Feuer unter dem Dach bei Frankreich

17.02.26 - Martin Merk

Bei der französischen Nationalmannschaft ist Feuer unter dem Dach. Nachdem der Verband Pierre Crinon für seinen Faustkampf und Geste gegenüber kanadischen Fans gesperrt hat, wehren sich seine Teamkollegen für ihn.

«Es ist ein Witz», sagte der französische Torhüter Antoine Keller nach der heutigen 1:5-Niederlage im Qualifikations-Playoff gegen Deutschland. «Wir trafen uns mit dem französischen Verband, aber wir konnten die Entscheidung nicht mehr ändern. Wir sind eine Familie und wenn wir zusammenkommen, sind wir Brüder.»

Hugo Gallet sagte: «Er hat das nicht verdient. Es ist frustrierend. Der französische Verband entschied wegen etwas, das in der Vergangenheit in einer anderen Liga vorgefallen war. Wir brauchten ihn. Er ist ein wichtiger Teil unseres Teams. Sie nahmen uns einen guten Spieler. Die ganze Mannschaft war hinter ihm. Was geschah, verdiente keine Sperre. Ich denke sie waren voreingenommen.»

Pierre-Edouard Bellemare zeigte ebenfalls wenig Verständnis: «Keiner von uns dachte, dass das dramatisch war. Aber es ist 20 Jahre her, seit die französischen Offiziellen Eishockey bei den Olympischen Winterspielen gesehen haben, daher waren sie überrascht über sowas. Man sieht das nicht beim Ski und all den anderen Wettbewerben. Sie machten die Entscheidung, aber niemand in der Kabine glaubt, dass die Strafe gerechtfertigt war»

Die Franzosen rückten als letzte Mannschaft anstelle von Russland ins Teilnehmerfeld. Trotz der Aussenseiterrolle mangelte es nicht an Dramen neben dem Eis. So liess man mit Tim Bozon einen der besten französischen Stürmer zu Hause, worauf es einen medialen Schlagabtausch zwischen Bozon und dem Nationaltrainer Yorick Treille gab, der Monate zuvor noch Bozons Trainer in Genf war bis zu seiner Freistellung beim Club. Danach war Tim nicht mehr Teil des Teams im Gegensatz zu seinem Bruder Kevin.

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