USA lassen Finnland keine Chance
USA
Finnland
Spielbericht
Die USA haben beim olympischen Frauen-Eishockeyturnier einen souveränen 5:0-Erfolg gegen Finnland gefeiert und damit auch ihr zweites Turnierspiel klar gewonnen. Für die Finninnen war es das Debut, nachdem die erste Partie wegen Norovirus-Erkrankungen hatte verschoben werden müssen.
Im ersten Drittel hielt Finnland zumindest resultatmässig lange dagegen, doch eine Strafzeit gegen Susanna Tapani nutzten die Amerikanerinnen eiskalt. Alex Carpenter erzielte in der 16. Minute im Powerplay das langersehnte 1:0.
Nach der Pause erhöhte die US-Auswahl vor den Augen des Vize-Präsidenten TD Vance das Tempo deutlich. Taylor Heise traf in der 23. Minute zum 2:0, ehe Megan Keller nur gut eine Minute später mit einem platzierten Schuss auf 3:0 erhöhte. Finnland wurde zurückgedrängt und geriet erneut in Unterzahl – mit Folgen: Hilary Knight traf in der 30. Minute im Powerplay zum 4:0.
Auch im Schlussdrittel liessen die Amerikanerinnen nicht nach, während Finnland nur selten zu Chancen kam. Den Schlusspunkt setzte Abbey Murphy in der 56. Minute mit dem Treffer zum 5:0.
«Wir nehmen Spiel für Spiel, lernen in jeder Partie dazu», sagte Murphy nach dem Sieg. «Es ist eine Ehre, unser Land zu vertreten. Hier zu sein ist ein Segen – und mit diesen Spielerinnen auf dem Eis zu stehen erst recht. Wenn man einen Sieg holt, muss man ihn mitnehmen.»
Über Finnland sagte sie: «Sie sind ein starkes Team. Wir wussten, dass sie kämpfen würden. Das erste Tor würde früher oder später fallen – entscheidend war, wie wir darauf reagieren.»
Finnland musste sich nach der klaren Niederlage selbstkritisch zeigen. Susanna Tapani erklärte: «Wir wussten, dass die USA ein hartes Team sind und dass wir in jedem Einsatz kämpfen müssen. Heute haben wir zu viele Duelle verloren. Es war nicht unser bestes Spiel, aber wir haben alles gegeben und müssen morgen besser sein.»
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Auch Emma Nuutinen verwies auf schwierige Voraussetzungen: «Wir sind froh, dass wir nach der Krankheit wieder als komplettes Team spielen konnten. Das war ein harter Start ins olympische Turnier, aber wir sind einfach froh, dass wir überhaupt spielen konnten.» Für die kommenden Spiele sieht sie dennoch Potenzial: «Wir müssen unser Offensivspiel aufbauen. Wir hatten nicht viele gemeinsame Trainingseinheiten. Die wichtigen Spiele kommen erst nächste Woche.»
Während die USA mit diesem Auftritt ihre Ambitionen eindrucksvoll untermauerten, bleibt Finnland die Erkenntnis, dass der Weg im Turnier noch steinig ist – und dass die entscheidenden Aufgaben erst noch bevorstehen mit der Schweiz und Tschechien.
USA – Finnland 5:0 (1:0, 3:0, 1:0)
Rho Eishockey-Arena. – 3843 Zuschauer. – SR: Henriksson (SWE) / Mantha (CAN), Cameron-Ward (USA) / Todd (CAN).
Tore: 15:19 Carpenter (Edwards, Keller / Ausschluss Tapani) 1:0. 22:31 Heise (Murphy, Curl) 2:0. 23:37 Keller 3:0. 29:17 Knight (Edwards, Keller / Ausschluss Savolainen) 4:0. 55:56 Murphy (Curl, Harvey) 5:0.
Strafen: keine gegen die USA, 6-mal 2 Minuten gegen Finnland.
Schüsse aufs Tor: 49:11 (15:4, 21:5, 13:2)
USA: Frankel (Ersatz: Philips); Edwards, Keller; Winn, Harvey; Barnes, Stecklein; Guilday; Knight, Carpenter, Bilka; Murphy, Heise, Curl; Simms, Pannek, Coyne; Zumwinkle, Janecke, Dunne, Scamurra.
Finnland: Ahola (Ersatz: Keisala); Laitinen, Savolainen; Hiirikoski, Suoranta; Rantala, Karjalainen; Yrjölä; Holopainen, Tapani, Karvinen; Nylund, Tulus, Vainikka; Nuutinen, Nieminen, Kuoppala; Liikala, Vanhanen, Schalin; Vesa.
