HCD holt ersten Heimsieg in extremis
HC Davos
HC Fribourg-Gottéron
Spielbericht
Nach vier Auswärtsspielen gab es den ersten Heimsieg: Der HC Davos schlug Fribourg-Gottéron nach 63 spannenden Minuten nach einem anfänglichen 0:3-Rückstand. Damit liegen die Davoser erstmals in der Finalserie in Führung und könnten am Dienstag in Fribourg alles klar machen.
Auch im fünften Spiel wurde der Heimvorteil anfänglich zum Heimnachteil, denn gleich viermal ging der Puck im ersten Drittel hinter dem HCD-Torhüter Sandro Aeschlimann rein. Beim ersten Mal in der 8. Minute rettete noch eine Coach’s Challenge – Jacob de la Roses Tor wurde wegen eines vorangegangenen Offsides aberkannt. In der 12. Minute klappte es dann doch mit einer Kontermöglichkeit 2-gegen-1, wobei Nathan Marchon seinen Sturmkollegen Marcus Sörensen bediente.
47 Sekunden später erhielten die Freiburger ihre zweite Powerplay-Möglichkeit und schossen eines ihrer seltenen Powerplay-Tore durch Lucas Wallmark. Dreieinhalb Minuten später waren die Freiburger erneut im Glück. Jan Dorthes Schuss wurde von Calle Andersson unglücklich ins eigene Tor gelenkt. 3:0 nach 16 Minuten – die Partie schien bereits vorentschieden.
Doch die Davoser gaben noch nicht auf und Andersson machte es vier Minuten später mit dem 1:3-Anschlusstreffer wieder gut.
Im Mitteldrittel nahmen die Davoser das Zepter in die eigene Hand. Lukas Frick, der schon die Vorlage zum ersten Treffer gab, spielte schön Yannick Frehner an, der in der 23. Minute im Nachschuss traf.
Es ging weiter in die Richtung des Gottéron-Goalies Reto Berra. Zwei Davoser Überzahlsituationen vermochten die Freiburger zu überstehen, doch wenig später traf Sven Jung in der 31. Minute zum Ausgleich. Das Momentum bleib beim HCD und nach einem Doppelpassspiel mit Enzo Corvi brachte Matej Stransky die Bündner in der 36. Minute erstmals in Führung.
Die Freude war allerdings von kurzer Dauer. Andersson musste wegen hohen Stocks auf die Strafbank und 90 Sekunden nach dem Davoser Führungstreffer glich Wallmark für Gottéron aus.
Im Schlussdrittel hatten die Punktrichter wenig zu tun – keine Tore, keine Strafe. Filip Zadina scheiterte zu Beginn an den Pfosten. Der Tscheche war nach einer kurzen Verletzungspause anstelle von Brendan Lemieux in die Aufstellung zurückgekehrt. Doch auch Fribourg hatte gute Möglichkeiten, die Verlängerung zu verhindern.
Es kam wieder zur Überzeit, wobei Sörensen verletzungshalber nicht mehr mittun konnte. Dann misslang Marchon auch noch ein Befreiungsschlag – die Scheibe ging raus und der Freiburger auf die Strafbank. Nur 14 Sekunden später jubelten die Davoser: Filip Zadina passte diagonal von hinten durch den Slot und Adam Tambellini schoss die Davoser zum Sieg, dem ersten Heimsieg der Serie.
Damit haben die Davoser zwei «Meisterpucks». Mit einem Sieg könnten die Davoser am Dienstag auswärts den Meistertitel holen. Ansonsten käme es am Donnerstag in Davos zum einem Spiel 7.
