Rappi sichert sich Platz sieben
EV Zug
SC Rapperswil-Jona Lakers
Spielbericht
Die SCRJ Lakers schlagen den EV Zug mit 3:2 nach Verlängerung. Dank der zwei Punkte ist klar, dass die Rapperswiler die Qualifikation auf Platz sieben beenden und damit die Play-Ins gegen den EV Zug bestreiten.
Dass der SCRJ in den Play-Ins wieder auf den EV Zug trifft, war vor der Partie bereits äusserst realistisch. Dank fünf Punkten Rückstand auf den Lausanne HC hatten die Rapperswiler bis heute Abend jedoch noch eine kleine Chance auf eine direkte Playoff-Qualifikation. Da der LHC in Fribourg gewann, zeichnete sich jedoch früh ab, dass die Lakers auch in dieser Saison in die Play-Ins müssen. Auf dem Eis schien es fast so, als wollten die Rosenstädter kurz vor den Play-Ins nicht alle Karten auf den Tisch legen. Zwar stand man in der Defensive solide. In der Offensive liess man den absoluten Zug aufs Tor jedoch oft vermissen. «Wir kamen zwar immer wieder mit Kontern zu Chancen, dann ist es uns jedoch nicht gelungen die Scheibe in der Zone zu halten. Der EVZ hat es extrem gut verstanden die Zweikämpfe in der Ecke zu gewinnen, weshalb sie immer wieder aus der eigenen Zone ausgebrochen sind», analysierte Mika Henauer.
Dass die Rapperswiler trotz offensiver Defizite in Führung gehen konnten, lag am Powerplay des SCRJ. Konkret war es ein Doppelschlag innert 33 Sekunden, der die Rapperswiler bei doppelter und einfacher Überzahl mit 2:0 in Führung brachte. Das diese zwei Tore nicht zum Sieg nach 60 Minuten reichten, lag daran, dass der SCRJ auch in der Folge zu wenig offensive Akzente setzen konnte. «Eigentlich sind wir gut ins letzte Drittel gestartet, dann erzielten sie im Powerplay jedoch den Anschlusstreffer und wir zogen uns einmal mehr zu fest zurück», erklärte Henauer. Wieder einmal bewiesen die Rapperswiler damit, dass es ihnen im letzten Drittel oft schwer fällt einen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Trotz der Treffer von Vozenilek und Tatar liess man sich jedoch nicht unterkriegen. So war der SCRJ in der Overtime erstmals in diesem Spiel klar die bessere Mannschaft. «Wir haben den Puck gut gehalten und viele Zweikämpfe gewonnen», zeigte sich Henauer zufrieden.
Einen solchen Zweikampf gewann indes auch der Verteidiger. Henauer ermöglichte seinem Team in der 65. Minute damit einen Zwei-gegen-eins-Konter, welcher Gian-Marco Wetter zum 3:2 abschloss. Der Stürmer erhöhte den Abstand auf den EV Zug damit auf 3 Punkte. Da der SCRJ drei Direktduelle gewann, bedeutet dies nichts anders, als dass sich die Rapperswiler bereits eine Runde vor dem Ende der Qualifikation den siebten Platz gesichert haben. Im abschliessenden Heimspiel gegen den HC Ambrì-Piotta geht es für die Rosenstädter damit nur noch um die goldene Ananas. «Die Ausgangslage ist tatsächlich etwas speziell. Trotzdem sollte wir in diesem Spiel keine schlechten Gewohnheiten annehmen. Schliesslich geht es am Donnerstag bereits mit den Play-Ins weiter», gestand Mika Henauer. Für den Verteidiger war deshalb klar, dass sein Team auch am Montag nochmals gewinnen will, um das gute Gefühl, dass man sich nach Olympia aufgebaut hatte, nicht zu verlieren.
