Deutschland benötigt gegen Frankreich Verlängerung
Deutschland
Frankreich
Spielbericht
Deutschland hat die vorzeitige Viertelfinalqualifikation beim olympischen Frauen-Eishockeyturnier um einen Punkt verpasst. Gegen das bislang punktelose Frankreich siegten die Deutschen 2:1 nach Verlängerung.
Die deutschen Eishockey-Frauen haben sich bei den Olympischen Winterspielen einen hart erarbeiteten 2:1-Sieg nach Verlängerung gegen Frankreich gesichert. In einem zähen mit Vorteilen für die Deutschen (47:14) benötigten diese die Verlängerung, um den Widerstand der Französinnen zu brechen. Damit bewahren sie sich alle Chancen im Rennen um einen Platz im Viertelfinale.
Deutschland übernahm von Beginn an die Kontrolle und setzte Frankreich früh unter Druck und kamen zu Überzahlgelegenheiten. Kurz vor der ersten Pause zahlte sich das aus: Laura Kluge traf in Überzahl 35 Sekunden vor der Sirene zur verdienten 1:0-Pausenführung.
Auch im zweiten Drittel spielte sich das Geschehen überwiegend im französischen Drittel ab. Doch Frankreichs Torhüterin Alice Philbert hielt ihr Team mit zahlreichen Paraden im Spiel. Deutschland verpasste es, die Führung auszubauen – ein Umstand, der sich im Schlussdrittel rächen sollte. Estelle Duvin nutzte in der 49. Minute ihre Chance zum 1:1 aus.
In der Verlängerung fiel die Entscheidung nach nur 67 Sekunden mit dem ersten Schuss. Katarina Jobst-Smith traf auf Vorbereitung der Welcke-Zwillinge Lilli und Luisa zum 2:1 und erlöste das deutsche Team.
«Man muss ihrer Torhüterin ein grosses Kompliment machen – sie hat ein phänomenales Spiel gemacht», sagte Jobst-Smith. «Wichtig ist, dass wir in solchen Momenten nicht frustriert werden, sondern einen Weg finden zu gewinnen.»
Auch Torhüterin Sandra Abstreiter hob die Leistung ihrer französischen Kollegin hervor: «Sie spielt ein starkes Turnier und hat sehr gute Statistiken. Wir sorgten nicht oft genug für Verkehr vor dem Tor und waren nicht konsequent bei den Rebounds. Wir müssen positiv bleiben – es ist erst unser zweiter Sieg im Turnier.»
Frankreich hingegen blieb trotz der erneuten Niederlage stolz auf den Auftritt. «Es ist eine tolle Erfahrung, auch wenn es nicht das Ergebnis war, das wir wollten», sagte die Torhüterin Alice Philbert. «Wir haben gut gespielt und diese Erfahrung wird uns helfen, wenn die Olympischen Spiele in vier Jahren in Frankreich stattfinden.»
Für Deutschland richtet sich der Blick nun nach vorne: Im abschliessenden Vorrundenspiel gegen Gastgeber Italien geht es um die endgültige Platzierung – und um das Viertelfinalticket.
Deutschland – Frankreich 2:1 (1:0, 0:0, 0:1, 1:0) n.V.
Rho Eishockey-Arena. – 3632 Zuschauer. – SR: Doyle (USA) / Svobodova (CZE), Clarke (CAN) / Todd (CAN)
Tore: 19:25 Kluge (Gleissner, Hadraschek / Ausschluss Rozier) 1:0. 48:21 Duvin (Le Scodan) 1:1. 61:07 Jobst-Smith (Lilli Welcke, Luisa Welcke) 2:1.
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Deutschland, 5-mal 2 Minuten gegen Frankreich.
Schüsse aufs Tor: 47:14 (12:2, 18:5, 16:7, 1:0)
Deutschland: Abstreiter (Ersatz: Hemmerle); Hark, Gleissner; Jobst-Smith, Strobel; Hoppe, Schaffrath; Schmitz; Nix, Kluge, Hadraschek; Luisa Welcke, Lilli Welcke, Voigt; Haider, Feldmeier, Schiefer; Christof, Bartsch, Heine.
Frankreich: Philbert (Ersatz: Pianel Couriaut); Leclerc, Villiot; Quarto, Zilliox; Pelissou, de Serres; Berger; Rozier, Duvin, Huot-Marchand; Aurard-Bushee, Barbirati, le Scodan; Boudin, Baudrit, Peyne-Dingival; Nonnenmacher, Mesplede, Galbrun; Simon.
