USA souverän ins Finale
USA
Schweden
Spielbericht
Nach einem harzigen Start gewannen die USA auch im Halbfinale deutlich. Nach dem 5:0 gegen Schweden spielen sie am Donnerstag gegen den Sieger von Kanada-Schweiz um Gold.
«Es ist absolut grossartig. Das ist der Moment, auf den wir gewartet haben und es nun zu erreichen ist riesig», sagte die Stürmerin Hayley Scamurra nach dem Spiel. «Wir spielen sehr schnell und füreinander, das macht den Unterschied. Teams haben Mühe drei Drittel gegen uns mitzuhalten.»
Die USA wollten von Beginn an ihrer Favoritenrolle gerecht werden, so dass sich eine einseitige Partie entwickelte. Cayla Barnes brachte die USA in der 6. Minute in Führung. Nach einem weiten Rückpass von der Bande von Kelly Pannek schoss Barnes von hinter dem rechten Anspielkreis perfekt in die hohe Ecke.
Immerhin konnten die Schwedinnen bei einer unnötigen Strafe von Sara Hjalmarsson die Unterzahlsituation schadlos überstehen.
Erst nach elf Minuten kamen die Schwedinnen bei einer Kontermöglichkeit von Hilda Svensson zum ersten Torschuss. Die Amerikanerinnen hatten da bereits deren neun.
Das Resultat hätte nach einem Drittel gewiss höher ausfallen können. So scheiterte etwa Abbey Murphy bei einer 2:1-Situation an der stark haltenden Ebba Svensson Träff.
Die Schwedinnen versuchten zu Beginn des Mitteldrittels eine Reaktion zu zeigen. Innert weniger Minuten hatten sie so viele Chancen wie im gesamten ersten Drittel. Eher entgegen dem Drittelsverlauf konnten die Amerikanerinnen in der 30. Minute mit einer Kontermöglichkeit auf 2:0 erhöhen. Nach einem Querpass von Hannah Bilka brachte Taylor Heise die Scheibe knapp ab Svensson Träff vorbei ins Tor. Murphy traf in der 36. Minute gar zum 3:0 mit einem Schuss aus spitzem Winkel über den Kopf von Svensson Träff ins Tor.
Danach ging es Schlag auf Schlag weiter. Eine Minute später erhöhte Kendall Coyne auf 4:0 und nach einem Goaliewechsel bei Schweden kehrte keine Ruhe ein. Weniger als zwei Minuten später war auch Emma Söderberg ein erstes Mal bezwungen von Hayley Scamurra. Murphy und Jessica Adolfsson lieferten sich auch Gehässigkeiten und durften beide auf die Strafbank.
«Wir begannen das zweite Drittel wirklich gut und dann trafen sie regelmässig», sagte die Schwedin Nicole Hall. «Sie sind ein schnelles Team. Du musst schneller sein und die Chancen, die du kriegst, nutzen.»
Nach einem torlosen Schlussdrittel stand es fest: Die USA sind nach dem 5:0-Sieg zum fünften Mal in Folge im Olympia-Finale.
Schweden wird dann um Bronze spielen.
«Wir sind bereit für das Bronze-Spiel. Es wäre Schwedens erste Medaille seit einer lange Zeit», sagte Hanna Olsson. Letztmals gab es in Italien eine Medaille, Silber in Turin 2006. In Sotschi 2014 verloren die Schwedinnen das Spiel um Bronze gegen die Schweiz.
USA – Schweden 5:0 (1:0, 4:0, 0:0)
Santagiulia Eishockey-Arena. – 7894 Zuschauer. – SR: Murray (CAN) / Tassoni (USA), Saarimäki (FIN) / Zach (CAN).
Tore: 5:09 Barnes (Pannek, Stecklein / Strafe angezeigt) 1:0. 29:09 Heise (Bilka, Murphy) 2:0. 35:12 Murphy (Bilka, Winn) 3:0. 36:10 Coyne (Edwards, Keller) 4:0. 37:59 Scamurra (Curl, Janecke) 5:0.
Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen die USA, 2-mal 2 Minuten gegen Schweden.
Schüsse aufs Tor: 34:23 (13:2, 11:13, 10:8)
USA: Frankel (Ersatz: Philips); Edwards, Keller; Winn, Harvey; Barnes, Stecklein; Guilday; Knight, Carpenter, Curl; Murphy, Heise, Bilka; Zumwinkle, Pannek, Coyne; Simms, Janecke, Dunne; Scamurra.
Schweden: Svensson Träff (Ersatz: 36:10 Söderberg); Nylén Persson, Jungåker; Kjellbin, Adolfsson; Karlsson, Andersson; Thea Johansson, Olsson, Svensson; Thuvik, Hjalmarsson, Lisa Johansson; Bouveng, Lundin, Hallin; Hall, Ljungblom, Hedqvist; Wikner Zienkiewicz.
