Finnisches Stängeli gegen Italien

Von Martin Merk
Finnland
11
3 - 3 - 5
Italien
0
0 - 0 - 0
14.02.2026
A-Nationalmannschaft
3:0‧3:0‧5:0
Spielbericht

Finnland besiegt Italien gleich 11:0 und holt sich damit den zweiten Gruppenrang hinter der punktegleichen Slowakei und vor Schweden. Gleich vier Finnen konnten sich als Doppeltorschütze feiern lassen.

«Wir spielten ein wirklich gutes Spiel. Wir dachten nicht zu viel nach. Wir spielten einfach unser Spiel und es war ein guter Sieg», sagte Joel Armia. «Wir sahen ihre anderen beiden Spiele und haben und gut für dieses Spiel vorbereitet. Sie sind gute Schlittschuhläufer, haben Talent und spielen mit viel Leidenschaft. Man kann sie nicht locker nehmen.»

Die Finnen überforderten den Gastgeber von Beginn an mit hohem Tempo und liessen kaum eine Chance zu. Nach knapp sieben Minuten war der italienische Torhüter Damian Clara erstmals bezwungen mit schnellem Kurzpassspiel. Artturi Lehkonen spielte von hinter dem Tor Mikko Rantanen an, der die Scheibe nach links zum Torschützen Sebastian Aho weiterleitete.

Zwei Minuten später konnten die Finnen erstmals in Überzahl spielen und setzten auch hier die Italiener mit Kurzpassspiel ausser Gefecht. Ein Passversuch von Mikael Granlund wurde von Daniel Glira abgelenkt, jedoch ins eigene Tor. 47 Sekunden später erhöhe Kaapo Kakko auf 3:0 als er im rechten Anspielkreis den Platz erhielt um einen genauen Schuss hoch ins Tor zu platzieren.

«Wir kamen nicht raus, wie wir wollten und sie nutzten es aus», sagte Italiens Matt Bradley. «Es ist hart. Man muss Wege finden um mitzuhalten im Spiel.»

Im Mitteldrittel wurden die Finnen noch dominanter und hatten nicht weniger als 25 Schüsse aufs Tor. Joel Kiviranta erzielte nach vier Minuten das 4:0, drei Minuten später konnte sich Kakko als Doppeltorschütze feiern lassen, ebenso Granlund in der 38. Minute.

Neben den Gruppensiegern qualifiziert sich auch der Gruppenzweite mit der besten Bilanz direkt fürs Viertelfinale. Auch deshalb wollten die Finnen viele Tore schiessen.

«Man ist es sich nicht gewohnt. Man muss so viele Tore wie man kann schiessen. Wir wussten das und erreichten das heute», sagte Granlund.

Fürs Schlussdrittel kam mit Davide Fadani ein neuer Torhüter für Italien rein, doch kurz nach dem Anspiel musste Marco Zanetti auf die Strafbank und 20 Sekunden später bezwang Miro Heiskanen das erste Mal. 33 Sekunden später traf Artturi Lehtkonen zum 8:0 und nochmals zwei Minuten später überfuhren Lehkonen und Aho die italienische Abwehr zum 9:0 – Ahos zweiter Treffer im Spiel.

Joel Armia machte in der 54. Minute das «Stängeli» komplett und drei Minuten vor Schluss wurde auch Kiviranta zum Doppeltorschützen mit dem Treffer zum 11:0-Rückstand.

Finnland – Italien 11:0 (3:0, 3:0, 5:0)

Santagiulia Eishockey-Arena. – 11'508 Zuschauer. – SR: Holm (SWE) / McCauley (CAN), Ankerstjerne (DAN) / MacPherson (CAN).

Tore: 6:49 Aho (Rantanen, Lehkonen) 1:0. 9:31 Granlund (Rantanen, Heiskanen / Ausschluss Frycklund) 2:0. 10:18 Kakko (Mikkola, Ristolainen) 3:0. 24:04 Kiviranta (Mikkola, Ristolainen) 4:0. 27:39 Kakko (Luostarinen) 5:0. 37:36 Granlund (Kakko, Luostarinen) 6:0.

Strafen: keine gegen Finnland, 4-mal 2 Minuten gegen Italien.

Schüsse aufs Tor: 62:15 (13:2, 25:6, 24:7)

Finnland: Saros (Ersatz: Korpisalo); Lindell, Heiskanen; Ristolainen, Mikkola; Matinpalo, Määttä; Lehtonen, Jokiharju; Rantanen, Hintz, Tolvanen; Teravainen, Aho, Lehkonen; Kakko, Granlund, Luostarinen; Armia, Haula, Kiviranta.

Italien: Clara (Ersatz: Fadani); Larkin, Trivellato; Pietroniro, Zanatta; di Tomaso, Glira; Seed, di Perna; Gazley, Bradley, Zanetti; de Luca, Frycklund, Saracino; Petan, Mantenuto, Frigo; Purdeller, Kostner, Morini.

Resultat:

11:0