Deutschland siegt dank Stützle

Von Martin Merk
Deutschland
3
1 - 2 - 0
Dänemark
1
1 - 0 - 0
12.02.2026
A-Nationalmannschaft
1:1‧2:0‧0:0
Spielbericht

Deutschland ist im Nachbarschaftsduell siegreich ins olympische Herren-Eishockeyturnier gestartet. Gegen Dänemark setzte sich die Mannschaft 3:1 durch. Matchwinner war Tim Stützle mit einem Doppelpack, während Leon Draisaitl mit je einem Tor und Assist glänzte.

Entsprechend gross war die Erleichterung nach dem Auftaktsieg. «Vor dem Spiel war viel Aufregung da und den ersten Sieg zu holen, fühlt sich richtig gut an. Wir haben von diesem Moment geträumt», sagte John Peterka nach der Partie.

Die Partie begann furios: Gerade einmal 23 Sekunden waren gespielt, da zappelte die Scheibe bereits im Netz der Dänen. Deutschlands NHL-Star Leon Draisaitl traf zum 1:0. Der Treffer kam mit etwas Fortune zustande. «Der Puck hat meinen Schläger gefunden, es war eine glückliche Ablenkung – aber ich nehme ihn natürlich», erklärte Draisaitl später schmunzelnd.

Für Dänemark war der Blitzstart ein Nackenschlag. «Es war das erste Spiel des Turniers, wir haben lange darauf hingefiebert – da waren sicher auch ein paar Nerven im Spiel», meinte Mikkel Aagaard. «Aber wir sind zurückgekommen. Am Ende geht es um Effizienz – und da war Deutschland heute klar besser.»

Tatsächlich zeigte sich Dänemark unbeeindruckt vom frühen Rückstand und erarbeitete sich in jedem Drittel einen Schussvorteil, wurde dafür aber nur im Startdrittel belohnt. In der 14. Minute glich Oscar Mølgaard zum 1:1 aus.

Im Mitteldrittel sorgte Stützle für die Entscheidung. Der 24-jährige Ottawa-Stürmer schlug in der 25. Minute erstmals zu und traf zum 2:1. Nur wenige Minuten später geriet Dänemark in Unterzahl – und Stützle erhöhte im Powerplay auf 3:1. Damit unterstrich die deutsche Auswahl ihre Qualität im Abschluss.

Peterka schwärmte besonders von Draisaitls Einfluss auf das Spiel. «Er hat ein riesiges Tor für uns geschossen und über das ganze Spiel unglaubliche Aktionen gehabt. Selbst von der Bank sieht man, was für ein besonderer Spieler er ist», sagte Peterka. «Er ist unglaublich ruhig am Puck, hat eine überragende Übersicht. Es wirkt fast unmöglich, ihm die Scheibe abzunehmen. Er sieht da draussen aus wie ein Monster.»

Auch die Dänen zollten Respekt. «Er ist einer der besten Spieler der Welt», sagte Aagaard über Draisaitl. «Vielleicht hatten wir zu Beginn ein bisschen zu viel Respekt vor ihm.»

Mit der Zwei-Tore-Führung im Rücken konnten sich die Deutschen auf die Defensive fokussieren. Im Schlussdrittel liess das Team keinen weiteren Treffer zu. «Wir haben im dritten Drittel einen richtig guten Job gemacht und die Führung verteidigt», sagte Draisaitl.

Philipp Grubauer avancierte mit 37 von 38 abgewehrten Schüssen zum sicheren Rückhalt und entschärfte mehrere gefährliche Abschlüsse der Dänen. So stand am Ende ein abgeklärter 3:1-Auftakterfolg.

Deutschland – Dänemark 3:1 (1:1, 2:0, 0:0)

Rho Eishockey-Arena. – 3986 Zuschauer. – SR: Ansons (LET) / Holm (SWE), Hynek (CZE) / MacPherson (CAN).

Tore: 0:23 Draisaitl (Tiffels, Wagner) 1:0. 13:09 Mølgaard (Ehlers, Jensen Aabo) 1:1. 24:20 Stützle (Peterka, Stachowiak) 2:1. 30:02 Stützle (Draisaitl, Seider / Ausschluss Mølgaard) 3:1.

Strafen: keine gegen Deutschland, 2-mal 2 Minuten gegen Dänemark.

Schüsse aufs Tor: 26:38 (5:8, 11:16, 10:14)

Deutschland: Grubauer (Ersatz: Franzreb); Seider, Wagner; Wissmann, Müller; Gawanke, Kälble; Müller; Tiffels, Draisaitl, Samanski; Stachowiak, Stützle, Peterka; Kahun, Michaelis, Reichel; Ehl, Sturm, Rieder.

Dänemark: Andersen (Ersatz: Søgaard); Lauridsen, Jensen Aabo; Setkov, Nicholas B. Jensen; Bruggisser, Lauridsen; Lassen; Ehlers, True, Björkstrand; Nicklas Jensen, Eller, Blichfeld; Aagaard, Mølgaard, Olesen; Russell, Wejse, Storm; Poulsen.

Resultat:

3:1