Schweden entzaubert Italien

Von Martin Merk
Schweden
6
1 - 3 - 2
Italien
1
0 - 1 - 0
07.02.2026
long.fra
1:0‧3:1‧2:0
Spielbericht

Das schwedische Frauen-Nationalteam gewinnt auch ihre zweite Partie der Olympischen Winterspiele 2026 souverän mit 6:1 gegen Italien, das nach dem Überraschungserfolg gegen Frankreich nicht nachzudoppeln vermochte.

Das erste Tor des Spiels fiel bereits in der 10. Minute durch Jessica Adolfsson. Diese frühe Führung gab dem Team die nötige Sicherheit. «Wir haben gut angefangen und das Tor zum richtigen Zeitpunkt erzielt. Das war entscheidend für den weiteren Verlauf des Spiels», kommentierte Sara Hjalmarsson nach der Partie.

Italien konnte ein Drittel lang mithalten und den Rückstand tief halten, dies änderte sich jedoch bald.

Sofie Lundin erzielte in der 30. Minute das 2:0, bevor Hjalmarsson nur zwei Minuten später auf 3:0 erhöhte.

Die Italienerinnen kämpften tapfer und konnten durch Franziska Stocker verkürzen, doch Hanna Olsson erhöhte wenig später auf 4:1 und im Schlussdrittel erhöhte Thea Johansson als Doppeltorschützin auf 6:1.

«Es war gut, dass wir unsere Chancen genutzt haben und so schnell nachgelegt haben», sagte Johansson, die insgesamt drei Tore in den ersten beiden Spielen der Olympischen Spiele erzielte. «Ich bin einfach super dankbar meinen Teamkolleginnen. Ohne sie hätte ich die Tore nicht erzielen können. Ich musste nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein», erklärte die Schwedin.

Bei Italien dagegen schienen nach dem ersten Drittel die Kräfte zu schwinden. «Wir haben Tore zugelassen, die wir hätten verhindern können. Das war das erste Problem, das uns das Momentum gekostet hat. Aber wir lernen aus solchen Spielen», sagte Nadia Mattivi.

Die Italienerinnen konnten das Momentum vom Sieg gegen Frankreich nur zwischenzeitlich mitnehmen vor 10'727 Zuschauern. Trotzdem blickt Mattivi zuversichtlich in die Zukunft: «Das Spiel gegen Schweden war das schwierigste, das wir in den letzten Jahren gespielt haben. Aber wir wissen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Gegen Japan wird es eine andere Art von Spiel. Sie sind nicht so physisch wie Schweden, aber sie spielen sehr strukturiert. Wir glauben an uns, und wir werden bereit sein.»

Die Doppeltorschützin Johansson will trotz dem Sieg auf dem Boden bleiben: «Wir haben zwei gute Spiele hinter uns, aber wir dürfen nichts als selbstverständlich ansehen. Wir müssen weiter Tore schiessen, das ist der Weg, wie wir Spiele gewinnen.»

Schweden bleibt dagegen mit diesem klaren 6:1-Erfolg auf Viertelfinalkurs und hofft auf den Gruppensieg, durch welchen im Viertelfinale ein Duell gegen den Dritten der «oberen» Gruppe A winken würde.

Schweden – Italien 6:1 (1:0, 3:1, 2:0)

Santagiulia Eishockey-Arena. – 10’727 Zuschauer. – SR: Doyle (USA) / Neary (CAN), Clarke (CAN) / Hajkova (CZE)

Tore: 9:50 Adolfsson (Thuvik, Hjalmarsson) 1:0. 29:36 Lundin (Raunio, Kjellbin) 2:0. 31:47 Hjalmarsson (Karlsson) 3:0. 33:30 Stocker 3:1. 34:39 Olsson (Andersson, Johansson) 4:1. 46:53 Johansson (Ljungblom) 5:1. 54:32 Johansson (Olsson, Svensson) 6:1.

Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Schweden, 2-mal 2 Minuten gegen Italien

Schüsse aufs Tor: 47:19 (10:9, 17:8, 20:2)

Schweden: Svensson Traff (Ersatz: Söderberg); Nylen Persson, Jungaker; Kjellbin, Raunio; Karlsson, Adolfsson; Andersson; Thuvik, Hjalmarsson, Johansson; Bouveng, Lundin, Hallin; Hall, Ljungblom, Wikner Zienkiewicz; Hedqvist.

Italien: Fedel (46:53 Durante); Stocker, Mattivi; Fortino, Lobis; Varano, Guerriero; Pierri; Abatangelo, Fantin, Reyes; Caumo, Della Rovere, Roccella; Mazzocchi, Tutino, Heidenberger; Bonafini, Niccolai, Kaneppele; Saletta.

Resultat:

6:1