Starke Defensive sichert den Startsieg
USA
Schweiz
Spielbericht
Der Schweizer Nationalmannschaft glückt die Revanche für die letztjährige Finalniederlage. Schlussendlich waren es ein guter Start und eine starke Defensive, die es den Eisgenossen ermöglichten die US-Amerikaner mit 3:1 zu bezwingen.
Sowohl die Schweiz, als auch die USA wollten im Startspiel der diesjährigen WM offenbar kein Spektakel veranstalten, vielmehr entschieden sich beide Teams aus einer gesicherten Defensive zu agieren. Auffallend war, dass den USA dieses Unterfangen in den Startminuten noch nicht derart perfekt gelang, wie den Schweizern. Das beste Beispiel dafür war die dritte Minute, als Andrighetto die Scheibe vors Tor brachte, wo sich Suter gegen vier Amerikaner behaupten und das 1:0 markieren konnte. Ebenfalls noch nicht ganz in WM-Form war auch Joseph Woll, der bei Andrighettos 2:0 nicht eben gut aussah. Der ZSC-Stürmer brachte die Scheibe aus spitzem Winkel aufs Tor, wobei er Woll via den Pfosten bezwang.
Offenbarten die US-Amerikaner in den ersten 20 Minuten noch Mängel, liessen sie spätestens nach der Pause nur noch wenig zu. Stattdessen erspielten sich die US-Boys nun immer mehr Puckbesitz. Da die Schweizer in der Defensive aber ebenfalls eine gute Leistung zeigten, blieben gute Chancen lange Zeit Mangelware. Eine löbliche Ausnahme war die 25. Minute, als Matt Coronato hauchdünn an Leonardo Genoni scheiterte. Auf Seiten der Schweizer war es indes Nino Niederreiter, der nach einem sehr guten Pass von Timo Meier das 3:0 verpasste.
Weil die Schweizer im Schlussdrittel ihr erstes Powerplay trotz einer Grosschance von Denis Malgin nicht nutzen konnten, witterten die US-Boys noch einmal Morgenluft. Den Amis kam entgegen, dass Alex Steevens in der 49. Minute das lang ersehnte 1:2 gelang. Auf einmal waren es nun die USA, die die Zweikämpfe gewannen und dieses Spiel noch einmal extrem spannend machten. Gerade in der Phase, als die Titelverteidiger ihren grössten Druck auf den äusserst soliden Genoni machten, gelang es den Schweizern jedoch einen Entlastungsangriff zum 1:3 zu nutzen. Ken Jäger lenkte einen Schuss von Simon Knak unhaltbar zur Entscheidung ab.
Mit dem Sieg im Startspiel sicherten sich die Schweizer damit nicht nur drei Punkte, nein, sie nahmen auch Revanche für den verlorenen Final von letztem Jahr. Viel wichtiger als solche Sentimentalitäten war jedoch, dass die Schweizer auch an diesem Turnier bewiesen, dass sie bereit sind, um es mit den grossen dieses Turniers aufzunehmen. Beeindruckt hatten die Eisgenossen neben der soliden Defensive auch mit ihrer Physis. So konnte man die Amerikaner immer wieder wegarbeiten, was darin gipfelte. Der beste Beweis für die Überlegenheit der Schweizer Physis war aber die Tatsache, die US-Boys nach der Schlusssirene derart gefrustet waren, dass es zu einigen kleineren Scharmützeln kam.
Stimmen zum Spiel:
Auf Seiten der Spieler, war man nach dem Spiel verständlicher Weise äusserst zufrieden mit dem Spiel. «Ich hatte bereits bei der Nationalhymne vor dem Spiel eine Gänsehaut», zeigte sich Simon Knak beeindruckt. Für den Stürmer war klar, dass sein Team heute Abend eine gute Leistung zeigte. «Trotzdem gibt es einige Dinge die wir verbessern müssen. Ich hatte in einigen Phasen das Gefühl, dass wir der Scheibe zu wenig Sorge trugen, das müssen wir unbedingt abstellen», kritisierte Knak.
Genauso wie Knak, zeigte sich auch Sven Andrighetto von der Atmosphäre beeindruckt: «Die Fans haben uns extrem beflügelt. Dies hat in mir eine Freude ausgelöst, die dazu geführt hat, dass wir einen derart guten Start hinlegen konnten.»
Den guten Start führte Nationaltrainer Cadieux derweil nicht nur auf die gute Stimmung zurück. «Wir haben in den letzten zwei bis drei Tagen viel darüber geredet, dass wir von Anfang an eine hohe Intensität an den Tag legen wollen», erklärte der Nationaltrainer. Besonders aufgefallen war Cadieux neben dem guten Start aber auch die Defensive. «Die gute Verteidigung fusst auf unserer Disziplin. Jeder kämpft für den andern und übernimmt dadurch in der Defensive seine Rolle.» Trotz des Auftaktsieges, sah aber auch der Nationaltrainer noch Luft nach oben: «Im zweiten Drittel haben wir zu kompliziert gespielt, dies müssen wir für Morgen unbedingt anpassen», gestand der Nationaltrainer.
Telegramm:
USA – Schweiz 1:3 (0:2, 0:0, 1:1)
Swiss Life Arena, Zürich: 10'000 Zuschauer. – Schiedsrichter: Björk (SWE), Ondracek (CZE); Gibbs (CAN), Rampir (CZE). Tore: 2:09 Suter (Andrighetto, Moser) 0:1; 11:37 Andrighetto (Malgin, Suter) 2:0; 48:45 Steeves (Borgen, Lindgren) 1:2; 56:21 Jäger (Knak, Kukan) 1:3. – Strafen: 6 x 2 Minuten gegen die USA; 5 x 2 Minute gegen die Schweiz.
USA: Woll (Cooley); Lohrei, Faulk; Borgen, Lindgren; Kaiser, Clifton; Ufko; Leonard, Plante, Coronato; Moore, Novak, Howard: Steeves, Oliver, Sasson; Haugens, Laferty, Cotter; Nelson
Schweiz: Genoni (Aeschlimann); Egli, Josi; Kukan, Marti; Berni, Moser; Jung; Hischier, Meier, Rochette; Niederreiter, Thürkauf, Bertschy; Suter, Malgin, Andrighetto; Knak, Riat, Jäger; Biasca.
