Sprunger sichert in der 89. Minute den Sieg
HC Davos
HC Fribourg-Gottéron
Spielbericht
Auch das dritte Finalspiel endet mit einem Auswärtssieg: Captain Julien Sprunger schoss Fribourg-Gottéron in der zweiten Verlängerung zum Sieg.
Wieder war es ein Auswärtssieg. Wieder reichten drei Tore für das Siegerteam. Und ausgerechnet der 40 Jahre alte Captain wurde in der 89. Minute zum Helden.
Julien Sprunger schüttelte in der offensiven Zone Matej Stransky ab, nahm einen Steilpass Simon Seilers mit dem Schlittschuh an und bezwang Sandro Aeschlimann aus spitzem Winkel.
Dass es soweit kam, dafür müssen sich die Davoser selbst an die Nase nehmen. Der Qualifikationssieger hatte wie schon in den anderen beiden Spielen einen Schussvorteil (41:27), machte aber vor dem Tor von Reto Berra zu wenig daraus.
Zu Beginn legten die Gäste in der 15. Minute mit einem satten Schuss von Marcus Sörensen vor, doch Simon Knak schoss nur 13 Sekunden später bereits den Ausgleich.
Die Davoser nahmen im Mitteldrittel das Zepter in die Hand und konnten im Powerplay erstmals in Führung gehen, wobei die Entstehung atypisch war. Der HCD-Torhüter Sandro Aeschlimann passte die Scheibe bei einem Neuaufbau quer übers Spielfeld zu Filip Zadina, der den Gegenstoss zum 2:1 ins Netz versenkte.
Die Gastgeber hatten damit eine gute Ausgangslage für den ersten Heimsieg, doch Fribourg-Gottéron schaffte in der 48. Minute durch seine schwedische Offensivpower den Ausgleich. Nach guter Vorarbeit von Marcus Sörensen hob Lucas Wallmark die Scheibe aus nächster Nähe vor Aeschlimann hoch unter die Latte. Es kam schliesslich die Verlängerung.
Im vierten Drittel hatten die Davoser mehr Torchancen, die Freiburger jedoch die besseren Möglichkeiten, scheiterten dabei zweimal an den Pfosten. Doch nach torlosen 20 Minuten musste die zweite Verlängerung her, so dass das Spiel erst kurz vor Mitternacht durch Sprunger entschieden wurde.
Kurz zuvor in der 86. Minute sorgte eine andere Szene für Aufregung. Wallmark schlug von hinten Zadina in die linke Kniekehle. Der Tscheche krümmte sich vor Schmerzen und musste vom Eis getragen werden. Er wurde zuvor bereits von Yannick Rathgeb in ähnlicher Manier getroffen, ebenfalls ohne Strafe. Vor allem Wallmarks Angriff dürfte auf dem Monitor des Einzelrichters landen vor der nächsten Partie.
Am Freitag geht es in Fribourg weiter.
