Nach Abschluss der heutigen Spiele wird das Turnier in Zürich fortgesetzt, während die Freiburger Fanzone weiterhin geöffnet bleibt. Die Kantonspolizei wird bis zum 31. Mai eine angepasste präventive Präsenz aufrechterhalten. Die Verkehrseinschränkungen auf der Murtenstrasse werden am Freitag, 29. Mai, im Verlauf des Tages aufgehoben. Gleichzeitig wird der Parkplatz bei den Schlachthöfen wieder freigegeben. Der vollständige Abbau der Installationen beginnt am Montag, 1. Juni.
Für die ausgezeichnete Zusammenarbeit spricht die Kantonspolizei allen Partnerorganisationen ihr Dank aus: den Veranstaltenden und ihren Sicherheitsdiensten, der Stadtpolizei Freiburg, der ACoPol, dem Gesundheitsnetzwerk Saane (RSS), dem Zivilschutz, der Transportpolizei sowie den Freiburgischen Verkehrsbetrieben TPF.
