Kanadischer Kantersieg gegen Frankreich

Von Martin Merk
Kanada
10
3 - 3 - 4
Frankreich
2
1 - 0 - 1
15.02.2026
A-Nationalmannschaft
3:1‧3:0‧4:1
Spielbericht

Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand besiegte das bereits als Gruppensieger feststehende Kanada den Aussenseiter Frankreich deutlich mit 10:2.

Dabei begann die Partie keineswegs einseitig. Tom Wilson brachte Kanada in der 9. Minuten im Powerplay in Führung. Nur 13 Sekunden später jedoch nutzte Floran Douay eine Unachtsamkeit und glich für Frankreich zum 1:1 aus – ein Moment, der ganz kurz Hoffnung auf eine Überraschung aufkeimen liess. Doch die Antwort des Favoriten folgte schon bald: Devon Toews holte 39 Sekunden später die Führung zurück, ehe Mark Stone vier Sekunden vor Drittelsende in Unterzahl auf 3:1 erhöhte.

Im Mittelabschnitt liessen die Kanadier nichts mehr anbrennen. Cale Makar traf im Powerplay zum 4:1. Kurz darauf sorgte Macklin Celebrini per Penaltyschuss für das 5:1. Sidney Crosby erhöhte 19 Sekunden später auf 6:1.

«Wir arbeiten intensiv an der eigenen Identität, damit in grossen Spielen Intensität und Geschwindigkeit selbstverständlich abrufbar seien», sagte Crosby. Besonders hob der Captain den Zusammenhalt hervor «Wenn man dieses Trikot trägt, spiele es keine Rolle, woher man kommt. Man ist gemeinsam unterwegs.»

Auch im Schlussdrittel liess Kanada nicht nach. Connor McDavid erhöhte nach 20 Sekunden auf 7:1, ehe Sacha Treille eine Minute später auf 7:2 verkürzte. Doch Bo Horvat und Brandon Hagel und erneut Celebrini schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe.

Danach wurde das Spiel gehässiger. Nachdem Pierre Crinon Nathan MacKinnon mit einem Ellenbogen im Gesicht getroffen hatte, kam es zum Faustkampf zwischen Crinon und Wilson. Beide wurden von den Unparteiischen unter die Dusche geschickt. „Ich weiss es zu schätzen. Tom ist ein guter Teamkollege“, sagte MacKinnon. „Er hat mich im Gesicht erwischt, und ich hatte nicht einmal den Puck.“

Mit zehn Toren, Treffern in Gleichzahl, Überzahl Unterzahl und per Penaltyschuss zeigte Kanada die gesamte Bandbreite seiner Offensivkraft. «Wir sind an einem guten Punkt und haben jetzt ein paar Tage, um uns auf die großen Spiele vorzubereiten», sagte McDavid.

Die Kanadier werden mit 9 Punkten und 20:3 Toren die Gruppenphase in der Gesamtrangliste voraussichtlich auf dem ersten Rang abschliessen und sind direkt fürs Viertelfinale qualifiziert. Frankreich ist aufgrund der hohen Niederlage beinahe noch auf den letzten Rang der zwölf Teams abgerutscht, bleibt aber noch knapp vor Italien ebenfalls mit einer Tordifferenz von -15, jedoch einem geschossenen Tor mehr.

Kanada – Frankreich 10:2 (3:1, 3:0, 4:1)

Santagiulia Eishockey-Arena. – 11’498 Zuschauer. – SR: Holm (SWE) / Rehman (USA), Daisy (USA) / Hynek (CZE).

Tore: 8:41 Wilson (Doughty, McDavid) 1:0. 8:54 Douay (Addamo) 1:1. 9:33 Toews (Crosby, Marner) 2:1. 19:56 Stone (Ausschluss Sanheim!) 3:1. 32:10 Makar (McDavid, Crosby / Ausschluss Auvitu) 4:1. 37:16 Celebrini (Penalty) 5:1. 37:35 Crosby (Stone) 6:1. 40:20 McDavid (Celebrini, Wilson) 7:1. 41:28 Treille (Addamo, Crinon) 7:2. 45:14 Horvat (Reinhart, Bennett) 8:2. 50:46 Hagel (MacKinnon, Theodore) 9:2. 51:47 Celebrini (Stone, Marner / Ausschluss Crinon) 10:2.

Strafen: 4-mal 2 plus 5 Minuten und Spieldauer-Diziplinarstrafe (Wilson), 5-mal 2 plus 5 Minuten und Spieldauer-Diziplinarstrafe (Crinon).

Schüsse aufs Tor: 46:14 (17:6, 16:1, 13:7)

Kanada: Binnington (Ersatz: Thompson); Makar, Toews; Parayko, Harley; Doughty, Sanheim; Theodore; Wilson, McDavid, Celebrini; Suzuki, MacKinnon, Hagel; Stone, Crosby, Marner; Reinhart, Bennett, Jarvis; Horvat.

Frankreich: Junca (40:00 Keller); Gallet, Boscq; Guebey, Auvitu; Thiry, Crinon; Chakiachvili; da Costa, Bellemare, Rech; Bertrand, Boudo, Texier; Fabre, Ritz, Perret; Douay, Addamo, Treille; Kevin Bozon.

Resultat:

10:2