Bittere Niederlage für die Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
HC Fribourg-Gottéron
Spielbericht
Ein unnötiger Fehler und ein später Treffer sorgten dafür, dass die SCRJ Lakers den Sieg gegen Fribourg-Gottéron vergaben. Statt einen Schritt in Richtung Postseason zu machen, kassierten die Rosenstädter eine bittere 2:3-Niederlage.
Der Untergang der Rapperswiler begann mit einem Fehler von Interims-Captain Jacob Larsson. Der Schwede hatte in der 53. Minute nicht bemerkt, wie sich Henrik Borgström von hinten angeschlichen hatte. Der Fribourger Stürmer hatte kleine Mühe dem überraschten Rappi-Verteidiger die Scheibe wegzunehmen und diese auf den freien Ty Rattie zu spielen. Der Kanadier bedankte sich für diesen Pass mit dem 2:2 in der 53. Minute. Als wäre dieser Stich nicht schon genug tief in die Lakers Seele gegangen, gelang Patrick Nemeth 83 Sekunden vor dem Ende gar noch das 3:2.
Trotz einer an sich guten Leistung standen die Rapperswiler wenigen Sekunden vor dem Ende mit abgesägten Hosen da. Vergessen war in diesem Moment, dass man es auch heute über weite Strecken verstand dem Gegner sein Spiel aufzuzwingen. Wie schon gegen Genf funktionierte das Forechecking, weshalb man in der Offensive viele Scheiben gewann. «Genau dies ist unser Spiel, dass wir zum Schluss der Saison wieder zeigen müssen», war sich Gian-Marco Wetter bewusst. Gerade der wirblige Stürmer bewies dabei, dass auch die neuformierten Linien ihre Wirkung nicht verfehlten. So spielte Victor Rask beim 1:0 einen wunderbaren Doppelpass mit Wetter, ehe der gebürtige Rheintaler im zweiten Drittel einen Rebound zum 2:1 nutzen konnte.
Mit dem zweiten Tor lieferten die Rapperswiler den Beweis, dass sie auch in Überzahl Fortschritte gemacht hatten. So war der Abstauber von Wetter die logische Folge eines guten Überzahlspiels. Ein ähnlich gutes Powerplay zeigte der SCRJ auch kurz vor Schluss, weil Tanner Fritz in der 57. Minute jedoch nur den Pfosten traf, blieb es auch nach dieser Überzahl bei zwei Lakers Toren.
Schaut man sich die ganzen 60 Minuten an, muss man sich aus Sicht der Rapperswiler aber auch eingestehen, dass man dem HCFG im letzten Drittel zu viel Raum liess. «Fribourg musste im letzten Drittel nochmals einen Gang zulegen. Dies hat wohl dazu geführt, dass wir uns zu weit zurückgezogen und nicht genügend aufgeschlossen haben», analysierte Gian-Marco Wetter. Neben diesem Manko war zudem tödlich, dass Jacob Larsson als eigentlicher Lebensversicherung der Rosenstädter ein solch böser Schnitzer wie beim 2:2 passierte. Kurz zusammengefasst kann man sagen, dass die Lakers heute gute Ansätze zeigten, zum Schluss aber zu wenig abgebrüht waren, um die Punkte nach Hause zu bringen.
Blickt man auf die Tabelle muss man aus Sicht des SCRJ feststellen, dass die direkte Playoff-Qualifikation endgültig wohl entschwunden ist. Schaut man auf die hinteren Ränge haben sowohl Zug als auch Bern aufholen können. Will man sich in den Play In zwei Chancen auf eine Playoff-Quali erarbeiten, wird es daher wichtig sein, in den letzten vier Spielen der Qualifikation so oft wie möglich zu punkten.
