Aufgewacht: Lakers siegen gegen den SC Bern

SC Rapperswil-Jona Lakers

SC Bern
Spielbericht
Nach zwei schwachen Spielen konnten die SCRJ Lakers im Spiel gegen den SC Bern endlich eine Reaktion zeigen. Nach einer guten Leistung gewinnen die Rapperswiler mit 4:3 nach Verlängerung.
Mann des Spiels war heute Abend eindeutig Dominic Lammer. Der Stürmer schoss in seinem 745. National-League-Spiel seinen ersten Hattrick. «Dass dies nach fast 800 Spielen geklappt hat, ist tatsächlich ein gutes Gefühl. Viel wichtiger ist jedoch, dass wir gewonnen haben», erklärte Lammer, der heute seinen 34. Geburtstag feierte.
Zu viele Strafen kassiert
Dass die Rapperswiler das Spiel trotz grossem Aufwand erst in der Overtime entschieden, lag nicht zuletzt daran, dass die Lakers auch am heutigen Abend zu viele Strafen kassierten. Dank 18 kleinen Strafen mussten der SCRJ über 12 Minuten in Unterzahl agieren. «Dies gab dem Gegner Momentum und kostete uns viele Kräfte», gestand Lammer. Wie viel Momentum die Berner in ihren Powerplays generieren konnten, zeigt die Tatsache, dass sie die ersten beiden Tore in Überzahl erzielen konnten. Gerade im zweiten Drittel, als die Rapperswiler über weite Strecken das bessere Team waren, brachte dies die Berner immer wieder zurück ins Spiel.
Start ist für einmal geglückt
Dass die Rapperswiler trotz dieser Strafen ein gutes Spiel zeigten lag nicht zuletzt daran, dass man heute von Beginn weg besser spielte, als noch gegen Zug und Lugano. «Gestern sind wir nach wenigen Sekunden in Unterzahl geraten und haben dann auch gleich das erste Tor kassiert, so wird es definitiv schwierig die Spiele zu gewinnen», gestand Lammer. Gerade diese Situation habe aber dazu geführt, dass sich jeder bewusst wurde, dass man im heutigen Spiel eine Reaktion zeigen musste. «Wir haben uns in der Geraderobe gesagt, dass es nicht reicht, wenn wir nur davon reden. Am Schluss muss es jeder auf dem Eis umsetzen, dies haben wir heute gezeigt», erklärte der Stürmer.
Bessere Taktik in der Overtime
Da die Lakers endlich wieder eine gute Leistung über 60 Minuten zeigten, war der Sieg am Schluss bestimmt nicht gestohlen. Dass man den Zusatzpunkt in der Overtime holen konnte, lag zu einem grossen Teil aber daran, dass die Rapperswiler in der Verlängerung taktisch klug agierten. Wie schon in der Ajoie fiel auf, dass die Lakers versuchten der Scheibe Sorge zu tragen und durch schnelle Gegenstösse oder schnelles Passspiel den Gegner aus der Position zu locken. So überraschte es nicht, dass das 4:3 von Tyler Moy durch eine sehenswerte Passstafette zustande kam.
Eine Woche für die Hausaufgaben
Obwohl die Rapperswiler am heutigen Abend um einiges besser spielten, als noch zu Beginn der Woche, gibt es nach wie vor noch viel Verbesserungspotential. Nach zwei verlorenen Spielen war augenfällig, dass das Selbstvertrauen beim SCRJ nicht sehr hoch ist, weshalb sie noch immer viele Eigenfehler produzierten. Um auch am Freitag in Langnau zu bestehen, wird es für die Rosenstädter deshalb wichtig sein, die nächste Woche zu nutzen um das Spiel weiter zu verbessern.
