Schweden auch gegen Japan makellos

Von Martin Merk
Japan
0
0 - 0 - 0
Schweden
4
1 - 2 - 1
10.02.2026
long.fra
0:1‧0:2‧0:1
Spielbericht

Das schwedische Frauen-Eishockeyteam gewinnt die «untere» Gruppe B an den Olympischen Winterspielen nach einem 4:0-Sieg gegen Japan makellos und wird im Viertelfinale auf die Dritten der Gruppe A treffen – bei einem Sieg der Schweizerinnen über Finnland könnte das die Schweiz sein. Dank dem Sieg hat sich Deutschland als letzte Mannschaft fürs Viertelfinale qualifiziert.

Schweden kontrollierte die Partie zwei Drittel lang und gestand den Japanerinnen wenig zu. Hanna Thuvik brachte die «Damkronorna» in der 6. Minute mit 1:0 in Führung.

In der 26. Minute erhöhte Josefin Bouveng auf 2:0, ehe Mira Hallin kurz vor der zweiten Pause das 3:0 erzielte.

Die endgültige Entscheidung fiel im Schlussdrittel. Nach einer japanischen Strafe nutzte Schweden das Powerplay durch Hanna Olsson Treffer zum 4:0.

«Wir fühlen uns ziemlich gut. Es fühlt sich gut an, Erster in unserer Gruppe zu werden, das ist für uns wichtig», sagte Jenna Raunio nach dem Spiel. «Die Olympischen Spiele sind etwas Grosses – aber die ganze Gruppe ist zusammengewachsen. Für mich ist das ein Traum.»

Als mögliche Viertelfinalgegnerinnen kommen die Schweiz und Tschechien in Frage.

«Wir wissen, dass die Viertelfinals ein oder zwei Levels höher sind als das, was wir hier bisher hatten», sagte Anna Kjellbin. «Die Tschechinnen sind sehr spielstark, die Schweizerinnen spielen einen anderen Stil. Wir kennen beide Teams aus europäischen Wettbewerben.»

Im japanischen Team konnte eigentlich niemand so wirklich zufrieden sein mit den Resultaten in Mailand. Allenfalls die Torhüterin Nummer 3, Rei Halloran, die nach dem 0:4 unverhofft zu einem Kurzeinsatz kam und unbezwungen blieb.

«Ich war ziemlich nervös. Ich kam kalt rein, das war ein harter Start, aber es war eine unglaubliche, unbeschreibliche Erfahrung», sagte die 24-Jährige. «Ich hätte nie gedacht, dass ich überhaupt spiele. Es hat meine Erwartungen übertroffen.»

Halloran erzählt auch, dass das Körperspiel wohl einen grossen Unterschied machte, zumal in Europa und in der PWHL die Regeln bezüglich Bodychecks gelockert wurden.

«Wir waren überrascht von der Physis und dem Tempo. In Japan gibt es kaum Körperkontakt – das ist ein riesiger Unterschied. Viele Spielerinnen wollen jetzt ins Ausland gehen, um diese körperliche Seite zu entwickeln. Das Spiel wird sich in den nächsten Jahren verändern.»

Für Japan ging das Turnier mit einer finale Verbeugung vor den Gegnerinnen und dem Publikum zu Ende, während Schweden mit Selbstvertrauen ins Viertelfinale starten wird.

Japan – Schweden 0:4 (0:1, 0:2, 0:1)

Rho Eishockey-Arena. – 3100 Zuschauer. – SR: Cooke (USA) / McKenna (CAN), Clarke (CAN) / Saarimäki (FIN).

Tore: 5:25 Thuvik (Hjalmarsson) 0:1. 25:36 Bouveng (Raunio) 0:2. 37:30 Hallin (Bouveng, Nylen Persson) 0:3. 41:06 Olsson (Nylen Persson, Johansson / Ausschluss Ukita) 0:4.

Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Japan, 3-mal 2 Minuten gegen Schweden.

Schüsse aufs Tor: 20:31 (6:9, 6:14, 8:8)

Japan: Kawaguchi (46:42 Halloran); Sato, Aoi Shiga; Hosoyamada, Koike; Hitosato, Seki; Akimoto, Yamashita; Ukita, Toko, Akane Shiga; Miura, Maeda, Wajima; Riri Noro, Rio Noro, Ito; Koyama, Odaira, Tada.

Schweden: Svensson Traff (Ersatz: Söderberg); Nylén-Persson, Jungåker; Kjellbin, Raunio; Karlsson, Adolfsson; Andersson; Johansson, Olsson, Svensson; Thuvik, Hjalmarsson, Johansson; Bouveng, Lundin, Hallin; Hall, Ljungblom, Hedqvist; Wikner Zienkiewicz.

Resultat:

0:4