Harmlose Lakers verpassen die Wende

Von Pascal Zingg
SC Rapperswil-Jona Lakers
2
0 - 1 - 1
EV Zug
1
1 - 0 - 0
14.03.2026
National League
Zuschauer: 6019
0:1‧1:0‧1:0
Spielbericht

Die SCRJ Lakers gewinnen das Play-In-Rückspiel gegen den EV Zug mit 2:1. Auf Grund der Hypothek aus dem Hinspiel, muss man die Leistung im heutigen Spiel jedoch trotzdem als ungenügend bezeichnen.

Fünf Schüsse waren die magere Bilanz, die die SCRJ Lakers nach 40 Minuten vorzuweisen hatten. «Wenn du so wenige Scheiben aufs Tor bringst, wird es schwierig ein solch guten Torhüter wie Leonardo Genoni zu bezwingen», erkannte Yannick-Lennart Albrecht. Die Bilanz zeigte auf brutale Art und Weise auf, dass es die Rapperswiler in den ersten zwei Dritteln nicht schafften den EV Zug in Bedrängnis zu bringen und so eine Aufholjagd zu starten. «Dies obwohl wir eigentlich gut gestartet waren», ärgerte sich Albrecht. Gerade in den ersten drei Minuten hatten die Rapperswiler nämlich gezeigt, dass sie bereit waren den Gegner unter Druck zu setzen. So traf Niklas Jensen nach zwei Minuten bereits die Latte. Spätestens nach der Zuger Führung in der siebten Minute verflachten die guten Vorsätze der Rapperswiler jedoch endgültig, so dass der EVZ das Spiel über weite Strecken im Griff hatte.

Verheerend aus Rapperswiler Sicht war, dass sie auch heute nicht zu ihrem Spiel fanden. So gelang es den Lakers nur selten den Gegner mit gutem Forechecking unter Druck zu setzen und viele Scheiben zu gewinnen. «Ich glaube, dass unser System vor allem dann funktioniert, wenn der Gegner offensiv agiert. Zug hat heute jedoch sehr schnell in den Verwaltungsmodus geschaltet und uns deshalb nur wenig gegeben», erkannte Stürmer Albrecht.

Etwas Hoffnung gab dem SCRJ einzig das 1:1, welches Niklas Jensen in der 39. Minute bewerkstelligen konnte. Als Tanner Fritz in der 54. Minute gar noch die 2:1-Führung gelang, schien nochmals ein Ruck durch die Mannschaft zu gehen. Mit nun sechs Feldspielern gelang es den Rosenstädtern in den letzten vier Minuten erstmals den Gegner gehörig unter Druck zu setzen. Das grosse Manko war jedoch, dass diese Druckphase viel zu spät kam.

Übers ganze Spiel gesehen, muss sich der SCRJ daher eingestehen, dass man heute schlicht zu harmlos war. «Gerade bei der Härte sehe ich noch viel Potential. In den Play-Ins müssten wir eigentlich Playoff-Hockey spielen, dies haben wir auch heute nicht getan», zeigte sich Albrecht kritisch. Obwohl der heutige Auftritt ebenfalls nicht optimal war, schien allen Beteiligten klar, dass man diese Serie nicht heute, als vielmehr am Donnerstag in Zug verloren hatte. «Ich glaube wir waren während fünf der sechs Drittel auf Augenhöhe mit dem Gegner. Einzig in den letzten zehn Minuten in Zug waren wir zu wenig clever. Dies hat uns die Serie gekostet», analysierte Albrecht. Blickt man auf die nackten Zahlen stimmt dies auch. Schaut man sich aber nochmals an, wie verunsichert der EVZ in den ersten 20 Minuten des Hinspiels war, darf man sich getrost fragen, wieso die Rapperswiler nicht von Anfang an versucht haben die Zuger unter Druck zu setzen.

Schaut man auf die nächste Serie gegen den SC Bern, müssen die Rapperswiler die Lehren aus der Serie gegen Zug ziehen. Neben der angesprochenen Playoffhärte, gilt es auch in der Offensive wieder mehr Akzente zu setzen. «Wir müssen mehr Scheiben aufs Tor bringen und die dreckigen Tore suchen», erklärte Yannick-Lennart Albrecht. Dabei wird es einmal mehr wichtig sein, dass man in jedem Einsatz voll konzentriert ist, so dass man nicht wie am Donnerstag mit unnötigen Toren und einem grossen Rückstand bestraft wird.

Resultat:

2:1

T. Fritz, N. Jensen
C. Lindemann