Schwedinnen bleiben perfekt

Von Martin Merk
Frankreich
0
0 - 0 - 0
Schweden
4
3 - 1 - 0
08.02.2026
long.fra
0:3‧0:1‧0:0
Spielbericht

Das schwedische Frauen-Nationalteam gewann auch seine dritte Partie an den Olympischen Winterspielen gegen Frankreich 4:0 und steht vor dem Gruppensieg.

Schweden hat bei den Olympischen Spielen seine Favoritenrolle eindrucksvoll bestätigt und Frankreich klar mit 4:0 besiegt. Ein furioses Startdrittel legte den frühen Grundstein zum Sieg.

Von Beginn an setzte Schweden die Französinnen unter Dauerdruck mit 19:3 Schüssen aufs Tor in den ersten 20 Minuten. Bereits nach 3:39 Minuten eröffnete Thea Johansson den Torreigen. Frankreich hatte kaum Zeit zum Durchatmen, musste kurz darauf eine Strafe hinnehmen – und Schweden nutzte das Powerplay gnadenlos. Sara Hjalmarsson erhöhte in der 8. Minute auf 2:0.

Noch im ersten Drittel sorgte Hanna Thuvik (13:14) mit dem 3:0 für die Vorentscheidung. Frankreich geriet immer wieder in Unterzahl und hatte Mühe, sich aus der schwedischen Umklammerung zu lösen. «Leider haben wir einen grossen Fehler gemacht und sie haben getroffen. Nach dem 0:3 ist es schwer zurückzukommen, aber wir geben nie auf», sagte Frankreichs Lore Baudrit später.

Zu Beginn des zweiten Drittels schlug Schweden erneut zu: Lisa Johansson traf nach nur 56 Sekunden zum 4:0. Danach liess das Tempo etwas nach, auch weil Frankreich defensiv stabiler stand und Torhüterin Alice Philbert mehrere Chancen entschärfte. «Im ersten Drittel sind sie sehr schnell über uns hinweggegangen, aber danach haben wir uns beruhigt und gut gespielt», erklärte Philbert. «Das dritte Drittel haben wir unentschieden gespielt – das ist gut für uns.»

Mit nun drei Siegen aus drei Spielen blickt Schweden selbstbewusst, aber fokussiert nach vorne. «Wir hatten einen guten Start, vor allem mit dem Sieg gegen Deutschland», sagte Kjellbin. «Wir haben kein perfektes Spiel gemacht, aber viele Dinge richtig.» Die Gruppenspitze bleibt das Ziel: «Das erste Ziel ist noch nicht erreicht. Gegen Japan geht es um Platz eins – das wäre sehr wichtig für ein leichteres Viertelfinale.»

Auch Torschützin Thea Johansson, die bei diesen Spielen bereits ihr viertes Tor erzielte, zeigte sich zufrieden: «Das kommt von viel Selbstvertrauen. Ich spiele mit meinen besten Freundinnen und bekomme mehr Eiszeit. Ich habe viel an meinem Abschluss gearbeitet – es scheint sich auszuzahlen.» Trotz steigender Medaillenhoffnungen mahnt sie zur Geduld: «Die Chancen sind gross, aber wir konzentrieren uns auf die Gruppenphase. Wir wollen einfach Spass haben.»

Für das punktelose Frankreich dürfte das Turnier sportlich ernüchternd enden, es war aber auch die erste Teilnahme überhaupt für das Team, das für Russland nachgerückt ist. «Alles ist neu, alles ist verrückt», sagte Baudrit. «Aber für unsere jungen Spielerinnen ist diese Erfahrung extrem wertvoll.» Im letzten Gruppenspiel gegen Deutschland will Frankreich noch einmal alles investieren – und vielleicht doch noch den ersten Sieg feiern.

Frankreich – Schweden 0:4 (0:3, 0:1, 0:0)

Rho Eishockey-Arena. – 3868 Zuschauer. – SR: Nurmi (FIN) / Svobodova (CZE), Cameron-Ward (USA) / Lundgren (SWE)

Tore: 3:39 Thea Johansson (Svensson, Olsson) 0:1. 7:08 Hjalmarsson (Olsson, Svensson / Ausschluss Huot-Marchand) 0:2. 13:14 Thuvik Johansson 0:3. 20:56 Lisa Johansson (Thuvik, Hjalmarsson) 0:4.

Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Frankreich, 3-mal 2 Minuten gegen Schweden.

Schüsse aufs Tor: 14:49 (3:19, 7:14, 4:16)

Frankreich: Philberg (Ersatz: Mameri); Leclerc, Villiot; Quarto, Zilliox; Pelissou, de Serres; Berger; Rozier, Duvin, Huot-Marchand; Aurard-Bushee, Barbirati, le Scodan; Boudin, Baudrit, Peyne-Dingival; Nonnenmacher, Mesplede, Galbrun; Simon.

Schweden: Söderberg (Ersatz: Holm); Nylen Persson, Jungaker; Kjellbin, Raunio; Karlsson, Adolfsson; Andersson; Thea Johansson, Olsson, Svensson; Thuvik, Hjalmarsson, Lisa Johansson; Bouveng, Lundin, Hallin; Hall, Ljungblom, Hedqvist; Wikner Zienkiewicz.

Resultat:

0:4