Slowakei verliert und jubelt

Von Martin Merk
Schweden
5
1 - 2 - 2
Slowakei
3
1 - 1 - 1
14.02.2026
A-Nationalmannschaft
1:1‧2:1‧2:1
Spielbericht

Die Slowakei unterliegt Schweden 3:5, doch etwas Jubel gab es dank dem späten Anschlusstreffer trotzdem. Käme es zu einer Punktegleichheit mit Finnland (spielt noch gegen Italien) und Schweden, hätten die Slowaken nämlich die beste Bilanz und würden Gruppensieger.

«Es ist die beste Niederlage meines Lebens», sagte Dalibor Dvorsky, der das entscheidende dritte Tor 39 vor Schluss erzielte. «Wenn alles gut geht, haben wir die Chance die Gruppe als Erster zu beenden.»

«Es ist ein merkwürdiges Gefühl», sagte Martin Fehervary über den Jubel nach der Niederlage. «Wenn wir dadurch direkt ins Viertelfinale kommen, nehmen wir das.»

In einem ausgeglichenen Startdrittel gingen die Schweden erstmals in Unterzahl in Führung. Nach einem Wechselfehler sah Rickard Rakell von der Strafbank aus wie Joel Eriksson Ek den Shorthander in der 8. Minute erzielte. Eriksson Ek konnte befreien und die Scheibe an den Slowaken vorbei in die Offensivzone bringen, übergab Adrian Kempe und traf dann im Nachschuss selbst.

Die Slowaken konnten die Strafe nicht mehr nutzen, doch kurz nachdem sie abgelaufen war erzielte Juraj Slafkovsky mit seinem dritten Turniertor von der rechten Bande aus geschossen zum Ausgleich (9.).

Gegen Spielmitte tauschten die Schweden und Slowaken wieder Strafen und Tore. Zuerst traf in der 28. Minute Adrian Kempe im Powerplay, dann glich Martin Gernat wenige Sekunden nach einem slowakischen Powerplay für seine Mannschaft aus. Doch danach waren vor allem die Schweden erfolgreich. Elias Pettersson erzielte die entscheidenden Tore in der 35. und 48. Minute zur zwischenzeitlichen 4:2-Führung, Lucas Raymond erhöhte in der 52. Minute auf 5:2.

Das Spiel wurde zunehmend rauer mit Strafen auf beiden Seiten. Am schwedischen Sieg änderte es aber wenig. Dalibor Dvosrky verkürzte 39 Sekunden vor Schluss noch mit einem Powerplay-Tor.

Die Schweden gewannen, und doch jubelten auch die Slowaken am Schluss, denn das Resultat passte gerade noch recht für sie. Ausgehend von einem finnischen Sieg gegen Italien gäbe es drei Teams mit sechs Punkten, wobei die Slowaken in einer Dreierrechnung mit Finnland und Schweden die beste Bilanz (1 Sieg, +1 Tordifferenz) haben und damit Gruppenerster wären. Die Finnen wären dann Zweite (0) und die Schweden Dritte (-1).

«Das Spiel heute war besser [als gegen Finnland]», sagte der zweifache Torschütze Pettersson, dem die Enttäuschung über den möglichen Verlust des ersten Tabellenplatzes anzuspüren war. «So ist Hockey. Wir haben uns selbst in diese Situation gebracht. Wir werden in Spiel in zwei, drei Tagen haben und wir sind bereit.»

Schweden – Slowakei 5:3 (1:1, 2:1, 2:1)

Santagiulia Eishockey-Arena. – 11’332 Zuschauer. – SR: Ansons (LET) / Rehman (USA), Hynek (CZE) / Suchanek (CZE).

Tore: 7:17 Eriksson Ek (Kempe / Ausschluss Rakell!) 1:0. 8:59 Slafkovsky (Nemec, Gernat) 1:1. 27:06 Kempe (Dahlin, Raymond / Ausschluss Regenda) 2:1. 29:48 Gernat (Ceresnak, Ruzicka) 2:2. 34:29 Pettersson (Forsberg, Hedman) 3:2. 47:57 Pettersson (Raymond, Karlsson) 4:2. 51:38 Raymond (Zibanejad, Karlsson) 5:2. 59:21 Dvorsky (Slafkovsky, Ceresnak / Ausschluss Raymond) 5:3.

Strafen: je 7-mal 2 Minuten

Schüsse aufs Tor: 51:32 (13:13, 16:12, 22:7)

Schweden: Markström (Ersatz: Wallstedt); Ekman-Larsson, Hedman; Dahlin, Forsling; Karlsson, Broberg; Lindholm; Nylander, Eriksson Ek, Kempe; Raymond, Zibanejad, Landeskog; Forsberg, Pettersson, Johansson; Rakell, Wennberg, Holmberg; Bratt.

Slowakei: Hlavaj (Ersatz: Skorvanek); Nemec, Fehervary; Cernak, Gernat; Ceresnak, Marincin; Koch; Tatar, Ruzicka, Slafkovsky; Regenda, Cingel, Kelemen; Hudacek, Dvorsky, Okuliar; Liska, Sukel, Cehlarik; Takac.

Resultat:

5:3