Finnland holt sich Bronze
Slowakei
Finnland
Spielbericht
Das slowakische Märchen endete im Spiel um Bronze, diesmal jedoch mit leeren Händen für die Slowaken. Finnland holte sich den dritten Rang mit einem 6:1-Sieg.
«Es ist etwas, wovon man als Kind immer träumt, wenn man die Olympischen Spiele schaut, und weiss, dass man eine Medaille gewinnen möchte. Dies tun zu können, ist eine grosses Ding. Ich bin wirklich stolz auf die Gruppe, dass wir es geschafft haben», sagte Miro Heiskanen.
Nach Gold vor vier Jahren gibt es für Finnland diesmal immerhin Bronze. Es ist die achte Medaille in den letzten elf olympischen Herren-Eishockeyturnieren. Neben Gold in Peking 2022 gab es zweimal Silber und nun fünfmal Bronze.
Am Abend nachdem die beiden Teams im Halbfinale gegen die Nordamerikaner mehr (Slowakei) oder weniger (Finnland) deutlich ausgeschieden waren, spielten sie um olympische Bronze, wobei sich bei den Finnen Mikko Rantanen verletzte und heute nicht mittun konnte.
«Wir hatten ein kleines Meeting und sprachen darüber, wie bedeutungsvoll die Olympischen Spiele sind. Wir haben vielleicht ein, zwei Chancen in der gesamten Karriere. Wir wollten es in guter Erinnerung behalten, daher wollten wir den Sieg und bekamen ihn», sagte Niko Mikkola.
Beide Teams wollten sich Edelmetall holen, doch den besseren Start erwischten die Finnen.
Nach einem Weitschuss von Miro Heiskanen stocherten Artturi Lehkonen und Sebastian Aho vor dem Tor nach und schossen den nicht unverdienten Führungstreffer.
Auf der Gegenseite kamen die Slowaken nur selten zu aussichtsreichen Chancen. Etwa in der 13. Minute als Pavol Regenda von einem Fehlpass profitieren konnte, die Scheibe aber nicht an Juuse Saros vorbeibrachte, der auch im sechsten von sechs Spielen der Finnen als Torhüter startete.
Die Slowaken kamen im Mitteldrittel besser ins Spiel, machten Druck, erhielten ein Powerplay, aber auch ein Gegentor durch einen von Erik Haula abgelenkten Weitschuss von Joel Armia in der 29. Minute.
Die Slowaken wurden schlecht belohnt, gaben aber nicht auf. 23,2 Sekunden vor Schluss nahm Tomas Tatar dem finnischen Verteidiger Eda Lindell die Scheibe ab und bezwang Saros zum 1:2-Anschlusstreffer.
«Wir gingen mit einem Rückstand von bloss 1:2 ins dritte Drittel. Ihr Powerplay machte den Unterschied. Sie erzielten ein Tor und dann gleich das nächste und plötzlich war es ein anderes Spiel und wir gaben es aus der Hand», sagte Tatar. «Das Resultat ist brutal. Hätten wir mehr Glück gehabt, hätten wir ausgleichen können, wäre es ein Drama bis zum Schluss geworden.»
Die slowakische Aufholjagd endete in der 48. Minute als Roope Hintz einen Weitschuss Miro Heiskanens in Überzahl ins Tor lenkte. Nur 42 Sekunden später erhöhte Kaapo Kakko mit einem Alleingang auf 4:1 als Martin Gernat ausrutschte und die Scheibe an den Finnen verlor. Als die Slowaken den Torhüter früh rausnahmen, sorgten Joel Armia und Erik Haula mit ihren beiden Schüssen ins leere Tor für den 6:1-Schlussstand.
Slowakei – Finnland 1:6 (0:1, 1:1, 0:4)
Santagiulia Eishockey-Arena. – 10'522 Zuschauer. – SR: Campbell (CAN) / Holm (SWE), Hynek (CZE) / Suchanek (CZE).
Tore: 7:27 Aho (Lehkonen, Heiskanen) 0:1. 28:05 Haula (Armia, Tolvanen) 0:2. 39:30 Tatar (Fehervary) 1:2. 48:27 Hintz (Heiskanen, Tolvanen / Ausschluss Ruzicka) 1:3. 49:09 Kakko 1:4. 55:32 Armia (Hintz / ins leere Tor) 1:5. 58:42 Haula (Armia, Ristolainen) 1:6.
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen die Slowakei, 2-mal 2 Minuten gegen Finnland.
Schüsse aufs Tor: 27:33 (6:10, 15:12, 6:11)
Slowakei: Hlavaj (Ersatz: Skorvanek); Nemec, Fehervary; Cernak, Gernat; Ceresnak, Marincin; Koch; Tatar, Ruzicka, Slafkovsky; Regenda, Cingel, Kelemen; Hudacek, Dvorsky, Okuliar; Cehlarik, Sukel, Liska; Takac.
Finnland: Saros (Ersatz: Lankinen); Heiskanen, Lindell; Ristolainen, Mikkola; Jokiharju, Määttä; Matinpalo; Kapanen, Aho, Lehkonen; Teravainen, Hintz, Granlund; Kakko, Lundell, Luostarinen; Armia, Haula, Tolvanen; Kiviranta.
