USA mit Pflichtsieg weiter

Von Martin Merk
USA
6
1 - 5 - 0
Italien
0
0 - 0 - 0
13.02.2026
long.fra
1:0‧5:0‧0:0
Spielbericht

Die USA besiegen im Finale den unterklassigen, aber in der Gruppe B überraschenden Gastgeber Italien im Viertelfinale 6:0 und folgen nach diesem Pflichtsieg Schweden ins Halbfinale.

Die auf dem Papier unbalancierteste Viertelfinalpaarung sah die unbezwungenen USA auf den unterklassigen Gastgeber Italien treffen – ein Plot, der sonst im Frauen-Eishockey Garant für ein einseitiges Torfestival ist, für Italien aber mit einer vergleichsweise respektablen 0:6-Niederlage endete.

Zumindest nach der Schussstatistik hätte es dies auch schon im ersten Drittel (20:2 für die USA) werden können, doch die Italienerinnen und ihre Torhüterin Gabriella Durante wehrten sich wacker. Erst in der 14. Minute bei vier gegen vier Feldspielerinnen gelang den Amerikanerinnen den Führungstreffer doch noch. Megan Keller traf mit einem Slapshot von hinter dem rechten Bullykreis.

Eine kleine Anekdote am Rande. Die Strafbankwächter wollten Laura Lobis nach dem Gegentor wieder rauslassen, doch die Italienerin erklärte ihnen die Regeln bei 4 gegen 4.

So heldenhaft sich die Italienerinnen im Startdrittel noch wehren konnte, so bröckelnd war die Mauer der Gastgeberinnen im Mitteldrittel – und so wurde es doch noch zum erwartet einseitigen Spiel. Kendall Coyne sorgte mit einem Doppelpack (22./25.) für die Vorentscheidung und nach einem italienischen Time-out ging das Toreschiessen der Amerikanerinnen unmittelbar weiter. Laila Edwards erhöhte 26 Sekunden später auf 4:0 und in der 32. Minute traf Britta Curl gar in Unterzahl. Mit einer standesgemässen 6:0-Führung nach einem weiteren Treffer von Hannah Bilka ging es in die zweite Pause.

«Es zeigte, dass wir nicht so einfach vom Weg abzubringen sind. Wir wissen, was unser Ziel ist und lassen uns davon nicht abbringen. Die Erfahrung in der Kabine zeigt, dass wir für etwas Grösseres hier sind», sagte die Amerikanerin Joy Dunne.

Im Schlussdrittel schienen die Amerikanerinnen etwas vom Gas zu gehen, behielten aber das Spiel im Griff und beendeten es mit einem 6:0-Sieg.

«Es machte Spass», sagte Durante über die 51 Schüsse, die sie abbekam. «Wir hatten keine grossen Erwartungen, aber wir hatten nichts zu verlieren. Wir nahmen es in Stücken zu fünf Minuten, in welchen wir unser Herz ausspielen wollten. Das sind Spiele, von denen man träumt sie bestreiten zu können gegen die besten der Welt. Verlieren ist nicht toll, aber an den Olympischen Spielen dabei zu sein und ins Viertelfinale zu kommen ist ein wahrgewordener Traum.»

Morgen werden in den Duellen Finnland-Schweiz und Kanada-Deutschland die beiden letzten Halbfinalisten ermittelt.

USA – Italien 6:0 (1:0, 5:0, 0:0)

Rho Eishockey-Arena. – 3930 Zuschauer. – SR: Henriksson (SWE) / Neary (CAN), Lundgren (SWE) / Zach (CAN).

Tore: 13:31 Keller (Edwards, Carpenter / Ausschlüsse Philips; Lobis) 1:0. 21:41 Coyne (Harvey, Winn) 2:0. 24:51 Coyne (Curl, Zumwinkle) 3:0. 25:17 Edwards (Keller, Janecke) 4:0. 31:29 Curl (Dunne, Stecklein) 5:0. 38:27 Bilka (Heise, Harvey) 6:0.

Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen die USA, 6-mal 2 Minuten gegen Italien.

Schüsse aufs Tor: 51:6 (20:2, 19:2, 12:2)

USA: Philip (Ersatz: Frankel); Edwards, Keller; Winn, Harvey; Barnes, Stecklein; Guilday; Knight, Carpenter, Curl; Murphy, Heise, Bilka; Zumwinkle, Pannek, Coyne; Simms, Janecke, Dunne; Scamurra.

Italien: Durante (Ersatz: Fedel); Stocker, Mattivi; Fortino, Lobis; Varano, Guerriero; Pierri; Reyes, Della Rovere, Caumo; Tutino, Fantin, Abatangelo; Heidenberger, Niccolai, Roccella; Mazzocchi, Saletta, Kaneppele; Bonafini.

Resultat:

6:0